Berliner Philharmoniker

Yvonne Loriod gestorben

19.05.2010

Sie war Olivier Messiaens Muse, geniale Interpretin seiner Werke und seine zweite Ehefrau: Yvonne Loriod, 1924 in Houilles, einer kleinen Stadt nord-westlich von Paris geboren, lernte ihren zukünftigen Mann während ihres Klavier- und Kompositionsstudiums am Pariser Conservatoire kennen. Messiaen, der sie in Harmonielehre unterrichtete, war von der jungen Pianistin stark beeindruckt. Ihre Musikalität und technische Perfektion inspirierten ihn zu einer Reihe von Klavierwerken, u. a. Visions de l’Amen, Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus und Catalogue d’oiseaux.

Auch die Klavierparts seiner Orchesterwerke hat Messiaen ab der Turangalîla-Symphonie (1946-1948) für sie geschrieben. 1958 wirkte sie als Pianistin bei einer Aufführung dieses Werks durch Hans Rosbaud und die Berliner Philharmoniker mit. Sechs Jahre zuvor hatte sie in philharmonischen Konzerten unter Leitung von Günter Wand Messiaens Trois Petites Liturgies de la Présence Divine gespielt. 1959 holte sie Herbert von Karajan als Solistin für Réveil des oiseaux nach Berlin.

Yvonne Loriod, die Messian 1961, zwei Jahre nach dem Tod von dessen erster Frau Claire Delboi, heiratete, galt als Spezialistin für das zeitgenössische Repertoire. Aber nicht nur das. Sie errang auch mit ihren Interpretationen klassischer und romantischer Werke höchste Anerkennung. Darüber hinaus widmete sie sich dem Unterrichten. Zu ihren Schülern zählen u. a. George Benjamin und Pierre-Laurent Aimard. Yvonne Loriod verstarb am 17. Mai 2010.   


Zurück

Yvonne Loriod und Olivier Messiaen (Foto: Collection Yvonne-Loriod-Messiaen)
Yvonne Loriod und Olivier Messiaen (Foto: Collection Yvonne-Loriod-Messiaen)

Newsletter-Service Regelmäßig informiert über das aktuelle Programm und Highlights aus der Welt der Philharmoniker.

Alle Veranstaltungen in der Philharmonie finden Sie auch auf:

Berliner Bühnen zu berlin-buehnen.de