Berliner Philharmoniker

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Berliner Philharmoniker

Donald Runnicles dirigiert ein Konzert »à la française«

Maurice Duruflés Requiem – hier dirigiert von Donald Runnicles – gehört zu jenen geistlichen Werken, die eine Ahnung einer besseren jenseitigen Welt vermitteln. Anklänge an den gregorianischen Choral mischen sich mit flirrenden impressionistischen Farben zu einem zauberisch-ätherischen Ganzen. Französisch und transzendental gibt sich auch das übrige Programm mit Werken von Claude Debussy und Olivier Messiaen.

Berliner Philharmoniker

Donald Runnicles Dirigent

Martina Welschenbach Sopran

Kelley O'Connor Mezzosopran

Noel Bouley Bass-Bariton

Rundfunkchor Berlin

Simon Halsey Einstudierung

Olivier Messiaen

Hymne

Olivier Messiaen

Les Offrandes oubliées, Méditation symphonique

Claude Debussy

La Damoiselle élue

Maurice Duruflé

Requiem op. 9

Termine und Tickets Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn

Di, 10. Mär. 2015 20 Uhr

Philharmonie

25 bis 74 €

Mi, 11. Mär. 2015 20 Uhr

Philharmonie

25 bis 74 €

Do, 12. Mär. 2015 20 Uhr

Philharmonie

25 bis 74 €

Programm

Donald Runnicles ist Spezialist für Requiem-Aufführungen. Dieser Eindruck zumindest entsteht, wenn man auf die philharmonischen Konzerte zurückblickt, die der schottische Dirigent seit 2003 geleitet hat: So dirigierte er bereits die Requiem-Vertonungen von Benjamin Britten, Hector Berlioz und Johannes Brahms. Diesmal widmet sich der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin der Totenmesse von Maurice Duruflé. Das Werk ist die bekannteste Schöpfung des französischen Komponisten, der im 20. Jahrhundert zu den großen Organisten seines Landes zählte. Duruflé, ein Schüler von Louis Vierne und Paul Dukas, ließ sich in seinem Requiem von den gregorianischen Weisen der katholischen Liturgie inspirieren, die er teilweise original zitiert und in sehr subtile Klänge hüllt. Auf diese Weise kreierte er eine Vokalkomposition von suggestivem Charakter – archaisch, transzendent, tröstlich. Und eines macht das Werk deutlich: Duruflés Klangsprache wurzelt nicht nur in der Gregorianik, sondern auch im französischen Impressionismus.

Eröffnet wird das Programm mit zwei Werken von Duruflés Zeitgenossen und Kollegen Olivier Messiaen: Hymne und Les Offrandes oubliées. Wie Duruflé war auch Messiaen Organist. Kirche, Gottesdienst und Religiosität prägten sein musikalisches Schaffen ebenfalls stark. Die beiden Orchesterkompositionen, die zu den frühen Arbeiten Messiaens zählen, besitzen einen sakralen Charakter und zeichnen sich durch eine farbenreiche, atmosphärisch dichte Klangsprache aus. Ein weiteres Frühwerk ist die poetische Kantate La Damoiselle élue von Claude Debussy. Der junge Komponist steht bei diesem Werk zwar noch unter dem Einfluss der Musik Richard Wagners, doch Debussys persönlicher Stil lässt sich bereits deutlich erkennen.

Donald Runnicles

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