Berliner Philharmoniker

Kofferkonzert für Flüchtlinge

26.01.2015

Die Kofferkonzerte des Education-Programms führten die Musiker der Berliner Philharmoniker bereits in viele soziale Einrichtungen. Doch in einer Notunterkunft für Flüchtlingen haben sie bislang noch nicht gespielt. Der philharmonische Geiger Amadeus Heutling und seine Frau, die Harfenistin Susanne Harder, kamen in die zur Notunterkunft umfunktionierten Turnhalle der Freien Universität, in der auf engstem Raum 250 Männer, Frauen und Kinder aus Afghanistan, Syrien, dem Kosovo, Serbien und Mali, außerdem viele Roma zusammenleben.

»Ein Konzert?! Ah, einmal etwas Neues«, meinte ein Bewohner. Es gab keine gewohnte Konzertatmosphäre und anfangs fehlte es auch noch an Aufmerksamkeit. Amadeus Heutling und Susanne Harder fingen deswegen einfach an zu spielen: Charade von Henry Mancini, Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate, Greensleeves und den Czardas von Vittorio Monti. Die Musik zog die Bewohner allmählich in den Bann und zum Schluss waren alle berührt, Zuhörer wie Musiker: »Ich spreche leider nicht Ihre Sprache, aber Musik ist, denke ich, eine gute Möglichkeit sich zu verständigen  – mit dem Herzen«, meint Amadeus Heutling. Der Geiger und seine Frau brachten jedoch nicht nur Musik mit. Gemeinsam mit Freunden haben sie Geld gesammelt und nach Rücksprache mit Pjotr Skrzedzeijewski, dem Leiter der Notunterkunft, notwendige Dinge für das tägliche Leben gekauft. Außerdem gab es Kuscheltiere für die Kinder. Das große Interesse, das dem Konzert entgegengebracht wurde, ermutigt, die Kofferkonzerte auch in weiteren Notunterkünften zu organisieren.


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Amadeus Heutling und Susanne Harder spielten für Flüchtlinge
Amadeus Heutling und Susanne Harder spielten für Flüchtlinge
(Foto: Martin Walz)

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