Berliner Philharmoniker

Asien-Tournee 2011

29.11.2011

Shangzhuang Zhongxin Grundschule

In ihrer Funktion als UNICEF Botschafter traten einige Mitglieder der Berliner Philharmoniker am 9. November 2011 vor Schülern der Shangzhuang Zhongxin Grundschule in Peking auf. Mit ihrem Besuch wollten die Musiker auf die Probleme der Kinder von Wanderarbeitern in China aufmerksam machen. 76 Prozent der Schülerschaft stammen an dieser Schule aus Wanderarbeiterfamilien. Insgesamt gibt es in China 82 Millionen Kinder, deren Eltern als Wanderarbeiter umherziehen, vielen von ihnen fehlt der Zugang zu einer normalen Schulbildung. 

Das Foto zeigt die Geiger Christophe Horak und Krzysztof Polonek sowie den Bratscher Micha Afkham (v.l.n.r.) musizierend mit Schulkindern der Shangzhuang Zhongxin Grundschule. 

Geöffnete Generalprobe

 Zu ihrer Generalprobe für das Konzert am 11. November 2011 im National Center for the Performing Arts luden die Berliner Philharmoniker 50 Kinder aus Wanderarbeiterfamilien ein. Ein paar der jungen Gäste kannten die Musiker schon. Sie kamen aus der Shangzhuang Zhongxin Grundschule, die einige Orchestermitglieder zwei Tage zuvor besucht hatten. Die Wiedersehensfreude bei ihnen und den Schülern war groß. 

Die Philharmoniker probten Mahlers Neunte Symphonie. Hinterher trafen sich Sir Simon Rattle, die Musiker und die UNICEF-Kinder zum sogenannten »Meet & Greet« auf dem Konzertpodium. Ein Riesenspaß für alle Beteiligten, wie das Foto zeigt. Zum Schluss gab es für die Schüler noch ein Berliner-Philharmoniker-T-Shirt und sie gingen mit dem Gefühl nach Hause: Das war ein einmalig, tolles Erlebnis! 

Philharmonisches Bläserquintett in Sendai

Das Philharmonische Bläserquintett besuchte am 21. November 2011 die 90 km von Fukushima gelegene Stadt Sendai. Sie wurde nach dem Erdbeben im März 2011 von einem 20 Meter hohen Tsunami überrollt. Noch heute liegen überall Auto-, Motorräder- und Trümmerteile herum. Die Menschen, vor allem die Kinder sind traumatisiert. Die Mitglieder des Quintetts zeigten sich sehr betroffen von dem Ausmaß der Zerstörung. »Man kennt die Bilder aus dem Fernsehen«, meinte Oboist Andreas Wittmann, »doch wenn man dann hier steht, ist die Wirkung noch eine ganz andere.« 

Als UNICEF-Botschafter kamen sie in besonderer Mission: Sie spielten in der Sporthalle der Grundschule von Sendai vor Kindern, deren Seelen den Schock der Katastrophe noch nicht verarbeitet haben. Die Schüler ließen sich von der Musik mitreißen, zeigten nach dem Konzert ihre Begeisterung. Beglückt meinten die Musiker: »Wir freuen uns, dass wir den Kindern ein wenig Freude bringen konnten.«


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