Berliner Philharmoniker

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Familienkonzert – Herbstklänge

Familienkonzert – »Herbstklänge«

»Herbst« und »Winter« aus Antonio Vivaldis »Die vier Jahreszeiten«

Aleksandar Ivić Violine und Moderation

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Herbst und Winter aus Antonio VivaldisDie vier Jahreszeiten

Termine

Sa, 29. Okt. 2011 14:30 Uhr

Kammermusiksaal

Sa, 29. Okt. 2011 16 Uhr

Kammermusiksaal

Live-Übertragung

Über die Musik

Venedig im Herbst und im Winter

Aus dem Leben von Antonio Vivaldi

Venedig. Eine Stadt im Wasser, auf Holzpfählen erbaut. Mit unendlich vielen kleinen Gassen, in denen man sich vortrefflich verlaufen kann. Wunderschön. Hier kam am 4. März 1678 – es heißt während eines Erdbebens – Antonio Lucio Vivaldi als erstes von insgesamt neun Kindern zur Welt. Der kleine Antonio musste notgetauft werden. Ob man die Taufe so eilig vollzog, weil die Eltern sich vor den Folgen des Erdbebens fürchteten oder sie um die Gesundheit des zarten Winzlings bangten, ist nicht ganz gewiss.

Was wir aber wissen: Sein Vater war ein gefragter Geiger, der trotz seiner anerkannten Begabung mehrere Anstellungen gleichzeitig annehmen musste, um seine fußballmannschaftstarke Familie ernähren zu können. Vielleicht war das der Grund, warum er sich für seinen ältesten Sohn die gesicherte Priesterlaufbahn wünschte und der 15-Jährige die Tonsur (so nennt man das Entfernen der Kopfhaare aus religiösen Gründen) und am Tag darauf die erste niedere Weihe erhielt. Aber man darf sich den Priester Antonio nicht ganz und gar unfrei hinter Klostermauern vorstellen. Im Gegenteil: Das kirchliche Amt war, zumindest zu jener Zeit, die beste Voraussetzung für eine Musikerkarriere. Und so wird berichtet, dass Vivaldi seine Gebetskette sehr oft zur Seite legte und stattdessen die Feder zur Hand nahm, um seine Kompositionen aufzuschreiben. Aus dieser Zeit stammt auch sein Spitzname »Il prete rosso«, der rote Priester. Denn seine leuchtend roten Haare, die er von seinem Vater geerbt hatte, waren wirklich sehr auffallend und schön.

Mit 25 Jahren wurde Vivaldi zum »Maestro di Violino« am Ospedale della Pietà ernannt, und damit endete eigentlich seine Laufbahn als Priester. Aber was war das Ospedale della Pietà? Es war ein christliches Waisenhaus, wo man sich um Findelkinder und Waisen, meist Mädchen, kümmerte. Nicht wenige von ihnen wurden von ihren oft wohlhabenden Eltern dort abgegeben, damit sie Nonnen wurden und man für sie später keine hohe Mitgift bei der Hochzeit bezahlen musste. Was für grausige Zustände! Zeitweise gab es in den insgesamt vier Ospedali in Venedig 6.000 Kinder! Zum Glück wurden wenigstens Musiker geholt, um die Kinder zu unterrichten. Einer dieser Lehrer war eben Antonio Vivaldi. Sowohl die Chöre, als auch das Orchester der Ospedale della Pietà waren nicht nur in Venedig, sondern in ganz Europa bekannt und überaus geschätzt. Es hieß, dass die Mädchen wie »Engel sangen«, und nicht selten hielten junge Männer aus den besten Familien um die Hand der Musikerinnen an, wegen »ihres verführerischen Singens und Musizierens«. Vivaldi trat mit seinen Schülerinnen nicht nur gemeinsam auf, sondern komponierte einen Großteil seiner schätzungsweise rund 500 Concerti eigens für die Pietà. Heutzutage sind um die 770 Kompositionen von ihm bekannt, darunter Opern, Solokonzerte für Geige, Flöte und Oboe, ferner Sinfonien und Kammermusik, um nur einiges zu nennen. Ein Werk, das bis heute in aller Ohren klingt, sind seine Vier Jahreszeiten.

Vivaldi wurde zu seiner Zeit als Komponist und Geiger gefeiert und um 1720 befand er sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms. Bis, nun ja, bis es eben noch virtuosere Geiger gab und sich andere Komponisten an den Opernhäusern durchsetzten. Da packte Vivaldi im Jahr 1740 seine sieben Sachen, um in Wien sein Glück zu versuchen. Dort ankommen, ließ der ersehnte Erfolg jedoch auf sich warten. Und viel Zeit, um ihn zu erzielen, blieb Antonio Vivaldi leider nicht mehr. Am 28. Juli 1741 ereilte ihn der Tod. Noch am selben Tag wurde er mit einem Armenbegräbnis auf dem Spitaller Gottesacker beigesetzt.

Die vier Jahreszeiten op. 8

Die vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi gehören zu den bekanntesten und ohrwurmkribbelkrabbeligsten Werken aller Zeiten. Diese Concerti, vier an der Zahl, beschreiben unsere Jahreszeiten, also Frühling, Sommer, Herbst und Winter; jeder Jahreszeit ist eins der Concerti gewidmet. Geschrieben wurden sie für Solo-Violine, Streicher und Basso continuo. Basso continuo ist der sogenannte Generalbass, eine Art harmonisches Gerüst in der Barockmusik; er gibt der Musik ihren Halt.

Über die Entstehungszeit der Vier Jahreszeiten op. 8 (im italienischen Original heißen sie Le quattro stagioni) ist leider fast nichts bekannt, außer dass die vier Concerti etwa um 1725 im Druck erschienen. Interessanterweise nannte Vivaldi diese Komposition ein »Wagnis mit Harmonie und Einfall«. Aber wenn man die Konzerte heute hört, dann empfindet man sie weniger als Wagnis, sondern eher als äußerst kraftvolle, sehr rhythmische, ausdrucksstarke und fast moderne Musik. Nicht umsonst gibt es unzählige Aufnahmen der Vier Jahreszeiten, darunter sogar Jazz- oder Pop-Bearbeitungen. Auffallend aber ist – und das war für die damalige Zeit durchaus ein Wagnis –, dass Vivaldi den Concerti ein Programm, nämlich die vier Jahreszeiten, zugrunde legte. Dieses fand seinen literarischen Ausdruck in den vier beigelegten Sonetten. (Ein Sonett ist ein kunstvolles Gedicht, das immer gleich aufgebaut ist: 2 x 4 Zeilen und 2 x 3 Zeilen.) Vivaldi hat diese Sonette vermutlich selbst verfasst und die Bilder, die beim Lesen entstehen, mittels der Musik ausgedrückt. Dabei hielt er sich zwar an die kompositorischen Regeln der damaligen Zeit – des sogenannten Barock –, aber manchmal brach er auch ein klitzekleinwenig mit ihnen, um seine Fantasie besser zum Klingen bringen zu können.

Gewidmet hat Vivaldi seine Vier Jahreszeiten dem böhmischen Grafen Wenzel von Morzin mit den folgenden Worten: »Erlauchtester Herr, als ich überlegte, wie viele Jahre ich mich der hervorragenden Ehre erfreue, Ihrer Hoheit als ›Maestro di Musica‹ in Italien zu dienen, bin ich errötet bei dem Gedanken, dass ich Ihr bisher noch keinen Beweis meiner tiefen Verehrung Ihnen gegenüber gegeben habe. Ich habe mich daher entschlossen, diesen Band in Druck zu geben, um ihn Ihrer Hoheit demütigst zu Füßen zu legen. Ich bitte, sich nicht zu wundern, wenn Eure Hoheit unter diesen wenigen und bescheidenen Konzerten Die Vier Jahreszeiten finden wird, die seit so langer Zeit die Nachsicht der edlen Güte Ihrer Hoheit gefunden haben. Möge Sie aber glauben, dass ich diese deswegen des Druckes würdig befunden habe, weil sie nicht nur um die Sonette mit einer ganz deutlichen Erklärung erweitert wurden, sondern auch um alle jene Dinge, welche darin ausgedrückt sind. So bin ich sicher, dass sie, obgleich es dieselben Konzerte sind, Ihrer Hoheit wie neu erscheinen werden.[…] Eurer erlauchten Gnaden
Untertäniger, Ergebener,
Ehrerbietiger Diener,
Antonio Vivaldi«

Was für unsere Ohren vielleicht etwas seltsam anmutet, war im 18. Jahrhundert ganz normal. Denn so schrieb und sprach man damals mit seinen Gönnern und Vorgesetzten. Gut, dass man heute eine nicht mehr ganz so lange schneckenglitschige Spur hinterlassen muss.

Der Herbst

Der Herbst beginnt mit einem Allegro in der Tonart F-Dur, das von den freudigen Dorfleuten erzählt, die eine reiche Ernte eingefahren haben. Das vom Orchester vorgestellte Motiv lädt zum ausgelassenen Tanzen ein. Vom vergorenen Traubensaft werden die Gäste beschwingt und übermütig, was man in der ausgelassenen Schnelligkeit der Solo-Geige hören kann. Nach und nach aber werden die Feiernden müde und (die Musik erzählt davon) schlafen schließlich ein. Der zweite Satz, ein Adagio moltoin d-Moll, trägt die trunkenen Menschen in eine Art vernebeltes Traumland in der die Musik eine sphärenhaft-traurige Melodie spielt. Im dritten Satz, auch wieder ein Allegro, kehrt Vivaldi zurück nach F-Dur und beschreibt das muntere Jagen der Menschen mit ihren Gewehren und Hunden. Durch ein poltriges Jagdhornmotiv wird dieser Satz als Ritornell zusammengehalten. (Das Ritornell bezeichnet eine typische Form des Barock, in der eine aus kurzen Abschnitten bestehende Orchestereinleitung im Verlauf des Satzes noch etwa dreimal wiederkehrt, allerdings in verkürzter Form.) In den tiefen Streichern hört man wunderbar das Traben der Pferdehufe, und das gehetzte Wild, das am Ende auch noch geschossen wird, setzen die höheren Streicher mit schnellen, fast atemlosen Melodielinien in Klänge.

Der Winter

Der erste Satz, ein Allegro non molto in mattem f-Moll, beschreibt mit einem Ritornell-Motiv aus dissonanten, sich wiederholenden Akkordfolgen das »erstarrte Zittern im schimmernden Schnee«. Und wenn man genau hinhört, dann ist es beinahe so, als könne man in der Musik die klappernden Zähne eines frierenden Menschen hören. Aber wie soll es auch anders sein, wenn die Solo-Geige wie ein frostiger Wind über die Partiturseiten fegt? Das folgende Es-Dur-Largo wird von einer freundlichen Melodie der Solo-Violine bestimmt, deren Untermalung gezupfte Töne der anderen Streicher bilden, die wie Regentropfen am Fenster klingen; beinahe fühlt man sich an ein wohliges Plätzchen vor dem Kamin erinnert. Der dritte Satz, ein Allegro, steht wieder in f-Moll und beschreibt wie im Sonett die verhaltenen (und manchmal auch richtiggehend gefährlichen) Freuden im Winter. Man denke nur an das Ausrutschen auf dem Glatteis, an eine brechende Eisdecke auf dem See oder an eisig streitende Winde vor dem Fenster. Mit einem aufbrausenden wilden Ende verklingt dann der Winter.

Die Sonette

Herbst
Die Dorfleute feiern mit Tanz und Gesang
die Freuden einer ertragreichen Ernte,
und durch den Trank des Bacchus angeregt
beenden viele die Freude im Schlummer.

Jedermann ist des Tanzens und Singens müde,
die milde, angenehme Luft
und die Jahreszeit laden jeden ein,
sich der süßen Lust des Schlafes hinzugeben.

In der Morgendämmerung gehen die Jäger auf Jagd
mit Hörnern, Flinten und Hunden;
das wilde Tier flieht und sie folgen der Spur;

Ermattet und verschreckt durch den Lärm
der Flinten und Hunde versucht das verwundete Tier
zu fliehen, doch erliegt es seinen Wunden.

Winter
Vor Kälte zittert man inmitten des eisigen Schnees
bei heftiger Böe eines bitterkalten Windes;
man läuft mit den Füßen unablässig stampfend;
und wegen des strengen Frostes klappert man mit den Zähnen.

Ruhige und frohe Tage am Feuer,
während draußen Hunderte vom Regen durchnässt werden:
Man geht auf dem Eis und zwar mit langsamem Schritt
aus Furcht, bei unvorsichtiger Bewegung hinzufallen.

Man geht schnell, rutscht aus und fällt zu Boden;
geht erneut auf dem Eis und läuft schnell;
bis das Eis kracht und zerbricht;

Man hört sie aus der eisernen Pforte heraustreten,
Südostwind, Nordwind und alle Winde im Krieg:
So ist der Winter, wie er Freude bereitet.

Die Violine

Die Violine (oder auch Geige genannt) gehört zu der Familie der Streichinstrumente und ist ihr kleinstes Familienmitglied, gefolgt von der größeren Viola (oder auch Bratsche), dem Violoncello und dem Kontrabass. Von der Schnecke bis zum Saitenhalterknopf misst die Violine nur 60 cm. Sie hat vier Saiten, die früher aus Schafdarm waren und heute aus Kunststoff oder Stahl sind. Der dazugehörige Bogen ist 73 cm lang. Außerdem hat sich am Geigenbogen ein Frosch versteckt. Seht ihr ihn? Eine gute Geige wird von einem Geigenbauer mit viel Liebe und Zeit zusammengesetzt und besteht ungefähr aus 70 Bauteilen. Die drei berühmtesten Geigenbauerfamilien heißen Amati, Guarneri und Stradivari. Sie alle stammen aus Norditalien, genauer gesagt: aus dem kleinen Städtchen Cremona. Bis heute werden ihre Instrumente, die über 300 Jahre alt sein können, von den begnadetsten Geigerinnen und Geigen unserer Zeit gespielt.

So entsteht ein Ton auf der Geige

Der Bogen bringt die Saiten zum Schwingen. Die Saiten liegen auf dem Steg, der Steg bewegt sich und überträgt seine Bewegung auf die Geigendecke. Durch den Stimmstock und den Bassbalken im Inneren der Geige werden die Schwingungen auf die Geigendecke und den Geigenboden verteilt. Im Geigenkörper wird der Ton dann verstärkt und kann dadurch gut gehört werden.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, der Geige die unterschiedlichsten Klänge zu entlocken: Spielt man zum Beispiel mit der oberen Bogenhälfte auf den Saiten, dann hört man wunderbare leise Töne. Die untere Bogenhälfte in der Nähe des Froschs ist gut geeignet für laute Töne. Streicht man die Saiten mit der Bogenstange, klingt es ziemlich scharf; man nennt das »col legno«. Zupft man die Saiten mit den Fingern, nennt man das »pizzikato«. Flötenähnliche, fast zirpende Geigentöne entstehen, wenn man die Finger nicht fest auf das Griffbrett drückt, sondern die Saiten nur leicht berührt. Dann entsteht der so genannte Flageolett-Ton. Ein Vibrato wird dann eingesetzt, wenn man viel Gefühl und Betonung in die Musik legen möchte. Dabei wackelt man mit dem auf der Saite stehenden Finger ein wenig hin und her, was dazu führt, dass der gegriffene Ton in beide Richtungen etwas ausgeweitet wird. Aber nur minimal, damit sich die Tonhöhe nicht verschiebt.

Antonio Vivaldi beherrschte das Musizieren auf der Violine so vortrefflich, dass es nicht schwerfällt, den folgenden, aus alten Zeiten überlieferten Satz über sein Geigenspiel zu glauben: »[...] so jehmals ist gespielt worden, noch kann gespiehlet werden, denn er kahm mit den fingern nur einen strohalm breit an den steg, dass der bogen keinen plaz hatte, und das auf allen vier saiten mit fugen und einer geschwindigkeit, die unglaublich ist.«

Interview mit Aleksandar Ivić

Aleksandar Ivić sieht man normalerweise, wenn er in der Gruppe der ersten Geigen bei den Berliner Philharmonikern spielt. Im heutigen Familienkonzert spielt aber die Solo-Violine und wird von seinen Kollegen aus dem Orchester begleitet. Außerdem erzählt er heute dem Publikum, warum ihm die Musik von Antonio Vivaldi so gut gefällt. Wir haben ihn gefragt, wie es kam, dass er Geiger geworden ist.

Wie kam es, dass Sie sich für das Instrument Geige entschieden?
Ich fing mit dem Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren an. Damals an der Musikschule in Zagreb, Kroatien. Die Lehrer dort prüften mein Gehör, und entgegen dem Wunsch meines Vaters sagten sie, dass ich zu gut höre, um Klavier zu lernen. Geige wäre besser für mich ... Irgendwann liebte ich es, Geige zu spielen, die Klänge, und mit elf Jahren wusste ich, dass ich Geiger werden würde.

Erinnern Sie noch an Ihren Geigenunterricht?
Ich wechselte in den ersten vier Jahren viermal den Lehrer. Der erste war fast nie da. Ich kann mich nur daran erinnern, dass er sagte: »Den Bogen hält man nicht wie ein Besenstiel!« Der zweite Lehrer war rabiat. Er hielt meinen rechten Unterarm fest umklammert und rief: »LOCKER!« Ich weinte, da schickte mich meine Mutter zum nächsten. Aber der dritte Lehrer wusste nicht viel und sagte fast nichts, merkte aber, wenn ich nicht übte, und verpasste mir dann eine Ohrfeige. Mein vierter Lehrer war eigentlich ein Bratscher, aber sehr engagiert und nett. Er hat mich immer ermuntert und ermutigt und war von mir begeistert. Das hat mir total gut getan. Zwei Jahre später war dann sein Wissen doch am Ende und ich kam zu dem damals besten Lehrer in Zagreb. Bei ihm bin ich dann neun Jahre geblieben. Er hatte eine tolle Klasse und hat dafür gesorgt, dass wir ebenso gut Fußball spielten wie Geige. Jeden Samstag gab es bei ihm gegenseitiges Vorspielen in der Klasse und danach wurde stundenlang Fußball gespielt. (Das einzige Mädchen musste zugucken oder durfte nach Hause gehen.)

Welche Jahreszeit gefällt Ihnen am besten?
Ich liebe alle vier Jahreszeiten, aber vielleicht doch am meisten einen warmen Frühling.

Wann haben Sie die Die Vier Jahreszeiten zum ersten Mal gehört?
Ich hatte als Kind eine Schallplatte mit den Vier Jahreszeiten. Jede Jahreszeit wurde erst im Original gespielt und dann als Jazz-Bearbeitung. Ich hörte unentwegt den Sommer; in beiden Versionen.

Was ist das Besondere an den Vier Jahreszeiten?
Die Wirkung auf die Zuhörer ist immer sehr stark. Das Stück hat Vivaldi nicht zufällig auf einen Schlag in ganz Europa berühmt gemacht. Und auch bis heute ist das Werk unheimlich populär geblieben. Daran, dass man sie auf sehr viele verschiedene Art und Weise spielen kann, ohne sie kaputt zu machen, merkt man, es handelt sich wirklich um großartige Musik.

Wie würden Sie einen Tag mit Antonio Vivaldi verbringen?
Ich würde mit ihm einen Tag in Venedig verbringen, meiner Lieblingsstadt. Wir würden mit der Gondel durch die Kanäle fahren, über seine Stadt und seine Musik sprechen und nachher sein berühmtes Orchester des Ospedale della Pietà hören. Er würde mir seine Geige zeigen, mir vorspielen; wir würden schön essen und trinken und nachts durch die Gassen ziehen ...

Christine Mellich

Und im Frühjahr geht es weiter: Am 28. April 2012 spielen Aleksandar Ivić und seine philharmonischen Kollegen die beiden restlichen Jahreszeiten-Konzerte Frühling und Sommer.

Mit ihrem Education-Programm möchten die Berliner Philharmoniker ihre Arbeit und ihre Musik einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Ermöglicht wird diese Initiative von der Deutschen Bank.

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