Applaus verboten! - »Freizeitgestaltung in Theresienstadt«

29.10.2007

Singen und Musizieren als Überlebensstrategie – zunächst versteckt und geheim, später sogar geduldet und gefördert von den nationalsozialistischen Machthabern. Die Häftlinge des Konzentrationslagers Theresienstadt, zu denen zahlreiche jüdische Musiker, Dirigenten, Sänger, Schauspieler, Dichter und Universitätsprofessoren gehörten, bildeten mindestens fünf Kabarett-Gruppen, die in Liedern, Gedichten und Chansons die Absurditäten und Schrecklichkeiten des Lagerlebens thematisierten. Da fast nichts aufgeschrieben wurde, ist nur ein Bruchteil der Kabarett-Texte und Lieder erhalten. Was überliefert ist, basiert auf Niederschriften, die durch das Vorsingen noch lebender Zeitzeugen angefertigt werden konnten. Diese bringen auf Einladung der Berliner Philharmoniker Maria Thomaschke, Andreas Jocksch (Gesang und Rezitation) und Winfried Radeke (Konzept, Klavier und Moderation) am Freitag, den 2. November um 18 Uhr und am Samstag, den 3. November um 17 Uhr im Hermann-Wolff-Saal zum Klingen. »...und die Musik spielt dazu!« – Kabarett in Theresienstadt heißt ihre musikalische Spurensuche. Karten zum Preis von 15 Euro sind an der Kasse der Philharmonie erhältlich.


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