Berliner Philharmoniker

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Kammermusik

András Schiff Klavier

Johann Sebastian Bach

Dreistimmige Sinfonien BWV 787 – 801

Béla Bartók

Suite Sz 62

Béla Bartók

Im Freien, fünf Klavierstücke Sz 81

Leoš Janáček

Klaviersonate 1.X.1905 »Von der Straße«

Robert Schumann

Klaviersonate Nr. 1 fis-Moll op. 11

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

So, 19. Feb. 2017 11 Uhr

Kammermusiksaal

Einführung: 10:00 Uhr

Programm

Von Galanterie bis zur Empfindsamkeit: Mit seinen Dreistimmigen Sinfonien für Tasteninstrument präsentierte Bach eine Fülle unterschiedlicher Affekte, wobei er darum bemüht war, die den unterschiedlichen Moll- und Durtonarten zugeordneten Ausdrucksbereiche plastisch hervortreten zu lassen – mit expressiven Seufzerfiguren bzw. durch spielerisch leichten Tonfall. András Schiff widmet sich neben Bachs Tastenmusik-Kompendium auch Béla Bartóks Suite op. 14 sowie dessen Sammlung Im Freien, einer der faszinierendsten programmatischen Werkreihen des 20. Jahrhunderts. In ihr werden mit der auf Chopin verweisenden Barcarolla oder den berühmt gewordenen Klängen der Nacht die unterschiedlichsten Naturbilder in Musik gefasst, während die abschließende Hetzjagd äußerst plastisch mit asymmetrischen Melodiefloskeln über einer unaufhaltsamen Ostinatofigur aufwartet.

Leoš Janáčeks Klaviersonate 1.X.1905 »Von der Straße« wiederum entstand »als eine Art Tagebuch« (so der Pianist und Janáček-Schüler Rudolf Firkušný) angesichts der Ausschreitungen zwischen Tschechen und Anhängern der Habsburg-Monarchie am 1. Oktober 1905, bei denen der 20-jährige Tischlergeselle František Pavlík durch einen Bajonettstich eines österreichischen Soldaten tödlich verwundet wurde: Düstere Vorzeichen liegen schon über dem ersten Satz Die Ahnung, während der folgende Trauermarsch die ganze Tragik des Geschehens nachzeichnet. Düster mutet auch der Kopfsatz von Schumanns Erster Klaviersonate an, deren Tonart fis-Moll schon Christian Friedrich Daniel Schubart »tiefe Schwermuth« bescheinigte. Nach einer melancholischen Aria und einem skurrilen Scherzo endet das Werk dann allerdings mit einem echten pianistischen Bravourstück.

András Schiff

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