Berliner Philharmoniker

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker

Matthias Pintscher Dirigent

Renaud Capuçon Violine

Gabriel Fauré

Pelléas et Mélisande, Suite op. 80

Matthias Pintscher

Mar’eh für Violine und Orchester

Renaud Capuçon Violine

Arnold Schönberg

Kammersymphonie Nr. 2 es-Moll op. 38

Claude Debussy

La Mer

Eine Veranstaltung der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

Sa, 12. Sep. 2015 19 Uhr

Philharmonie

Einführung: 18:00 Uhr

So, 13. Sep. 2015 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

im Internet

Programm

»Ich glaubte, Wege gefunden zu haben, Themen und Melodien zu bilden und auszuführen, die verständlich, charakteristisch, originell und expressiv waren trotz der erweiterten Harmonik, die wir von Wagner geerbt hatten«, erinnerte sich Arnold Schönberg 1937 an die Entstehung seiner Ersten Kammersymphonie aus dem Jahre 1906, bekannte aber: »Es war ein ebenso schöner Traum wie enttäuschender Fehler.« Den seinerzeit gefassten Entschluss, eine zweite Kammersymphonie in Angriff zu nehmen und es diesmal besser zu machen, gab der Komponist zugunsten anderer Werke aber schon bald auf. 30 Jahre ruhte das Projekt in der Schublade, dann nahm Schönberg auf Anregung des Dirigenten Fritz Stiedry, der dem Komponisten auf der Flucht vor den Nationalsozialisten 1937 ins nordamerikanische Exil gefolgt war, die Arbeit an der Zweiten Kammersymphonie wieder auf. Keine leichte Aufgabe, wie sich herausstellte: »Die meiste Zeit verbringe ich damit herauszufinden: ›was hat der Autor hier gemeint?‹«, schrieb Schönberg während des Studiums seiner eigenen Kompositionsskizzen im Herbst 1939 an Stiedry: »Mein Stil hat sich inzwischen ja sehr vertieft ...«

Was Matthias Pintscher mit seinem Violinkonzert Mar’eh »meinte«, wird er sicher noch genau wissen, wenn er am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker Aufführungen des 2011 geschriebenen Werks leitet, das in diesen Konzerten von dem französischen Geigenstar Renaud Capuçon interpretiert wird. Einen Hinweis hat der Komponist bereits gegeben: »Mar’eh heißt Antlitz, Zeichen. Das hebräische Wort kann auch die Aura eines Gesichtes meinen, eine schöne Erscheinung, etwas Wunderbares, das plötzlich vor Dir aufscheint.« Die schöne Erscheinung einer jungen Frau führt in Maurice Maeterlincks 1893 in Paris aus der Taufe gehobenem Schauspiel Pelléas et Mélisande zu einem Beziehungsdrama mit tödlichem Ausgang. Vier Jahre nachdem Gabriel Fauré 1898 eine die leisen (Unter-)Töne von Maeterlincks Sprache kongenial einfangende Bühnenmusik zu Pelléas et Mélisande komponiert hatte, wagte sich ein Komponist daran, das Drama zu vertonen: Claude Debussy, der in diesem Konzertprogramm mit La Mer, einer orchestralen Hymne an den Atlantik, vertreten ist.

Renaud Capuçon

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