Claudio Abbado zum 75. Geburtstag

24.06.2008

Seine musikalische Laufbahn ist eng mit den Berliner Philharmonikern verknüpft – nicht erst seit ihn das Orchester 1989 zum Chefdirigenten und somit zum Nachfolger Herbert von Karajans wählte, sondern bereits seit Dezember 1966. Damals gab der erst 33-jährige Claudio Abbado sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern, nur kurz nach dem von Zubin Mehta und Seiji Ozawa. Karajan hatte die drei Nachwuchsdirigenten nach Berlin geholt und die Presse urteilte, dass Claudio Abbado von ihnen die »stärkste Begabung« sei. 22 Mal stand Abbado in den folgenden Jahren als Gastdirigent am Pult der Berliner Philharmoniker, ehe er ihr Chef wurde. Kennzeichnend für die »Ära Abbado« waren die großen Konzertzyklen, die ein spezielles Thema in den Mittelpunkt stellten, beispielsweise Prometheus, Faust oder Shakespeare, und die Auseinandersetzung mit dem Werk Gustav Mahlers. 2002 legte Claudio Abbado sein Amt als Chefdirigent nieder, blieb dem Orchester aber weiterhin künstlerisch verbunden. Sein jüngster Auftritt, der nur wenige Wochen zurückliegt und wegen des Brandes in der Philharmonie kurzfristig in die Waldbühne verlegt werden musste, war ein besonderes Ereignis: Geriet er doch zu einem »Dankeschön-Konzert« für die Berliner Feuerwehr, die den Brand so umsichtig und professionell gelöscht hat.
Die Berliner Philharmoniker wünschen ihrem ehemaligen Chef, der am 26. Juni 1933 in Mailand geboren wurde, alles Gute zu seinem 75. Geburtstag und vergeben ihm zu Ehren eine Reihe von Auftragskompositionen. Auf der Grundlage von Texten von Michelangelo sollen verschiedene Werke für Kammerensemble plus Gesang entstehen. Die nächsten Konzerte der Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado finden im Mai 2009 statt. In dieser Zeit werden die Auftragswerke in einem Benefizkonzert zugunsten der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker im Kammermusiksaal durch Ensembles der Berliner Philharmoniker uraufgeführt. Für dieses Konzert zugesagt sind bereits Werke von György Kurtag, Wolfgang Rihm, Matthias Pintscher, Jörg Widmann, Giacomo Manzoni und Marco Stroppa.


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Foto: Cordula Groth

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