Berliner Philharmoniker

Dokumentarfilm: »Das Reichsorchester«

24.10.2007

Ihr 125jähriges Bestehen haben die Berliner Philharmoniker zum Anlass genommen, einen Blick auf ein bislang eher unbekanntes Kapitel ihrer Geschichte zu werfen: auf die Jahre zwischen 1933 und 1945. Nach dem Buch von Mischa Aster, ist nun der neue Dokumentarfilm »Das Reichsorchester« von Enrique Sánchez Lansch (Rhythm Is It!) ein weiterer Beitrag zu diesem Thema. Im Mittelpunkt des Films steht das Orchester selbst, die Musiker, die Menschen, die Einzelschicksale. Sie waren weit weniger exponiert als ihr Chefdirigent Wilhelm Furtwängler, rückten aber in dieser Zeit in die nächste Nähe der Macht. Sie lebten und arbeiteten im Kollektiv. Das schützte sie, erleichterte aber auch den Einzelnen, sich nicht der individuellen Verantwortung zu stellen. Auch nach 1945.
Der ungewöhnliche Mikrokosmos des Berliner Philharmonischen Orchesters erweist sich hier – wie unter einer Glasglocke – als exemplarisches Studienobjekt. Noch lebende Zeitzeugen aus der Mitte und dem Umfeld des Orchesters und reichhaltiges, bisher nicht ausgewertetes Archivmaterial ermöglichen einen Einblick in diesen Mikrokosmos. Und eine Antwort auf die Frage: Wo verläuft der schmale Grat zwischen Unabhängigkeit und Unschuld? Ein ebenso spannendes wie brisantes Kapitel der Geschichte Berlins und Deutschlands wird wieder lebendig. 

Die Kinotermine für sämtliche deutsche Städte finden Sie hier.
Die DVD zum Film ist außerdem ab sofort im Handel erhältlich, auch im Shop in der Philharmonie.

Zur Website 


Zurück

Newsletter-Service Regelmäßig informiert über das aktuelle Programm und Highlights aus der Welt der Philharmoniker.

Alle Veranstaltungen in der Philharmonie finden Sie auch auf:

Berliner Bühnen zu berlin-buehnen.de