Zum Spielplan 2012/2013

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Musikfest Berlin

Junge Deutsche Philharmonie

Ensemble Modern

Peter Rundel Dirigent

Hermann Kretzschmar

Norbert Ommer Klangregie

John Cage

Cheap Imitation for orchestra without conductor, based on Socrate by Erik Satie

John Cage

Apartment House 1776 for 4 voices (ad. lib. on magnetic tape), any number of musicians using any suitable instruments; Protestant, Sephardic, and American Indian songs, and negro calls and hollers (live or recorded); may be performed with Renga to be substituted by a ›musicircus‹ (live or recorded) appropriate to another occasion than the Bicentennial of the USA

John Cage

Renga for 78 musicians, to be played alone or (as an occasional piece) with Apartment House 1776, based on 362 marginal drawings by Henry David Thoreau

John Cage

Atlas Eclipticalis for 1 – 86 musicians, based on Atlas Eclipticalis 1950.0’ (an atlas of the stars published in 1950 by Czech astronomer Antonín Bečvář)

John Cage

Number Pieces (Auswahl)

Termine

Mi, 12. Sep. 2012 19 Uhr

19:00 | Kammermusiksaal

Einführung: 17:30

Programm

1976, anlässlich der 200-Jahrfeier der USA hat John Cage Apartment House 1776 kreiert, als Auftragswerk des Boston Symphony Orchestra und seines damaligen Chefdirigenten Seiji Ozawa sowie für das Los Angeles Philharmonic, das New York Philharmonic und das Philadelphia Orchestra. John Cage versammelt in Apartment House 1776 Musik aus der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und Lieder der verschiedenen Ethnien der USA, protestantische, sephardische, indianische und afroamerikanische Gesänge. »Der Titel bezieht sich auf die Tatsache, dass viele Dinge eher gleichzeitig als nacheinander stattfinden«, hat Cage erklärt. Für jede Aufführung wird von den Ausführenden jeweils eine eigene, einzigartige Version zusammengestellt.

Bei der Uraufführung in Boston, von wo aus einst mit der Tea Party der amerikanische Widerstand gegen die britische Kolonialmacht ausgegangen war, wurde Apartment House 1776 zusammen mit Cages Werk Renga dargeboten. »Renga« ist die Bezeichnung für ein japanisches Kettengedicht mit einer festgelegten Silbenzahl. Für sein gleichnamiges Musikstück hat Cage 360 Zeichnungen des amerikanischen Transzendentalisten Henry David Thoreau nach bestimmten Regeln aus der japanischen Dichtkunst in einem Raum angeordnet und dann mit Hilfe von Zufallsoperationen des I Ging Ausschnitte dieser Zeichnungen in Stimmen für 87 Instrumente übertragen.

Wie Charles Ives, der Theoreau in seiner Klaviersonate »Concord, Mass., 1840-60« ein Denkmal setzte, war auch John Cage noch immer von den fortschrittlichen Reformideen der amerikanischen Transzendentalisten aus dem 19. Jahrhundert fasziniert. Mehrfach zog Cage auch Sternkarten des tschechischen Astronomen Antonín Be?vá? für seine Kompositionen heran. Die Konstellationen in Sternkarten aus Be?vá?s Atlas eclipticalis hat Cage auf die musikalischen Notensysteme übertragen. Die unterschiedliche Helligkeit der Sterne bestimmt die Lautstärke der einzelnen Töne.

Das Ensemble Modern, seit über 30 Jahren eine feste Größe für Neue Musik, gibt seit einigen Jahren seine Erfahrungen an junge Musiker wieder. Gemeinsam mit der Jungen Deutschen Philharmonie unter Leitung von Neue-Musik-Spezialist Peter Rundel haben die Musiker ihr Cage-Programm speziell für das Musikfest Berlin 2012 erarbeitet.

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