Berliner Philharmoniker

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Berliner Philharmoniker

Andris Nelsons dirigiert Wagner und Bruckner

Andris Nelsons zählt zu den herausragenden Interpreten Richard Wagners und wird im Sommer 2016 bei den Bayreuther Festspielen eine Neuproduktion des Parsifal dirigieren. Vorab präsentiert er dem Publikum der Berliner Philharmoniker das Vorspiel und den Karfreitagszauber. Es folgt Anton Bruckners Dritte, Wagner »in tiefster Ehrfurcht« gewidmete Symphonie, in der sich erstmals Bruckners individueller, von der Orgel inspirierter Ton voll entfaltet.

Berliner Philharmoniker

Andris Nelsons Dirigent

Richard Wagner

Parsifal: Vorspiel zum 1. Akt und Karfreitagszauber aus dem 3. Akt

Anton Bruckner

Symphonie Nr. 3 d-Moll (Fassung von 1889)

Termine und Tickets

Mi, 27. Apr. 2016 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

Do, 28. Apr. 2016 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

Fr, 29. Apr. 2016 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

Videomitschnitt ansehen

Eine Aufzeichnung des Konzerts wird online in unserer Digital Concert Hall angeboten.

Programm

Richard Wagner sei – so Andris Nelsons – sein Lieblingskomponist. »Wagners Musik geht über den Intellekt, über eine Erklärung in Worten, hinaus. Sie ist überirdisch. Wenn ich diese Musik dirigiere, fühle ich mich wie in einer vollkommenen Welt«, schwärmte der Dirigent in einem Interview. Bereits am Anfang seiner Karriere, als Chef der lettischen Nationaloper in Riga, machte Nelsons mit der musikalischen Leitung der Neuinszenierung von Wagners Ring des Nibelungen auf sich aufmerksam. 2010 debütierte er mit dem Lohengrin bei den Bayreuther Festspielen, dort ist er im Sommer 2016 auch als Dirigent für die Neuproduktion des Parsifal vorgesehen.

Einen Vorgeschmack auf dieses Ereignis geben seine Berliner Konzerte, in denen das Vorspiel zum ersten und der Karfreitagszauber aus dem dritten Aufzug der Oper erklingen. Dieses Bühnenweihfestspiel mit seiner religiösen Symbolik und expressiven Klangsprache bezeichnete Wagner als sein »Weltabschieds-Werk«. Die Thematik der Erlösung, ein Grundthema im Schaffen des Komponisten, erfährt hier eine transzendente Überhöhung: »Durch Mitleid wissend, der reine Tor« – sein Held Parsifal entsagt den sinnlichen Verführungen dieser Welt und wird dadurch zum mitfühlenden Heilsbringer. Die Uraufführung des Werks im Juli 1882 bescherte Wagner wenige Monate vor seinem Tod einen letzten großen Erfolg.

Zum Premierenpublikum gehörte auch Anton Bruckner, der Wagner grenzenlos verehrte. Für den Österreicher war dieser der »Meister aller Meister«. Mit gutem Grund. Erst nachdem Bruckner Wagners Musik kennengelernt hatte und von ihr zutiefst berührt worden war, fand er den Weg zu seinem eigenen, persönlichen Stil. Seine monumentale Dritte Symphonie, in der der Komponist Konzepte der Ersten und Zweiten miteinander verband, widmete Bruckner seinem großen Vorbild Richard Wagner, »dem unerreichbaren, weltberühmten und erhabenen Meister der Dicht- und Tonkunst, in tiefster Ehrfurcht«.

Über die Musik

Wegkreuzungen – Kreuzwege

Anton Bruckner und Richard Wagner in ihren Begegnungen

Bayreuth I

Anton Bruckner verlässt im September 1873 Marienbad, wohin er vor der in Wien wütenden Cholera geflüchtet war. Mit seiner Zweiten und der noch unfertigen Dritten Symphonie im Gepäck reist er nach Bayreuth, wild entschlossen, eine der beiden dem verehrten Meister Richard Wagner zu widmen. Dort angekommen, sieht er die Baustelle des Festspielhauses, dessen Grundstein an Wagners Geburtstag am 22. Mai 1872 gelegt worden war – nur einige Monate, bevor Bruckner seinerseits in Skizzen das Fundament seiner Dritten legte. Ihm ist mulmig, als er unangemeldet vor der Haustür Wagners steht, doch er beweist Hartnäckigkeit und lässt sich erst fortschicken, nachdem man ihm versichert hat, Wagner würde sich seine Partituren ansehen. Er solle zur Mittagsstunde wiederkommen.

Zürich I

Als politisch Verfolgter flüchtet Wagner nach dem Dresdner Aufstand 1849 in die Schweiz. Zusammen mit seiner Frau Minna lässt er sich in Zürich nieder. Ende April 1857 ziehen sie in die unmittelbare Nähe des Ehepaares Wesendonck, was – zum Leidwesen Minnas – für einige »nachbarliche Verwirrung« zwischen Wagner und Mathilde Wesendonck sorgt. Seit August jenes Jahres beschäftigt sich der Komponist intensiv mit der Erzählung Tristan und Isolde, mit »unbefriedigter Liebessehnsucht« (Wagner) sowie der Rolle der Frau als Leidstifterin und Heilerin in Einem. Auch Wolfram von Eschenbachs mittelalterliches Epos Parzival beginnt ihn zu interessieren. Wie Tristan leidet hier Amfortas, durch das Ewig-Weibliche zur Sünde verführt, unter der Unheilbarkeit der symbolträchtigen Speerwunde: Tag für Tag ist er unter größten Schmerzen gezwungen, der Gralsgesellschaft in weihevoller Zeremonie den heiligen Kelch vor Augen zu führen, um ihnen das ewige Leben zu gewährleisten. Nur einer kann ihn von seiner Qual erlösen: »Durch Mitleid wissend, der reine Tor, harre seinʼ, den ich erkor.«

Die 1877 komponierte Ouvertüre zum Bühnenweihfestspiel Parsifal hebt in abgedunkelter Klangfarbe unisono mit einem Dreiklangmotiv an – das Thema wird später das Heilige Abendmahl begleiten. 1881 erläuterte Wagner seinem Gönner König Ludwig II. von Bayern den Aufbau dieses Vorspiels 1881: »Erstes Thema: Liebe. ›Nehmet hin meinen Leib, nehmet hin mein Blut, um unsretwillen!‹ (Verschwebend von Engelstimmen wiederholt.) ›Nehmet hin mein Blut, nehmet hin meinen Leib, auf dass ihr mein gedenkt!‹ (Wiederum verschwebend wiederholt.) Zweites Thema: Glaube. Verheißung der Erlösung durch den Glauben.« In für ihn ungewöhnlicher Weise trennt Wagner die Abschnitte des Vorspiels durch spannungserfüllte Generalpausen, die wie Doppelpunkte vor der Manifestation des unerschütterlichen Glaubensmotivs in Choralgestalt stehen. Auffällig ist auch, dass er hier orgelregisterartig komponiert, Klangbereiche voneinander absetzt – ein Prinzip, das man gemeinhin mit der Satztechnik Bruckners assoziiert! Der dritte Abschnitt rekapituliert den Kreuzweg Jesu. Das Motiv des Leidens, das bereits im Ende des Abendmahlsmotivs enthalten war, wird nun in chromatischer Modulation exponiert. So trennt Wagner deutlich die klanglichen Sphären des diatonisch Reinen (Abendmahl, Glaube) und des – schon im Notenbild sichtbaren – kreuzreich und chromatisch Sündigen. Am Ende steht, auch harmonisch: Hoffen?

Bayreuth II

Hoffend verbringt Bruckner die Stunden in Bayreuth bis zum Mittag. Endlich darf er zu Wagner. Eines der berühmten Schattenbilder Otto Böhlers überliefert die Szene, in der »der erhabene Meister« seinem Besucher, dem »armen Organisten aus Wien« (wie Cosima Wagner in ihrem Tagebuch vermerkte), eine Prise Schnupftabak anbietet – selbstbewusst steht Wagner dem ehrfurchtsvoll gebückten, etwas ungelenken Bruckner gegenüber, der ihn mit Verehrungsworten überschüttet. Bruckner kann sein Glück kaum fassen: »2½ Stunden bin ich dann so glücklich gewesen, neben dem Meister zu sitzen, wo er die musikalischen Verhältnisse Wiens besprach, mir Bier entgegenbrachte, mich in den Garten führte und mir sein Grab!!! zeigte.«, bekannte er später gegenüber Hans von Wolzogen. Wagner seinerseits ist von der d-Moll-Symphonie mehr als angetan: »Lieber Freund, mit der Dedication hat es seine Richtigkeit, Sie bereiten mir mit dem Werke ein ungemein großes Vergnügen.« Am Morgen danach – der Alkoholkonsum blieb nicht folgenlos – ist Bruckner plötzlich unsicher, welche nun die »Wagner-Symphonie« sein sollte. Er schickt einen Zettel mit den Worten »Symphonie D Moll, wo die Trompete das Thema beginnt« und empfängt die Replik: »Ja! Ja! Herzlichen Gruss! Richard Wagner.« Der Widmungsträger drängt fortan auf baldiges Aufführen der Dritten und unterstützt den neuen Freund auch öffentlich, was den bereits verhärteten Fronten im Parteienstreit zwischen Konservativen und Neudeutschen Futter liefert und Bruckner unweigerlich zum Wagnerianer stempelt. Bruckners Selbstbewusstsein aber tut es gut, dass Wagner einräumt: »Nur einen kenne ich, der an Beethoven heranreicht – es ist Bruckner!«

Zürich II

»Das Gärtchen war ergrünt, die Vögel sangen […] Hiervon erfüllt, sagte ich mir plötzlich, daß heute Karfreitag sei […]. Seit jenem Aufenthalt in Marienbad [1845], wo ich ›Meistersinger‹ und ›Lohengrin‹ konzipierte, hatte ich mich nie wieder mit dem Gedicht [Parzival] beschäftigt; jetzt trat sein idealer Gehalt in überwältigender Form an mich heran, und von den Karfreitagsgedanken konzentrierte ich schnell ein ganzes Drama.« Später räumt Wagner zwar ein, dass dieses in seiner Autobiografie geschilderte Zürcher »Erweckungserlebnis« aus dem Jahr 1857 sich in Wahrheit nicht an einem Karfreitag zugetragen hat; dennoch behält es als Inspirationsquelle seine Gültigkeit.

Nach langer Irrfahrt kehrt der »reine Tor« Parsifal kurz vor Ende des dritten Akts zur Gralsgesellschaft zurück. Die reuige Sünderin Kundry wäscht ihm die Füße und Parsifal tauft sie, nachdem er von Gurnemanz zum König gesalbt worden ist. Plötzlich »blickt [Parsifal] mit sanfter Entzückung auf Wald und Wiese, welche jetzt im Vormittagslichte leuchten.« In einer Atmosphäre ausdrucksvoller Gelassenheit, wie sie das Weihfestspiel zuvor nicht kannte, erblüht eine zarte Oboenmelodie über schillerndem Streicherteppich. »Wie dünkt mich doch die Aue heutʼ so schön!«, staunt Parsifal und Gurnemanz erklärt feierlich: »Das ist Karfreitagszauber, Herr!« Parsifal ist irritiert, sollte denn nicht am Karfreitag die Natur wie der Mensch »trauern, ach! und weinen«? Es folgen die Schlüsselworte des Dramas und eine Art Essenz der wagnerschen Theologie: »Ihn selbst am Kreuze kann [die Natur] nicht erschauen: / da blickt sie zum erlösten Menschen auf; / der fühlt sich frei von Sündenlast und Grauen, / durch Gottes Liebesopfer rein und heil: / das merkt nun Halm und Blume aus den Auen, / daß heut’ des Menschen Fuß sie nicht zertritt, / doch wohl, wie Gott mit himmlischer Geduld / sich sein’ erbarmt und für ihn litt, / der Mensch auch heut’ in frommer Huld / sie schont mit sanftem Schritt.«

Die zuvor – vor allem mit der sündigen Kundry assoziierte – »wilde Natur« wird durch den Menschen erlöst wie dieser seinerseits durch das Opfer Christi. Im Zentrum jener Öko-Theologie steht das Motiv des heilbringenden Mitleids, um das herum Wagner ein Sinngeflecht aus christlicher Symbolik (Sündenfall, Gral, Speer, Abendmahl), buddhistischem Gedankengut (Erlösung im Nirwana anstelle ewigen Lebens) und schopenhauerscher Philosophie (Erlösung durch Auslöschen des Willens, speziell des (unstillbaren) erotischen Verlangens) strickt.

Wien I

Am Abend des 16. Dezember 1877 sehnt sich auch Bruckner nach Erlösung. Weinend hält er den Taktstock noch in der Hand, während ihn die Musiker der Wiener Philharmoniker verspotten. Der Saal hinter ihm ist leer – das Publikum hat schon während des Konzerts unter Protestäußerungen den Raum verlassen. Einzig seine Schüler sorgen sich um den Geknickten, unter ihnen der junge Gustav Mahler. Was ist geschehen? Nachdem Bruckner seine Dritte gleich nach dem Bayreuth-Besuch ersten Änderungen unterzogen hat, scheitert er zwei Mal bei dem Versuch, die Wiener Philharmoniker von einer Aufführung zu überzeugen: Unspielbar sei das übergroß dimensionierte Werk. Schließlich erwärmt sich der Dirigent Johann Herbeck für die Dritte und setzt ihre Uraufführung für den 3. Dezember 1877 an. Sein plötzlicher Tod am 28. Oktober veranlasst Bruckner, notgedrungen selbst zu dirigieren. Völlig unerfahren tritt er am 16. Dezember – der Termin war verschoben worden – vor ein widerwilliges Orchester auf das Podium. Dass die Symphonie als vermeintlich krönender Abschluss nach einer Beethoven-Ouvertüre, einem Violinkonzert von Spohr sowie Arien Mozarts und Peter von Winters einem bereits ermüdeten Publikum zu Gehör gebracht wird, besiegelt das tragische Schicksal dieser Uraufführung. Der Kritikerpapst Eduard Hanslick, dem – wie auch seinen Zeitgenossen – die Verwandtschaft der d-Moll-Symphonie Bruckners mit der in derselben Tonart stehenden monumentalen Neunten von Beethoven nicht entgangen ist (Beginn des Kopfsatzes und motivisch-thematische Verbindung aller vier Sätze), urteilt zwei Tage später in der Neuen Freien Presse scharfzüngig: Er habe die Vision gehabt, »wie Beethovens ‚›Neunte‹ mit Wagners ›Walküre‹ Freundschaft schließt und endlich unter die Hufe ihrer Pferde gerät.« Ein Gutes hat das Desaster allerdings für Bruckner: Der Verleger Theodor Rättig erklärt sich überraschend bereit, das Werk auf eigene Kosten zu drucken. Abermals macht sich Bruckner daran, die Symphonie zu überarbeiten – er kürzt und eliminiert größtenteils die möglicherweise nachteilig wirkenden Wagner-Zitate.

Bayreuth III

Am 24. Juli 1882 erreicht Bruckner – er ist jetzt Ehrenmitglied des Akademischen Wagner-Vereins – per Sonderzug Bayreuth, um der von Hermann Levi geleiteten Parsifal-Premiere beizuwohnen. Die Musik – und sie ist praktisch das Einzige, was den Symphoniker Bruckner interessiert – zieht ihn in ihren Bann. Er bewundert den erhabenen Charakter, die kühnen Modulationen, und er empfindet in seinem aufrichtig gläubigen Herzen tiefstes Glück beim Erklingen des Chorals. Die weihevolle Atmosphäre des Parsifal entspricht ganz seinem Geschmack – schon immer ist der Kirchenraum sein liebster Aufenthaltsort gewesen. Er wuchs mit den Klängen während der Messfeiern auf und geradezu folgerichtig bereitete die Komposition von Messen seinen Weg zur Symphonie.

Während Wagner eigens für sein Schaffen ein Festspielhaus baute, komponierte Bruckner die kathedralenartige Architekur für seine Dritte gleichsam in die Musik hinein. Große Intervalle eröffnen, kleine durchschreiten die exponierten Klangräume, die Bruckner durch extreme Kontraste blockartig voneinander absetzt. Seine Steigerungswellen verdichten sich ins Unerträgliche, um nicht selten in einer Klimax der absoluten Stille zu implodieren. Archaik und »Misterioso« prägen die sakral anmutende Faktur, in der die Blechblasinstrumente fundamentalen Anteil an der satzübergreifenden motivisch-thematischen Gestaltung haben. Ein akustisches Schmankerl: Im Finalsatz simuliert Bruckner durch Achtelnachschläge sogar den Nachhall eines Kirchenraums.

WIEN II

1882 trifft Bruckner ein letztes Mal den bereits erkrankten Wagner, der ihm jedoch versichert: »Verlassen Sie sich, ich selbst werde [die Dritte] und alle Ihre Werke aufführen.« Kurz darauf stirbt der Bayreuther Meister in Venedig. An seiner statt begeistert sich jetzt Hermann Levi für die progressive Tonsprache Bruckners. Dieser hat sich trotz aller Tiefschläge im Umfeld der Dritten nicht entmutigen lassen und mittlerweile vier weitere Symphonien komponiert. Die Siebente beschert dem 60-Jährigen 1885 unter Levis Leitung in München den entscheidenden Durchbruch. Davon profitiert auch die Dritte, die nun eine erneute Feuertaufe im tonangebenden Wien erleben soll, doch nicht in der Druckgestalt von 1878, sondern nochmals überarbeitet, diesmal unter Mithilfe des Bruckner-Schülers Franz Schalk. Im November 1890 erscheint die finale Fassung, die am 21. Dezember unter Hans Richter am Pult der Wiener Philharmoniker das erlösende Ende von Bruckners ganz privatem Symphonie-Martyrium markiert: »Ich bin noch zu ergriffen von der Aufnahme des Philharmonischen Publikums, welches mich wohl zwölfmal gerufen hat, und wie!!«

Susanne Ziese

Biografie

Andris Nelsons wurde 1978 in Riga als Kind einer Musikerfamilie geboren. Er begann seine Laufbahn als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper. Nach Abschluss eines Dirigierstudiums in seiner Geburtsstadt wurde er Schüler von Alexander Titov in St. Petersburg; er besuchte Meisterkurse bei Neeme Järvi und Jorma Panula, überdies wurde Mariss Jansons zu seinem wichtigsten Mentor. Von 2003 bis 2007 war Andris Nelsons Musikdirektor der Lettischen Nationaloper, in den Jahren 2006 bis 2009 auch Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford. Von 2008 bis Sommer 2015 stand er an der Spitze des City of Birmingham Symphony Orchestra. Seit Beginn der Spielzeit 2014/2015 Music Director des Boston Symphony Orchestra, ist Andris Nelsons überdies designierter Leiter des Gewandhausorchesters Leipzig von der Saison 2017/2018 an. Er gastiert regelmäßig am Londoner Royal Opera House, Covent Garden, an der Metropolitan Opera New York sowie an den Staatsopern in Wien und Berlin. Bei den Bayreuther Festspielen debütierte der Künstler 2010 als Dirigent einer Neuproduktion des Lohengrin in der Regie von Hans Neuenfels, deren Aufführungen er auch in den folgenden Jahren leitete. Zu den internationalen Spitzenorchestern, an deren Pult Andris Nelsons auftritt, zählen die Wiener Philharmoniker, das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Tonhalle-Orchester Zürich und das Philharmonia Orchestra London. Mit den Berliner Philharmonikern arbeitete Andris Nelsons erstmals Mitte Oktober 2010 zusammen; zuletzt dirigierte er sie Ende Oktober 2015 in drei Konzerten, auf deren Programm das Erste Violinkonzert von Schostakowitsch (Solistin: Baiba Skride) und die Alpensinfonie von Richard Strauss standen.

Andris Nelsons
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