Berliner Philharmoniker

In memoriam Dr. Edgar Wisniewski

04.05.2007

»Die Philharmonie ist der Ort, der mich magisch anzieht – seit 43 Jahren!«, bekannte Edgar Wisniewski erst unlängst im Magazin der Berliner Philharmoniker. Diesem für ihn magischen Ort hat er sein gesamtes Berufsleben gewidmet: 1957 holte ihn der Architekt Hans Scharoun in sein Büro -  als Mitarbeiter für die Planung der Philharmonie. Die visionären Ideen seines Mentors verinnerlichte der junge Absolvent der TU so sehr, dass er später Scharouns Partner wurde. Nach dessen Tod 1972 vollendete Wisniewksi den Bau der Staatsbibliothek und ergänzte das Kulturforum um zwei weitere Bauten: das Musikinstrumenten-Museum (1984) und den Kammermusiksaal, der vor fast 20 Jahren, am 28. Oktober 1987 eröffnet wurde. Auch privat bildete die Philharmonie für den Architekten einen Lebensmittelpunkt: 1963, bei der Eröffnung, stand Wisnieswki als Chorsänger in Beethovens Symphonie Nr. 9 mit auf dem Podium; er war bei allen wichtigen Ereignissen des Hauses präsent und besuchte regelmäßig die Konzerte des Orchesters – zuletzt, wenige Tage vor seinem Tod, eine Aufführung von Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 mit Pierre-Laurent Aimard als Solisten und Bruckners Symphonie Nr. 2 unter Leitung von Seiji Ozawa. Die Stiftung Berliner Philharmoniker gedenkt voll Dankbarkeit des Architekten, der am 25. April im Alter von 76 Jahren starb. Die Stiftung Berliner Philharmoniker widmet Edgar Wisnieswki das Konzert der Stipendiaten der Orchester-Akademie am 2. November 2007. Im Foyer der Philharmonie liegt ein Kondolenzbuch aus. 


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Sammlung Wisniewski
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