Berliner Philharmoniker

Zum Spielplan 2016/2017

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Christopher Purves Bariton (Nekrotzar)

Peter Hoare Tenor (Piet vom Fass)

Anthony Roth Costanzo Countertenor (Fürst Go-Go)

Anna Prohaska Sopran (Amanda)

Ronnita Miller Mezzosopran (Amando)

Heidi Melton Sopran (Mescalina)

Frode Olsen Bass (Astradamors)

Audrey Luna Sopran (Venus und Gepopo)

Joshua Bloom Bass (Schwarzer Minister)

Peter Tantsits Tenor (Weißer Minister)

Rundfunkchor Berlin

Peter Sellars Regie

Gijs Leenaars Einstudierung

György Ligeti

Le Grand Macabre (revidierte Fassung von 1996)

Christopher Purves Bariton (Nekrotzar), Peter Hoare Tenor (Piet vom Fass), Anthony Roth Costanzo Countertenor (Fürst Go-Go), Anna Prohaska Sopran (Amanda), Ronnita Miller Mezzosopran (Amando), Heidi Melton Sopran (Mescalina), Frode Olsen Bass (Astradamors), Audrey Luna Sopran (Venus und Gepopo), Joshua Bloom Bass (Schwarzer Minister), Peter Tantsits Tenor (Weißer Minister), Rundfunkchor Berlin , Gijs Leenaars Einstudierung, Peter Sellars Regie

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

Fr, 17. Feb. 2017 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

Sa, 18. Feb. 2017 19 Uhr

Philharmonie

Einführung: 18:00 Uhr

So, 19. Feb. 2017 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

im Internet

Programm

György Ligeti hatte Humor. Dies zeigt nicht nur sein berühmtes Poème symphonique für 100 Metronome, sondern auch seine aberwitzige Oper Le Grand Macabre, die Sir Simon Rattle in dieser Spielzeit aufs Programm gesetzt hat: Das Werk, das auf dem Schauspiel La Balade du Grand Macabre des belgischen Dramatikers Michel de Ghelderode basiert, ist eine groteske Parabel auf den Krieg, angereichert mit Elementen aus absurdem Theater, mittelalterlichem Totentanz und wildem Jahrmarktsspektakel. »Den Tod«, so Ghelderode 1956 in einem Interview, »habe ich im Grand Macabre auf den Kopf gestellt. Ich habe aus ihm eine komische Type gemacht. Das war meine Rache, und das war auch die Rache, die das Leben an ihm nahm.«

Ligeti, der die Gräuel des Krieges selbst erleben musste und mehrmals nur knapp dem Tod entging (»Ich habe durch Zufälle überlebt.«), sagte in Hinblick auf die treibenden Kräfte seiner Oper: »Es ist die Angst vor dem Tod, die Apotheose der Angst und das überwinden der Angst durch die Komik, durch Humor, durch Groteske.« Das Stück spielt im fiktiven Breughelland, einer totalitär regierten und völlig heruntergewirtschafteten Bananenrepublik, in der so illustre Figuren wie der Torten-liebende Fürst Go-Go, Mescalina, die Riesenspinnen haltende Ehefrau des Hofastrologen Astradamors, Gepopo, der Chef der »Geheimen Politischen Polizei« und Nekrotzar, der »Große Makabre« und eine mehr als zwielichtige Figur, ihr Unwesen treiben. Nachdem Nekrotzar den Weltuntergang durch einen mit der Erde kollidierenden Kometen verkündet hat, geraten alle in Panik: Während das Volk um Gnade fleht, betrinken sich Go-Go, Nekrotzar und der restliche Hofstab bis zur Besinnungslosigkeit, sodass sie in ihrem Rausch das Ende der Welt verpassen. Am nächsten Morgen sind alle quicklebendig (wenn auch stark verkatert) – alle, bis auf den »Großen Makabren«, der von sich behauptet hatte, der leibhaftige Tod zu sein.

»Falls er der Tod war«, so Ligeti, »ist jetzt der Tod tot, also das ewige Leben angebrochen und die Erde gleichsam das Himmelreich: Das Jüngste Gericht hat stattgefunden. Wenn er aber nur ein anmaßender Scharlatan, ein dunkler, falscher Messias war und seine Sendung nichts als leere Phrase, so geht das Leben weiter wie gewöhnlich: Eines Tages stirbt jeder, doch nicht heute, nicht sofort.« Wie schon in der vergangenen Saison bei Pelléas et Mélisande, wird Peter Sellars mit seiner Inszenierung von Le Grand Macabre die Philharmonie in ein Theater verwandeln. Und man kann sicher sein, dass ihm gerade zu diesem Stoff überraschendes einfallen wird. Solisten werden u. a. der britische Bassbariton Christopher Purves als Nekrotzar und der Countertenor Anthony Roth Costanzo als Fürst Go-Go sein, dem die New York Post ein »skurriles komödiantisches Timing« bescheinigte.

Ligetis »Le Grand Macabre« mit Simon Rattle und Peter Sellars

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