Berliner Philharmoniker

400 Jahre Berliner Geigenbau

20.10.2015

Die Ausstellung »400 Jahre Berliner Geigenbau«, die das Musikinstrumenten-Museum Berlin und die Stiftung Berliner Philharmoniker in Zusammenarbeit mit Wolfgang Meyer (Braunschweig) ab 22. Oktober zeigen, wirft ein Licht auf die Vielfalt des Berliner Geigenbaus. Die Mehrzahl der gezeigten Stücke, bei denen es sich um herausragende Exponate aus der Sammlung des Museums handelt, stammt dabei aus der zweiten Hälfte des 18. und aus dem 19. Jahrhundert, der ersten Blütezeit des Berliner Geigenbaus. In unmittelbarem Zusammenhang damit werden im Foyer der Berliner Philharmonie Streichinstrumente aus Berliner Meisterwerkstätten des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts aus der umfangreichen Sammlung des Braunschweiger Sammlers Wolfgang Meyer ausgestellt. Beide Ausstellungen können gemeinsam besichtigt werden. Erstmalig wird mit über 100 kostbaren Instrumenten Fachleuten und Liebhabern ein umfassender Einblick in die Werkstätten der Berliner Geigenbauer ermöglicht.

Im Gegensatz zu den großen Zentren des Geigenbaus wie Cremona, Markneukirchen, Mirecourt und Mittenwald entwicklte sich in Berlin keine Tradition mit eigenständigen Baumerkmalen. Stattdessen versuchten Berliner Handwerker Stile von berühmten Geigenbauern zu kopieren und das »Geheimnis« der altitalienischen Meisterinstrumente zu lüften. Außerdem avancierte die Stadt zum wichtigen Handeslplatz für Geigeninstrumente. Nicht zuletzt gab es zahlreiche Reparaturwerkstätten für die vielen Orchestermusiker und Solisten. Eine Entwicklung, die durch die Gründung des Berliner Philharmonischen Orchesters 1882 sowie dem Erstarken eines wohlsituierten und kulturbeflissenen preußischen Beamtentums begünstigt wurde.

Ausstellungszeitraum:
22. Oktober bis 29. November 2015 (Philharmonie)
22. Oktober 2015 bis 3. Januar 2016 (MIM)

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten des Musikinstrumenten-Museums sowie vor den Konzerten der Berliner Philharmoniker geöffnet.
Zum Musikinstrumenten-Museum

Führungen:
Führungen durch die Ausstellung finden am 29. Oktober sowie am 5., 12., 19. und 26. November jeweils um 16 Uhr statt. Sie dauern etwa eine Stunde. Die Führungsgebühr beträgt 3 Euro zuzüglich Museumseintritt (6 Euro, ermäßigt 3 Euro). Eine Voranmeldung nicht erforderlich.

 

 


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Violoncello, Anton Bachmann, Berlin, 1773, Kat. Nr. 5161
Violoncello, Anton Bachmann, Berlin, 1773, Kat. Nr. 5161
(Foto: Anne-Katrin Breitenborn)

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