Berliner Philharmoniker

Zum Spielplan 2016/2017

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Kammermusik

Peter Matić Sprecher

Cornelia Gartemann Violine

Olaf Maninger Violoncello

Alexander Bader Klarinette

Cordelia Höfer Klavier

Götz Teutsch Programmgestaltung

Berta Zuckerkandl – Bilder aus dem Wien der Jahrhundertwende

Musik von Gustav Mahler, Johann Strauß, Arnold Schönberg, Alban Berg, Alexander Zemlinsky, Anton Webern u. a.

Texte von Berta Zuckerkandl, Johann Strauß, Gustav Klimt, Arthur Schnitzler, Alma Mahler-Schindler, Gustav Mahler, Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Lucian O. Meysels u. a.

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

So, 09. Okt. 2016 16 Uhr

Kammermusiksaal

Einführung: 15:00 Uhr

So, 16. Okt. 2016 16 Uhr

Kammermusiksaal

Einführung: 15:00 Uhr

Programm

Obwohl Gustav Mahler als Komponist des Wiener Fin de Siècle gilt, hatte er mit dem pulsierenden Gesellschaftsleben der Stadt wenig zu tun. Nur nach langem Zögern und unter Vorbehalt gab er seine Zusage, als ihn im November 1901 Berta Zuckerkandl, die einen der exklusivsten Wiener Salons unterhielt, zum Diner lud: Mahler gab vor, dass er keine weiteren Gäste treffen wolle, im Übrigen esse er nur Grahambrot und Meraner Äpfel. Die Salonnière setzte sich über die Anweisungen des berühmten Hofoperndirektors nonchalant hinweg und lud die Maler Gustav Klimt, Carl Moll sowie ein paar weitere Besucher ein – von der vorgegebenen Speisenfolge dürfte sie ebenfalls abgewichen sein. Dafür, dass der Abend dennoch ein Erfolg wurde, sorgte Carl Moll, der in Begleitung seiner Stieftochter Alma Schindler kam, die schon im Dezember 1898 ihrem Tagebuch anvertraut hatte, »effectiv« in Mahler verliebt zu sein.

Man diskutierte angeregt über Zemlinskys Ballett Der Triumph der Zeit nach Hofmannsthal, das Mahler als unaufführbar ablehnte: »Ich muss sagen«, so Alma Schindler, »er hat mir ungemein gefallen.« »Gleich nach dem Abend bei mir«, notierte Berta Zuckerkandl, »hatte [Mahler] Frau Moll, Almas Mutter, besucht, […] taute auf, vergaß seine asketische Weltanschauung, wurde jung und töricht verliebt.« Nicht nur mit dieser Geschichte wird Götz Teutsch in seinem Philharmonischen Salon dem gesellschaftlichen Leben im Wien der Jahrhundertwende nachspüren, mit Musik von Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Johann Strauß, Alexander Zemlinsky und anderen. Es spielen Mitglieder der Berliner Philharmoniker, die Textbeiträge gestaltet der österreichische Schauspieler Peter Matić.

Goetz Teutsch

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