Berliner Philharmoniker

Christian Thielemann schenkt den Philharmonikern Furtwängler-Briefe

06.05.2011

Der Dirigent Christian Thielemann hat den Berliner Philharmonikern aus seiner Privatsammlung fünf Briefe aus der Korrespondenz Wilhelm Furtwänglers mit Ernst Fischer, Klarinettist und damaliger Orchestervorstand der Berliner Philharmoniker, geschenkt. Die Dokumente stammen aus den Jahren 1949/1950.

Die Themen, die in den Briefen behandelten werden, sind vielfältig: Sie reichen über Erörterungen von Wohnungsangelegenheiten über Fragen zur Programm- und Tourneeplanung bis hin zu Vorschlägen zur Besetzung des Intendantenpostens. Auch das gespannte Verhältnis zu dem Rivalen und späteren Furtwängler-Nachfolger Herbert von Karajan wird thematisiert. Des Weiteren bot ein Porträt der Berliner Philharmoniker im Wochenmagazin Der Spiegel Furtwängler Anlass, sich an Fischer zu wenden. Der Dirigent betont, dass die in dem Bericht erwähnte »relative politische Unabhängigkeit« und der Schutz der jüdischen Musiker während des NS-Regimes vor allem seinem Engagement zu verdanken war. Und er bittet um Aufklärung, warum sein Name in diesem Zusammenhang nicht erwähnt wurde.

Bis zum 16. Mai sind die originalen Briefe im Südfoyer ausgestellt, danach wandern sie in den wertvollen Autografenbestand des hauseigenen Archivs. Die Briefe bleiben allerdings auch weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich – als Repliken.


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