Berliner Philharmoniker

Herzlichen Glückwunsch, Kirill Petrenko!

Die Berliner Philharmoniker freuen sich auf ihren neuen Chefdirigenten

»Man kann es gar nicht in Worte fassen, was in mir gefühlsmäßig vorgeht: Von Euphorie und großer Freude bis zu Ehrfurcht und Zweifel ist da alles drin. Ich werde meine ganze Kraft mobilisieren, diesem außergewöhnlichen Orchester ein würdiger Leiter zu sein, und bin mir auch der Verantwortung und der hohen Erwartungen bewusst. « Mit diesen bewegenden Worten kommentierte Kirill Petrenko seine Wahl zum designierten neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker und Künstlerischen Leiter der Stiftung Berliner Philharmoniker. Das Orchester hatte sich am 21. Juni 2015 mit großer Mehrheit für den gebürtigen Russen entschieden.

Aufsehenerregendes Debüt

Bereits bei seinem philharmonischen Debüt im Februar 2006 beeindruckte Petrenko die Orchestermusiker mit seiner Persönlichkeit und seiner Art des Musizierens, die akribisch, skrupulös und dennoch leidenschaftlich und mitreißend ist. Seine Devise: »Wenn man vor ein Orchester tritt, kommen so viele klangliche Möglichkeiten auf einen Dirigenten zu. Wer da keine eigene Klangvorstellung entwickelt hat, geht unter«, meinte Petrenko in einem Interview für die Digital Concert Hall. Dem Berliner Publikum war er damals allerdings schon bestens bekannt – als Generalmusikdirektor der Komischen Oper. In der Spielzeit 2002/2003 hatte er dieses Amt angetreten und seither hieß es: Da steht ein Dirigent am Pult, dem es nicht um Selbstdarstellung geht, sondern um die Musik. Bescheiden, aber zäh und unermüdlich hat Petrenko sein Orchester auf musikalisch höchste Höhen geführt. Die Komische Oper wurde sein Sprungbrett in die Welt, denn mittlerweile dirigiert Petrenko an der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden, der Metropolitan Opera und in Bayreuth, wo er den von Frank Castorf inszenierten Ring des Nibelungen leitet. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Petrenko Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. In der kurzen Zeit, in der er dort wirkte, feierte er einen Triumph nach dem anderen. Das Bayerische Staatsorchester, eines der herausragenden Opernorchester Deutschlands, sei – so der Tenor der Presse – noch besser geworden, schlanker im Klang und präziser in der Tongebung. Die Zeitschrift Opernwelt kürte Petrenko mehrmals zum »Dirigenten des Jahres«, zuletzt 2014.

Herausforderung und Erfüllung

Der aus Omsk stammende Künstler, der in seiner Heimatstadt und in Wien studierte, hat sein Handwerk zunächst an kleineren Häusern gelernt: am Landestheater Vorarlberg, an der Wiener Volksoper und am Meininger Theater, wo er zusammen mit Christine Mielitz einen vielbeachteten Ring des Nibelungen herausbrachte. In den philharmonischen Konzerten präsentierte sich Petrenko, der sich Berlin nach wie vor heimatlich verbunden fühlt, seit seinem Debüt bislang als Interpret russischer Meister, aber auch mit Werken von Béla Bartók, Edward Elgar und Ludwig van Beethoven. Bei seinen letzten Konzerten mit dem Orchester erklangen neben Igor Strawinskys Psalmensymphonie und Alexander Skrjabins Le Poème de l’extase zwei Werke des genialen, aber früh verstorbenen Komponisten Rudi Stephan. Eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Programmzusammenstellung, die verschiedene Aspekte von Petrenkos künstlerischer Arbeit widerspiegelt. Denn ein gelungenes Konzertprogramm – so der Dirigent – zeichne sich dadurch aus, dass die Musiker etwas spielen, woran sie Spaß haben, und das Publikum etwas hört, von dem es etwas lernen kann, gleichzeitig aber auch mitgerissen wird. Vor den Berliner Philharmonikern zu stehen, bedeutet Petrenko Herausforderung und Erfüllung zugleich: »Ich erhoffe mir vom gemeinsamen Musizieren viele Momente des künstlerischen Glücks, die unsere harte Arbeit belohnen und unser Künstlerleben mit Sinn erfüllen sollen.«

Kirill Petrenko (Photo: Wilfried Hösl)

Kirill Petrenko in der Digital Concert Hall

Besuchen Sie die Digital Concert Hall und erleben Sie Petrenkos Konzerte mit den Berliner Philharmonikern seit 2009.

Konzert-Archiv
Video Preview

2012: Kirill Petrenko dirigiert Skrjabins Le Poème de l'extase (Ausschnitt)

Nach der Wahl

Sehen Sie einen Mitschnitt der Pressekonferenz in der Philharmonie, in der die Wahl Kirill Petrenkos bekannt gegeben wurde.

Pressekonferenz in der Berliner Philharmonie

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