Berliner Philharmoniker
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Kammermusik

Kammermusik mit Lara St. John, Marie Pierre Langlamet und Ludwig Quandt

Ménage à trois: Die kanadische Geigerin Lara St. John sowie zwei Mitglieder der Berliner Philharmoniker, die Harfenistin Marie-Pierre Langlamet und Erster Solo-Cellist Ludwig Quandt, gestalten einen Kammermusikabend mit bekannten und weniger bekannten Werken u. a. von Max Bruch, Johannes Brahms und Robert Schumann in ungewohnter Besetzung.

Marie-Pierre Langlamet Harfe

Lara St. John Violine

Ludwig Quandt Violoncello

Max Bruch

Acht Stücke op. 83: Nr. 2 Allegro con moto und Nr. 5 Rumänische Melodie (Bearbeitung für Violine, Violoncello und Harfe)

Franz Schubert

Arpeggione-Sonate a-Moll D 821 (Bearbeitung für Violoncello und Harfe)

Johannes Brahms

Ungarische Tänze Nr. 1 g-Moll und Nr. 5 fis-Moll (Bearbeitung für Violine und Harfe)

Traditional/Martin Kennedy

Czardashian Rhapsody (Bearbeitung für Violine und Harfe)

Johann Sebastian Bach

Sonate für Violine und Klavier E-Dur BWV 1016 (Bearbeitung für Violine solo)

Robert Schumann

Waldszenen op. 82 Nr. 7: Der Vogel als Prophet (Bearbeitung für Solo-Harfe)

Robert Schumann

Fantasiestücke op. 73 (Bearbeitung für Violoncello und Harfe)

Max Bruch

Acht Stücke op. 83: Nr. 6 Nachtgesang (Bearbeitung für Violine, Violoncello und Harfe)

Termine und Tickets Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn

Mi, 29. Apr. 2015 20 Uhr

Kammermusiksaal

10 bis 26 €

Programm

Dass nichts »der Trägheit, Dummheit, Dumpfheit vieler deutscher Geiger« gleiche, beschwerte sich Max Bruch einmal. Denn »alle vierzehn Tage kommt einer und will mir das erste Concert vorspielen; ich bin schon grob geworden und habe zu ihnen gesagt: ›Gehen Sie hin und spielen Sie endlich einmal die anderen Concerte ...‹« Doch nur wenige Interpreten haben dem Rat des Komponisten Folge geleistet. Freunden symphonisch-konzertanter Musik ist Bruch daher bis heute vor allem als Schöpfer seines Violinkonzerts op. 26 bekannt. Im Bereich der Kammermusik sieht es nicht anders aus: Wenn Musik von Bruch im kleinen Rahmen erklingt, dann stehen fast ausnahmslos seine Acht Stücke op. 83 auf dem Programm.

Dass Marie-Pierre Langlamet, Ludwig Quandt und Lara St. John nun drei dieser in den Jahren 1908 entstandenen Kompositionen an Anfang und Ende eines Kammermusikkonzerts setzen, ist indes keiner Träg- oder Dumpfheit geschuldet. Denn wie aus Bruchs Korrespondenz hervorgeht, imaginierte der 1920 in Berlin verstorbene Komponist Aufführungen einiger dieser in Ausgaben für Klarinette (oder Violine), Bratsche und Klavier erschienenen Kompositionen mit Harfe – und in eben dieser Fassung erklingen im Konzert drei der Acht Stücke op. 83. Die wehmütigen Abgesänge auf die bei Bruchs Tod längst zu Grabe getragene Epoche der musikalischen Romantik rahmen ein Konzertprogramm ein, in dem Musik von Robert Schumann, Franz Schubert und Johannes Brahms in den Kontext barocker Vorbilder und zeitgenössischer Reflexionen gestellt wird.

Lara St. John

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