Berliner Philharmoniker

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Berliner Philharmoniker

»Fausts Verdammnis« mit Simon Rattle, Joyce DiDonato und Charles Castronovo

In »Fausts Verdammnis« geht es weniger um die philosophische Dimension des Stoffes als um Leidenschaft, Konflikte und eben die effektvolle Verdammnis des Protagonisten. Klangmagier Hector Berlioz schafft hier eine suggestive, imaginäre Oper, die in unserem Konzert von Simon Rattle und zwei prominenten amerikanischen Sängern interpretiert wird: Joyce DiDonato als Marguerite und Charles Castronovo als Faust. Als Mephisto ist Ludovic Tézier dabei.

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Charles Castronovo Tenor (Faust)

Joyce DiDonato Mezzosopran (Marguerite)

Ludovic Tézier Bass (Méphistophélès)

Florian Boesch Bass (Brander)

Rundfunkchor Berlin

Simon Halsey Einstudierung

Hector Berlioz

La Damnation de Faust, dramatische Legende op. 24

Termine und Tickets Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn

Fr, 10. Apr. 2015 20 Uhr

Philharmonie

Sa, 11. Apr. 2015 19 Uhr

Philharmonie

Sonderkonzert

Programm

Für La Damnation de Faust schuf Hector Berlioz einen eigenen Text, der in shakespearescher Manier Leidenschaft und Groteske der handelnden Akteure in den Mittelpunkt rückt: »Ich hatte mich nicht dazu verpflichtet, Goethes Plan zu folgen [...].« So erscheint in dem zwischen Oper und Chorsymphonie changierenden Werk Faust als byronscher Melancholiker, dem einzig die im Titel erwähnte Verdammung bleibt. Nicht an ihm sondern an Marguerite entzündete sich Berlioz’ kompositorische Fantasie, ebenso wie an den Genrebildern wie der Studentenszene, die musikalisch großen Raum einnimmt.

Dabei erweist sich die Partitur als wahre Fundgrube charakteristischer Instrumentalfarben, die Berlioz (der kurz zuvor seinen berühmten Grand Traité d’instrumentation et d’orchestration modernes fertig gestellt hatte) einmal mehr als brillanten Meister der Instrumentationskunst ausweisen – etwa, wenn die sonst vernachlässigten Bassregister der Bläser der Sphäre von Méphistophélès einen schaurig-düsteren Ton verleihen oder die Ballettnummern mit äußerst delikaten Holzbläsersätzen versehen werden. Daran, dass die von Sir Simon Rattle dirigierten Berliner Philharmoniker Berlioz’ Klangfarbenzauber brillant in Szene setzen werden, wird wohl niemand zweifeln. Neben der Mezzosopranistin Joyce DiDonato (Marguerite), die mit »unvergleichbarer, göttlicher Stimme« (The Times) und makelloser Technik von sich reden macht und 2012 ihr philharmonisches Debüt feierte, singen der mit strahlenden Höhen gesegnete Tenor Charles Castronovo (Faust), der lyrische Bariton Ludovic Tézier (Méphistophélès) sowie der Rundfunkchor Berlin.

Joyce DiDonato
Charles Castronovo

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