Berliner Philharmoniker

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Kammermusik

Artist in Residence: Christian Tetzlaff

Christian Tetzlaff, Artist in Residence dieser Saison, musiziert mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker im Oktett. Neben Franz Schuberts berühmtem, heiter-tiefgründigem F-Dur-Oktett steht das Oktett von Jörg Widmann, einem der erfolgreichsten Komponisten unserer Zeit, auf dem Programm. Sich auf Schuberts Werk beziehend spielt Widmann gekonnt mit kammermusikalisch-intimen und orchestral-großflächigen Klangmöglichkeiten.

Christian Tetzlaff Violine

Christophe Horak Violine

Amihai Grosz Viola

Ludwig Quandt Violoncello

Matthew McDonald Kontrabass

Wenzel Fuchs Klarinette

Stefan Dohr Horn

Daniele Damiano Fagott

Jörg Widmann

Oktett

Franz Schubert

Oktett F-Dur D 803

Termine und Tickets

Verkaufshinweise

So, 08. Mär. 2015 20 Uhr

Kammermusiksaal

Einführung: 19:00 Uhr

Programm

Dass in der Wiener Allgemeinen Zeitung Schuberts F-Dur-Oktett als ein Stück bezeichnet wurde, welches »im Einklang mit dem wohlbekannten Talent des Komponisten« stehe, wirkt aus heutiger Sicht wie eine glatte Untertreibung. Schließlich ging Schubert mit jenem Werk, das voller Elan und kaleidoskopisch schillernder Klangfarben den Geist des Divertimentos aus dem späten 18. Jahrhundert aufgreift und auf eine neue Stufe stellt, als Begründer des Oktett-Genres in die Musikgeschichte ein. Dabei kannte sein Einfallsreichtum hinsichtlich der Instrumentation keine Grenzen, da er das Ensemble bisweilen – etwa mittels Oktavparallelen der zwei Violinen bzw. durch scharfes Kontrastieren zwischen Solo- und Tuttiklängen – als kleines Orchester behandelte, Streicher- und Bläserklänge aber mit echter kammermusikalischer Finesse zu mischen wusste.

Mit einer derartigen Abwechslung von kammermusikalisch-intimer und orchestral-großflächiger Zeichnung stellt Jörg Widmann in seinem Oktett, das ebenfalls in diesem philharmonischen Kammerkonzert mit dem philharmonische Artist in Residence Christian Tetzlaff sowie Mitgliedern des Orchesters zu hören sein wird, bewusst einen direkten Bezug zur Komposition Schuberts her, die er als »das zentrale Bezugswerk « bezeichnete. Überraschend tonal geht es dann auch in der Intrada zu, die wie Schuberts Kopfsatz im Unisono beginnt, und in der Widmann mittels Doppelgriffen eine fast symphonisch wirkende Zwölfstimmigkeit erreicht. Der zentrale Mittelsatz von »unausweichlicher Traurigkeit« (Widmann) steht ganz im Bann der schubertschen Musik, wobei das vor Vitalität übersprudelnde Finale für einen versöhnlichen Ausklang sorgt.

Christian Tetzlaff

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