Berliner Philharmoniker

Zum Spielplan 2016/2017

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker

Riccardo Chailly Dirigent

María José Siri Sopran

Daniela Barcellona Mezzosopran

Roberto Aronica Tenor

Riccardo Zanellato Bass

Rundfunkchor Berlin

Gijs Leenaars Einstudierung

Giuseppe Verdi

Messa da Requiem

María José Siri Sopran, Daniela Barcellona Mezzosopran, Roberto Aronica Tenor, Riccardo Zanellato Bass, Rundfunkchor Berlin , Gijs Leenaars Einstudierung

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

Do, 12. Jan. 2017 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

Sa, 14. Jan. 2017 19 Uhr

Philharmonie

Einführung: 18:00 Uhr

So, 15. Jan. 2017 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

im Internet

Programm

Mit 20 wurde Riccardo Chailly von seinem Mentor Claudio Abbado als Assistent an die Mailänder Scala geholt; nicht einmal 27 Jahre alt war er, als im Januar 1980 auf Einladung Herbert von Karajans sein Einstand bei den Berliner Philharmonikern erfolgte – mit Schönbergs Erster Kammersymphonie und der Vierten Symphonie von Tschaikowsky: »Ich weiß noch genau«, so der designierte Leiter des Lucerne Festival Orchestra und zukünftige Musikdirektor der Mailänder Scala, »wie mich der Klang dieses Orchesters damals einfach umgeworfen hat, diese Wucht und Wärme – es war unglaublich.« Seitdem war Riccardo Chailly, der auch schon während seiner Zeit als Chefdirigent des Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und des Leipziger Gewandhausorchesters weltweit bei den führenden Orchestern gastierte, regelmäßig am Pult der Berliner Philharmoniker zu erleben.

Nun widmet er sich gemeinsam mit einem international renommierten Sängerensemble Giuseppe Verdis Messa da Requiem – einem ebenso monumentalen wie emotionalen Werk, das seinen Anfang als Pasticcio im Gedenken an den Tod Gioacchino Rossinis nahm: Die angesehensten italienischen Komponisten, so die Idee, sollten ohne Honorar gemeinsam eine Totenmesse komponieren. Das Projekt, an dem Verdi mit dem Libera me beteiligt war, scheiterte. Als dann am 22. Mai 1873 der Schriftsteller Alessandro Manzoni verstarb, beschloss er, den bedeutendsten Vertreter der literarischen italienischen Romantik mit einer Vertonung des gesamten Messtextes zu ehren, unter Verwendung des bereits komponierten Satzes. Dass in diesem Requiem dem Dies iraedie größte Bedeutung zukommt, mag bei einem Opernkomponisten wie Verdi kaum überraschen: Keine andere Textzeile wird so oft, mit solchem Nachdruck und in so vielen musikalischen Schattierungen ins Gedächtnis gebracht wie diese apokalyptische Vision, deren Szenerie vom Beben der Erde, vom Zittern aller Sterblichen und vom posaunenbewehrten letzten Richter nahezu expressionistische Züge annimmt. Spätestens im Lacrimosa sind dann tatsächlich die Bereiche des Musiktheaters erreicht, denn das Stück basiert auf einem verworfenen Duett aus Don Carlo (zuvor klingt zudem die Gewitterszene aus Rigoletto an). Wie in seinen Bühnenwerken fand Verdi auch im Requiem zu einer fesselnden, gestenreichen Tonsprache, die allerdings keine Transzendenz anstrebt. Der italienische Musikkritiker und -publizist Massimo Mila bezeichnete das Stück daher auch als »Requiem ante mortem«, dessen Musik keine Aussöhnung mit dem Tod suche oder Trost spenden wolle, sondern zu einem bewussteren Leben im Diesseits aufrufe.

Riccardo Chailly dirigiert Verdis Requiem

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