Berliner Philharmoniker

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

Sa, 03. Okt. 2015 19 Uhr

Philharmonie

Einführung: 18:00 Uhr

Programm

Es scheint, als habe Ludwig van Beethoven mit seiner hellen und lebensfrohen Vierten direkt an die Tradition der »Pariser« und »Londoner Symphonien« Joseph Haydns anknüpfen wollen – wobei die deutliche Antithese von b-Moll-Introduktion und B-Dur-Allegro im Kopfsatz eher an den Kontrast zwischen der »Vorstellung des Chaos« und dem Chorausruf »Es ward Licht« in der Schöpfung erinnert. Mit dem Adagio folgt dann ein wahres Kleinod beethovenscher Lyrik – nicht umsonst beschrieb Sir George Grove, der Begründer und erste Herausgeber des bedeutendsten englischsprachigen Musiklexikons, die Musik sei »das hohe Lied seiner [Beethovens] Liebe«.

Der Musikforscher hielt noch die Gräfin Therese von Brunsvik für die damalige Muse des Komponisten; in Wirklichkeit befand sich Beethoven seinerzeit in einer zwar erwiderten, aber platonischen Liebesbeziehung mit Thereses Schwester, der Gräfin Josephine Deym. Nach dem bewegten Menuett mit feierlichem Trio endet das Werk mit einem Finale, dessen ausgeprägter Humor erneut an Haydn denken lässt – etwa wenn die schwerfälligen Violoncelli und Kontrabässe in der Coda das beschwingte Hauptthema zu übernehmen versuchen. Für einen gelösten Abschluss sorgt eine überschäumende Schlusskadenz, die manchen Kommentator nicht zu Unrecht an lautstarkes Gelächter erinnerte.

Neben der Vierten Symphonie haben Sir Simon und die Philharmoniker drei Tage bevor man sich dann gemeinsam an zwei Mal fünf Abenden dem gesamten Zyklus der Beethoven-Symphonien widmet, die Siebte des Komponisten aufs Programm gesetzt, ein Werk, das ein anonymer Rezensent in der Allgemeinen musikalischen Zeitung vom 23. März 1814 als die »Krone neuerer Instrumentalmusik« feierte. Die Musik gewinnt nicht nur im Kopfsatz einen schier überwältigenden tänzerischen Schwung, weshalb sie Richard Wagner treffend als »Apotheose des Tanzes« charakterisierte. An zweiter Stelle steht ein Allegretto, dessen komprimiertes Sarabande-Thema eine enge Verwandtschaft zum barocken Ostinato-Modell der »Folia d’espagna« aufweist. Nach einem energetischen Scherzo endet Beethovens Siebte schließlich mit einem ausgelassenen Allegro con brio, in dem erneut »die rein rhythmische Bewegung […] ihre Orgien« feiert. (Wagner)

Sir Simon Rattle

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