Berliner Philharmoniker

Jubel für die Berliner Philharmoniker auf ihrer Asien-Tournee

30.11.2005

Die Berliner Philharmoniker sind mit ihrem Chefdirigenten Sir Simon Rattle auch auf der letzten Station ihrer dreiwöchigen Asien-Tournee in Tokio stürmisch umjubelt worden. Für viele der Musiker waren die beiden letzten Auftritte in der japanischen Hauptstadt – mit Kronprinz Naruhito am Sonntag als Ehrengast – fast schon ein bisschen wie zu Hause.

Die ausverkaufte Reise hatte das Orchester zuvor nach Peking, Seoul, Shanghai, Hongkong und Taipeh geführt. Es war für die Musiker eine aufregende Tournee, die trotz aller Anstrengungen viele spannende Neuheiten bot und bisweilen Jubelstürme der Fans wie bei Popkonzerten auslöste.

So hatten in Taipeh mehr als 25.000 begeisterte Zuhörer die Video-Übertragung des Konzerts der Berliner Philharmoniker auf dem Vorplatz der National Concert Hall verfolgt. Nach Abschluss des Konzerts in der 2.600 Zuschauer fassenden Konzerthalle trat Sir Simon Rattle gemeinsam mit seinen Musikern vor die meist jungen Zuhörer auf dem Platz und rief der jubelnden Masse zu: »Wir sind tief berührt, dass Ihr die klassische Musik so sehr liebt, und wir sind sehr glücklich darüber, dass wir hier spielen können.« Einem Popstar gleich warf er Blumen, die ihm die Veranstalter schenkten, in die Menge.

Auch das erste Konzert der Philharmoniker in Taiwan hatten mehr als 20.000 Zuhörer, die keine Karte mehr bekommen hatten, vom Chian-Kai-Shek-Platz aus verfolgt. Zeitgleich wurde es außerdem in die taiwanesische Stadt Kaoshiung übertragen, wo mehr als 10.000 Zuhörer das Konzert auf einem öffentlichen Platz hörten. Schon in Hongkong waren die Konzerte auf einen Vorplatz vor der Konzerthalle live übertragen worden. In Shanghai fand neben den zwei Konzerten eine Probe von Simon Rattle mit dem Orchester des dortigen Konservatoriums statt und mehrere Philharmoniker gaben Meisterkurse.

Der überall stürmisch umjubelte Rattle dirigierte während der Asien-Tournee ein Programm mit Joseph Haydns Symphonie Nr. 86 D-Dur, Asyla von Thomas Adès, Ein Heldenleben von Richard Strauss und in einem zweiten Programm die Ouverture du Corsaire von Hector Berlioz, Ma Mère l’Oye von Maurice Ravel und die Dritte Symphonie von Ludwig van Beethoven.

Während die Auftritte in Taiwan, Hongkong und Shanghai die ersten der Berliner Philharmoniker dort überhaupt waren, gastierte das Orchester in Seoul erstmals wieder seit 21 Jahren. In Peking war das Orchester 1979 zum letzten Mal. Dort traf ein Teil der Musiker chinesische Kollegen, mit denen sie damals gemeinsam in einem Konzert musiziert hatten.

Zum Abschluss der Konzertreise in Tokio, wo die Berliner Philharmoniker häufig und gern gesehene Gäste sind und viele der Musiker langjährige Freundschaften pflegen, führten sie neben den Konzerten auch Education-Projekte an zwei Schulen durch.

Die gesamte Reise wurde von einem Kamerateam von BoomtownMEDIA, der Produktionsfirma von Rhythm Is It!, begleitet und für einen Kinofilm mit dem Arbeitstitel Trip to Asia dokumentiert. Die Filmpremiere ist für den nächsten Sommer geplant.


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