Berliner Philharmoniker

Zum Spielplan 2014/2015

In meinen Kalender übernehmen merken gemerkt drucken

Kammermusik

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent (Mahler)

Duncan Ward Dirigent (Ben-Ari)

Guy Braunstein Violine

Zvi Plesser Violoncello

Ulrich Matthes Sprecher

Konzert zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Gustav Mahler

Adagietto aus der Symphonie Nr. 5

Sir Simon Rattle Dirigent

Joseph Achron

Hebräische Melodie op. 33 (Bearbeitung für Harfe und Streicherensemble von Ohad Ben-Ari)

Max Bruch

Kol Nidrei op. 47 (Bearbeitung für Harfe, Violoncello und Streicherensemble von Ohad Ben-Ari)

Anonymus

Avinu, Malkenu für Violine, Violoncello und Streicher

Johann Sebastian Bach

Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll BWV 1041 (2. Satz Andante)

Ludwig van Beethoven

Romanze Nr. 2 F-Dur op. 50 (Fassung für Violine und Streicherensemble von Ohad Ben-Ari)

Ohad Ben-Ari

Violins of Hope für Violine, Violoncello und Streicherensemble Uraufführung Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker

Duncan Ward Dirigent

Samuel Adler

Elegy für Streichorchester

Texte zu Alma Rosé und von Elie Wiesel u. a. sowie Vorstellung von Instrumenten

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

Di, 27. Jan. 2015 20 Uhr

Kammermusiksaal

Sonderkonzert Kammermusik

Programm

»Nie werde ich diese Nacht vergessen, die erste Nacht im Lager, die aus meinem Leben eine siebenmal verriegelte lange Nacht gemacht hat«, heißt es in Elie Wiesels autobiografischem Zeugnis Die Nacht, in denen der Autor seine Kindheitserlebnisse in Konzentrationslagern wie Auschwitz schildert. Plötzlich erklang der Ton »einer Geige in der stockfinsteren Baracke, wo die Toten auf den Lebenden lagen. Wer war der Narr, der hier, am Rande seines eigenen Grabes Geige spielte? Oder war es eine Sinnestäuschung? Es mußte Juliek sein. Er spielte einen Satz aus einem Beethovenkonzert. [...] Ich hörte nur die Geige, und es war, als diene Julieks Seele als Bogen. Er spielte sein Leben. Sein ganzes Leben glitt über die Saiten. Seine begrabene Hoffnung. Seine veraschte Vergangenheit, seine erloschene Zukunft. Er spielte, was er nie mehr spielen würde. Ich werde Juliek nie vergessen. Wie könnte ich ein Konzert vergessen, das vor Sterbenden und Toten gegeben wurde!«

Mitglieder der Berliner Philharmoniker gedenken gemeinsam mit Sir Simon Rattle und ihrem ehemaligen Ersten Konzertmeister Guy Braunstein der Shoa. Die Musiker spielen Werke israelischer und deutscher Komponisten, auf Instrumenten, die in Auschwitz KZ-Häftlinge auf dem Weg in den Tod begleiteten und die Zeit des Horrors überdauert haben. Gesammelt und restauriert wurden sie vom israelischen Geigenbauer Amnon Weinstein: »Jedes Instrument ist wie der Grabstein zu einem fehlenden Grab, für Körper, die eingeäschert wurden und denen man die Bestattung verweigert hat.« Lesungen, u. a. Ausschnitte aus Elie Wiesels Die Nacht, begleiten das Konzert.

Sir Simon Rattle
Guy Braunstein Zvi Plesser

Newsletter-Service Regelmäßig informiert über das aktuelle Programm und Highlights aus der Welt der Philharmoniker.

Alle Veranstaltungen in der Philharmonie finden Sie auch auf:

Berliner Bühnen zu berlin-buehnen.de