Ausstellung im Foyer der Philharmonie

27.08.2007

Die Berliner Philharmoniker 1933 – 1945 — Das ist das Thema einer Ausstellung, die anlässlich des 125-jährigen Orchesterjubiläums und der Veröffentlichung von Misha Asters Buch »Das Reichsorchester«: Die Berliner Philharmoniker und der Nationalsozialismus bis zum 19. Oktober im Foyer der Philharmonie zu sehen ist. Buch und Ausstellung behandeln die Geschichte der Philharmoniker in den Jahren der NS-Herrschaft, in denen sie ihr Weiterbestehen und die finanzielle Sicherheit mit einer starken Vereinnahmung für Zwecke der nationalsozialistischen Politik »bezahlten«. Die Betonung liegt, anders als in früheren Veröffentlichungen und Publikationen zu dem Thema, weniger auf der umstrittenen Rolle des damaligen Chefdirigenten Wilhelm Furtwängler als vielmehr auf derjenigen des Orchesters selber. Es werden aber auch die Schicksale einzelner wichtiger Figuren wie des Konzertmeisters Szymon Goldberg oder des Orchestervorstandes Lorenz Höber beleuchtet. Grundlage der Ausstellung bilden die Texte von Misha Aster. Ergänzt werden sie durch Zitate, Dokumente und Abbildungen sowie durch Ton- und Filmdokumente aus verschiedenen Archiven – Material, das eine auch bedrückende Epoche der 125-jährigen Orchestergeschichte anschaulich macht.
Die Ausstellung ist zu den Kassenöffnungszeiten (Mo – Fr 15 – 18 Uhr, Sa und So 11 – 14 Uhr) sowie bei Konzerten zu besichtigen.


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»Musikalische Feierstunde für die Werkgefolgschaft« in der Montagehalle des AEG-Betriebes: Am 26. Februar 1942 gaben die Berliner Philharmoniker ein Werkpausenkonzert, das die NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude« organisiert hat.

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