Berliner Philharmoniker

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Musik bewegt Bilder

Arvo Pärt I Robert Wilson

Film: Arvo Pärt zum 80. Geburtstag

Arvo Pärt, der mit seiner suggestiven und gleichzeitig meditativen Tintinnabuli-Musik zu einem der meistaufgeführten Komponisten unserer Zeit avancierte, meidet in der Regel die Öffentlichkeit. Um so schöner, dass er sich in Hinblick auf seinen 80. Geburtstag im September 2015 ein Jahr lang von dem Regisseur Günter Atteln filmisch begleiten ließ. Das Ergebnis: der Dokumentarfilm »Das verlorene Paradies«, der den scheuen Komponisten an verschiedenen Wirkungsstätten porträtiert.

Das verlorene Paradies

Film von Günter Atteln (Deutschland 2015)

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

Mi, 23. Sep. 2015 18 Uhr

Hermann-Wolff-Saal

Programm

Arvo Pärt, 1935 in Paide (Estland) geboren, ist einer der meistaufgerührten zeitgenössischen Komponisten, der in der Regel die Öffentlichkeit aber meidet. Nach dem Studium der Komposition in Tallinn war er von 1958 bis 1967 als Tonmeister beim estnischen Rundfunk tätig. 1980 emigrierte er nach Wien, ein Jahr später ging er nach Berlin. Pärt hat im Laufe der Jahre eine ungewöhnliche Entwicklung gemacht: Er begann mit Klavierstücken im neoklassizistischen Stil. Dann arbeitete er mit den wichtigsten avantgardistischen Kompositionsverfahren. Zwischenzeitlich zog er sich vom Komponieren zurück und befasste sich mit alter Musik – dem Gregorianischen Choral und der klassischen Vokalpolyfonie.

Auf eine »Krisenzeit« (1968 bis 1976), in der er nur die Symphonie Nr. 3 schrieb, folgte von 1976 an das Komponieren im sogenannten Tintinnabuli-Stil (lat.: Glöckchen), bei dem das klangliche Material aufs Äußerste reduziert und Altes und Neues miteinander verbunden werden. Für den Dokumentarfilm Das verlorene Paradies von Günter Atteln ließ sich der scheue Komponist über ein Jahr lang filmisch begleiten: in sein Heimatland Estland, in das er 2010 zurückkehrte, nach Italien, Deutschland und Japan.

In Verbindung mit Günter Attelns Porträt des Komponisten zeigen wir am 25. September um 20 Uhr als Vorpremiere auf eine ARTE-Sendung die Aufzeichnung der im Mai 2015 in Tallinn uraufgeführten Adam’s Passion. Dieses Musik-Theater-Stück von Arvo Pärt und Robert Wilson verbindet drei Hauptwerke des Komponisten: Adam’s Lament, Tabula rasa, Miserere sowie eine neu geschaffene Einleitung Sequentia.

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Adam’s Passion

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Arvo Pärt
Video Preview

Film-Trailer

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