Berliner Philharmoniker

Orchesterreise nach Amsterdam und New York

20.01.2006

Am 20. Januar brachen die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle zu einer Tournee nach Amsterdam und New York auf. In der niederländischen Metropole, in der sie zuletzt im September 2004 unter Bernard Haitink gastierten, geben sie vom 20. bis 22. Januar drei Konzerte im Concertgebouw. In New York treten die Philharmoniker vom 25. bis 28. Januar an vier Abenden in der Carnegie Hall auf, die sie zuletzt vor zwei Jahren mit Sir Simon Rattle besucht haben.

Auf der gesamten Tournee werden die Berliner Philharmoniker von Alfred Brendel begleitet, der dem Orchester seit langem eng verbunden ist. Der Pianist wird sowohl in Amsterdam als auch in New York das Klavierkonzert Nr. 27 B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart spielen.

In Amsterdam erklingen drei unterschiedliche Programme. Aufgeführt wird ein reines Orchesterprogramm mit der Symphonie Nr. 86 von Joseph Haydn, den Variationen für Orchester von Arnold Schönberg und Ma Mère l’Oye von Maurice Ravel, und, als zweites Programm, Noesis von Hanspeter Kyburz sowie die Vierte Symphonie von Gustav Mahler. Solistin der Mahler-Symphonie ist die Sopranistin Sally Matthews. Ihr Debüt bei den Philharmonikern gab sie in der letzten Saison in Carl Orffs Carmina Burana. Den Aufenthalt in Amsterdam beschließt ein reiner Mozartabend mit der Gran Partita, der Prager Symphonie und dem Klavierkonzert Nr. 27 mit Alfred Brendel.

In New York treten die Berliner Philharmoniker den ersten Teil ihrer Residency an, die 2007 fortgesetzt wird. Als erstem Orchester wird ihnen diese Ehre zuteil. An vier Abenden spielen sie vier verschiedene Programme, darunter die zum Teil leicht veränderten Programme aus Amsterdam. Zusätzlich erklingt in New York Ein Heldenleben von Richard Strauss. Gesangssolistin in Mahlers Vierter Symphonie ist dann Magdalena Kožená. Die tschechische Mezzosopranistin hat diesen Solopart bereits bei den Konzerten in der Philharmonie vom 12. bis 14. Januar 2006 gesungen. Das vierte Programm besteht aus Thomas Adès’ Asyla, Ravels Ma Mère l’Oye und Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur (Jenamy). Solist ist der diesjährige Pianist in Residence der Berliner Philharmoniker Emanuel Ax. Am 27. Januar, dem exakten Datum von Mozarts 250. Geburtstag, wird das Mozartprogramm, das auch schon in Amsterdam gespielt wurde, in der Carnegie Hall aufgeführt, Solist ist wieder Alfred Brendel. Außerdem sind die Aufführungen von Asyla von Adès und Noesis von Kyburz New Yorker Premieren.

Als Teil der Residency in New York wird ein Education-Projekt stattfinden. Das Projekt »Remix-Asyla« bezieht sich auf Thomas Adès’ Werk und wird am 28. Januar in der Carnegie Hall aufgeführt. Dabei wird den verschiedenen Bedeutungen von Asyl nachgespürt. Unter Rückgriff auf kompositorische Mittel die auch in Adès’ Werk zentralen Stellenwert haben, werden Catherine Milliken, die Leiterin der Education-Abteilung der Philharmoniker, und Hubert Machnik New Yorker Schüler dazu anregen, selbständig Musik zu schaffen. Das Projekt wurde bereits im Oktober 2005 mit Berliner Jugendlichen durchgeführt.


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