Berliner Philharmoniker

Im Andenken an Mstislaw Rostropowitsch

04.05.2007

Er war ein Kosmopolit, aber einer mit russischer Seele. Das machte bereits sein Debütkonzert bei den Berliner Philharmonikern 1964 deutlich: Mstislaw Rostropowitsch stellte damals Brittens Cello-Symphonie und Prokofjews Cellokonzert einander gegenüber. In den folgenden Jahren gastierte er regelmäßig in Berlin – sowohl als Solist wie auch als Dirigent. Immer wieder überraschte er mit ungewöhnlichen Programmen: Erinnert sei an das Konzert im November 1990, in dem er unter Leitung von Seiji Ozawa drei Cellokonzerte von Luigi Boccherini, Antonìn Dvořák und Alfred Schnittke spielte. Nur einen Monat später konnten ihn die Berliner in der Doppelfunktion als Cellist und Dirigent mit Werken von Tschaikowsky, Schostakowitsch und Schnittke erleben. 1990 war auch das Jahr, in dem der politisch engagierte Künstler nach jahrelangem Exil erstmals eine triumphale Konzertreise durch seine Heimat unternahm. Sein letzter Auftritt mit den Berliner Philharmonikern fand im Juni 1998 statt: Mstislaw Rostropowitsch spielte damals Lorin Maazels Musik für Violoncello und Orchester. Als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem großen Musiker, der am 27. April verstarb, widmeten die Berliner Philharmoniker Mstislaw Rostropowitsch ihr Jubiläums- und Europakonzert am 1. Mai 2007.


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Rostropowitsch während einer Probe mit Herbert von Karajan (Foto: Siegfried Lauterwasser)

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