Berliner Philharmoniker

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Musikfest Berlin

BBC Symphony Orchestra

John Adams Dirigent

Robert Orth Bariton (Richard Nixon, Präsident der USA)

Jessica Rivera Sopran (Pat Nixon, seine Frau)

Gerald Finley Bariton (Zhou Enlai, chinesischer Premierminister)

Alan Oke Tenor (Mao Zedong, Parteivorsitzender)

James Rutherford Bass (Henry Kissinger, Berater Nixons)

Kathleen Kim Sopran (Chiang Ch’ing, Maos Frau)

Stephanie Marshall Mezzosopran (Nancy T ’sang, erste Sekretärin Maos)

Louise Poole Mezzosopran (Zweite Sekretärin Maos)

Susan Platts Alt (Dritte Sekretärin Maos)

BBC Singers

Mark Grey

Murray Hipkin

Paul Curran

John Adams

Nixon in China, Oper in drei Akten konzertante Aufführung Berliner Erstaufführung (in englischer Sprache)

Mit freundlicher Unterstützung durch The Aaron Copland Fund for Music, Inc.

Termine

Mo, 10. Sep. 2012 19 Uhr

Philharmonie

Programm

Mit Nixon in China hat der Amerikaner John Adams eine der erfolgreichsten Opern des 20. Jahrhunderts geschaffen. Der Uraufführung 1987 in Houston/Texas folgten zahlreiche internationale Produktionen, die Einspielung der Oper gewann einen Grammy. Nixon in China ist moderne Zeitoper, gleichzeitig jedoch auch historisches Drama, Reportage und Dokumentation. Sie handelt vom Staatsbesuch des US-Präsidenten Richard Nixon 1972 in der Volksrepublik China. Diese Reise wurde im Klima des Kalten Krieges als Schritt zur Entspannung gewertet.

Nixon war der erste US-Präsident überhaupt, der China besuchte. Sein Zusammentreffen mit Mao Tse-tung galt als historisches Ereignis, das von beiden Seiten zur politischen Selbstinszenierung medial eingesetzt wurde und via Satellit live im US-Fernsehen zur besten Sendezeit gesehen werden konnte. Tatsächlich redeten die beiden Vertreter der verschiedenen Systeme jedoch weitgehend aneinander vorbei. Doch Mao konnte seine Position gegenüber der Sowjetunion stärken und Nixon vom Vietnam-Krieg ablenken.

Seine Oper, die in enger Zusammenarbeit mit der Librettistin Alice Goodman und dem Regisseur Peter Sellars entstand, versteht John Adams »teils als Epos, teils als Satire, teils als Parodie staatsmännischer Posen und teils als ernsthafte Untersuchung historischer sowie philosophischer Themen und sogar Gender-Fragen.« Das Stück durchkreuzt den Heroenkult der mit dem historischen Ereignis verbunden war, indem persönliche Ängste, Unsicherheiten und Banalitäten der Figuren durchscheinen. Mit Nixon in China gelang es John Adams, die Techniken der Minimal-Music äußerst bühnenwirksam einzusetzen. Maos Frau singt virtuose Koloraturen, spätromantische Töne klingen an, es gibt große Operngesten, Operettenseligkeit, Tonmalerei, Elemente des Pop und des Swing, Standardtänze und Agitprop als Theater im Theater.

Das Musikfest Berlin 2012 präsentiert Nixon in China konzertant als längst überfällige Berliner Erstaufführung. Am Dirigentenpult steht John Adams persönlich, der die Einstudierung kurz vorher bei den Londoner Proms zur Premiere bringen wird. Er leitet das BBC Symphony Orchestra, die BBC Singers und ein handverlesenes Solistenensemble.

 

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