Berliner Philharmoniker

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Musikfest Berlin

Le Musiche Quartett

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker

Emmanuel Pahud Flöte

IPPNW-Benefizkonzert zugunsten der Gründung eines Kinderorchesters in der Präfektur Fukushima

Elliott Carter

Scrivo in Vento für Flöte solo

Emmanuel Pahud Flöte

Edgard Varèse

Density 21.5

Arnold Schönberg

Streichtrio op. 45

Kai Vogler Violine, Ulrich Eichenauer Viola, Danjulo Ishizaka Violoncello

Antonín Dvořák

Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 »Amerikanisches Streichquartett«

Burt Bacharach

South American Getaway

Astor Piazzolla

Libertango, Adios Nonino, Fuga y Misterio

Begrüßung durch Chihoko Nakata - Eine gemeinsame Veranstaltung von IPPNW-Concerts, Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und der Stiftung Berliner Philharmoniker

Termine

So, 16. Sep. 2012 20 Uhr

20:00 | Kammermusiksaal

Programm

Solisten der Berliner Philharmoniker und Gäste spielen Kammermusik, die in der Neuen Welt entstanden ist, und helfen Japan. Denn auch über ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben von Fukushima kämpfen die Menschen mit den Folgen. Der Erlös dieses Konzertes kommt der Gründung eines Kinderorchesters in der Präfektur Fukushima zugute. Auf dem Programm steht Musik von Dvořák bis Carter, von Schönberg bis Piazzolla und von Cage bis Bacharach.

Scrivo in Vento lautet der poetische Titel eines Stücks für Flöte solo von Elliott Carter, das er 1991 für das Festival d’Avignon geschrieben hat. Die Uraufführung fiel auf den 687. Geburtstag von Petrarca. Carter hat seinen Werktitel einem Vers des Dichters entnommen: »Ich durchpflüge die Wellen und fand mein Haus auf Sand und schreibe auf dem Wind.« Edgard Varèse komponierte 1936 sein Flötenstück Density 21,5 für den wie er aus Frankreich stammenden Flötisten Georges Barrère. Der Titel der Komposition nimmt auf die Flöte aus Platin, die Barrère spielte, Bezug: 21,5 beträgt die Dichte von Platin.

August 1946, kurz vor seinem 72. Lebensjahr erlitt Arnold Schönberg im Exil in Kalifornien einen Herzinfarkt. Durch eine Herzinjektion konnte er gerettet werden. Im Streichtrio op. 45 hat er diese Grenzerfahrung musikalisch verarbeitet, eine Lebensrückschau im Zeitraffer, bei der auch ein Walzer als originäres Idiom von Schönbergs Heimatstadt Wien nicht fehlt. Von 1892 bis 1895 lebte Antonín Dvořák in Manhattan. Er war zum Direktor des New Yorker Konservatoriums berufen worden. In dieser Zeit ist sein Streichquartett op. 96 entstanden: »Die Amerikaner erwarten große Dinge von mir, vor allem soll ich ihnen den Weg ins gelobte Land und in das Reich der selbständigen Kunst weisen, kurz, eine nationale Musik schaffen«, berichtet er in einem Brief.

Ist von »Easy Listening« die Rede, fällt der Name des Amerikaners Burt Bacharach. Sein für Hollywood geschriebenes Stück South American Getaway spielen die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker in einer fulminanten Bearbeitung. Die erste Liebe des Argentiniers Astor Piazzolla galt nicht dem Tango, sondern dem Jazz: Er wuchs in New York auf und wurde erst später in Buenos Aires Tangomusiker. Als er in Paris bei Nadia Boulanger studiert, vermisst sie Piazzollas eigene Handschrift. Sie bittet ihn schließlich, einen Tango vorzuspielen. Ihre Reaktion: »Merkst Du nicht, dass dies der echte Piazzolla ist, nicht jener andere? (…) Dein Tango ist die neue Musik, und sie ist ehrlich.«

2012-09-16 Emmanuel Pahud (c) Peter Adamik.jpg

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