Berliner Philharmoniker

Zum Tod von Carlo Maria Giulini

20.06.2005

Die Berliner Philharmoniker gedenken des Dirigenten Carlo Maria Giulini, der am 15. Juni in Brescia im Alter von 91 Jahren starb.

Giulini verband eine langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern. Am 10. Oktober 1967 stand der Italiener bei ihnen zum ersten Mal am Pult – mit zwei geistlichen Werken: dem Requiem von Cherubini und den Quattro pezzi sacri von Verdi. In der Folgezeit war er regelmäßig Gast der Philharmoniker. Insgesamt leitete Giulini 91 Konzerte des Orchesters in Berlin. Bei seinem letzten Auftritt am 14. September 1992 dirigierte er das Requiem von Verdi.

Carlo Maria Giulini brachte in seinen Konzerten mit den Philharmonikern Werke aus Klassik, Romantik, der klassischen Moderne zur Aufführung aber auch Mahler, Ravel, Strawinsky sowie Zeitgenossen wie Goffredo Petrassi, Anton Webern und Gottfried von Einem. Giulini hatte außerdem eine Affinität zu den großen geistlichen Werken; so dirigierte er Bachs h-Moll-Messe, Beethovens Messe in C-Dur- und Schuberts Es-Dur-Messe, die Requien von Mozart, Brahms, Verdi und Fauré sowie das selten aufgeführte Oratorium Das Paradies und Peri von Schumann. Das Publikum verdankt Giulini außerdem eindrucksvolle Aufführungen aller Symphonien von Brahms, der Symphonien Nr. 2, Nr. 7, Nr. 8 und Nr. 9 von Bruckner sowie der Ersten und Neunten Symphonie von Mahler. Mit den Philharmonikern entstanden u. a. Einspielungen von César Francks Symphonie d-Moll, des Requiems von Verdi sowie von Mozarts vier letzten Symphonien.


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