Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker trauern um Jan Diesselhorst

06.02.2009

 »Ich habe mich in diesem Orchester keinen Moment gelangweilt«, bekannte Jan Diesselhorst 2007 anlässlich seines 30-jährigen Dienstjubiläums und freute sich auf weitere spannende Jahre. Nun ist der Cellist, langjährige Orchestervorstand der Berliner Philharmoniker und Mitglied des Philharmonia Quartetts am 5. Februar 2009 unerwartet im Alter von 54 Jahren in Berlin verstorben.

Den Weg zu den Berliner Philharmonikern wies ihn sein Lehrer Wolfgang Boettcher. Als dieser 1977 seine Stelle im Orchester verließ, ermunterte er seinen Schüler, sich auf die Vakanz zu bewerben. »Ich rechnete mir eigentlich keine Chancen aus, weil ich so jung war, gerade 23 Jahre...« Doch Jan Diesselhorst, Spross eines musikalischen Elternhauses, überzeugte und war seither Mitglied der Berliner Philharmoniker sowie der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker. 1985 gründete er gemeinsam mit drei Orchesterkollegen das Philharmonia Quartett. Darüber hinaus lehrte er nicht nur an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, sondern brachte sich mit großem Engagement auch organisatorisch in das Orchester ein: So gehörte er von 2003 bis 2005 dem Fünferrat an. 2005 wählten ihn seine Kollegen in den Orchestervorstand. Außerdem war der Cellist stellvertretendes Mitglied des Stiftungsvorstands und Mitglied im Vorstand der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Neben der Orchesterarbeit galt seine Liebe der Kammermusik.

Die Musiker und Mitarbeiter der Stiftung Berliner Philharmoniker verlieren in Jan Diesselhorst einen herausragenden Musiker, großen Humanisten und engen Freund.


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Jan Diesselhorst (Foto: Peter Adamik)

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