Berliner Philharmoniker

Saison 2014/2015

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Musik bewegt Bilder

Searching for Sugar Man

Ein Star, der keiner sein sollte

Der amerikanische Musiker Rodriguez schrieb in den frühen 70er Jahren hinreißend swingende Songs, die vom Publikum weitgehend ignoriert wurden. Was Rodriguez nicht wusste: In Südafrika wurde seine Musik so populär wie die von Elvis oder den Rolling Stones Diese ebenso unglaubliche wie märchengleiche Geschichte erzählt Malik Bendjellouls Film »Searching for Sugar Man«, der 2013 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Film von Malik Bendjelloul (Schweden/Großbritannien 2012) - Mit deutschen Untertiteln

Termine und Tickets

Mi, 17. Jun. 2015 18 Uhr

Hermann-Wolff-Saal

5 €

Programm

»Searching for Sugar Man ist die unglaubliche und märchengleiche Geschichte eines Stars, der keiner sein sollte, eines genialen Musikers, dessen Zeit noch nicht gekommen war. Regisseur Malik Bendjelloul porträtiert in seiner filmischen Reise die stille Seite des Ruhms und eine faszinierende Persönlichkeit« (Süddeutsche Zeitung). Der Film zeigt die Suche des Plattenladenmanagers Stephen »Sugar« Segerman und des Musikjournalisten Craig Bartholomew Strydom nach dem amerikanischen Musiker Sixto Rodriguez. Der 1942 in den USA geborene Sohn mexikanischer Einwanderer galt lange als nicht existent, wurde sogar mehrfach totgesagt. Rodriguez hatte 1970 Cold fact und 1971 Coming from reality veröffentlicht – zwei Platten, die in den USA floppten, aber auf mysteriösen Wegen nach Südafrika fanden und sich dort sehr gut verkauften.

Mehr noch: Rodriguez wurde mit seiner Musik und den kritischen politischen Texten – über die harte Lebensrealität, gegen Vorurteile, Unterdrückung und Ungerechtigkeit – zum Symbol des Widerstands gegen das Apartheidregime. Von all dem wusste er nichts. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Bauarbeiter und trat nur gelegentlich in Kneipen auf. Vor allem wurde er nie am ökonomischen Erfolg seiner Platten beteiligt. Er blieb ein Phantom. »Den spannenden Fragen, wieso er in einer Parallelwelt ein Star war, ohne es zu wissen, wo seine Millionen versackten und warum er für tot gehalten wurde, geht der Film nach. Er bietet außerdem bewegende Bilder von den ersten Südafrika-Konzerten des Totgeglaubten vor einigen Jahren. Letztlich ist der Film ein schönes Pop-Märchen mit Songs, die weltweit Klassiker sein könnten« (Spiegel Online).

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