Berliner Philharmoniker

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Berliner Philharmoniker

Christian Thielemann dirigiert Brahms’ »Deutsches Requiem«

»Narkotisches Potential« und einen »Gänsehautfaktor« attestierte die Presse Christian Thielemann, als er 2009 mit den Berliner Philharmonikern und dem Rundfunkchor Berlin Chorwerke von Johannes Brahms aufführte. Jetzt folgt das berühmteste Vokalwerk des Komponisten: das »Deutsche Requiem«. So gewaltig seine Anlage, so human ist die Botschaft des Werks, in dem nicht jenseitige Erlösung im Zentrum steht, sondern der Trost für uns Diesseitige.

Berliner Philharmoniker

Christian Thielemann Dirigent

Sibylla Rubens Sopran

Christian Gerhaher Bariton

Rundfunkchor Berlin

Gijs Leenaars Einstudierung

Johannes Brahms

Ein deutsches Requiem op. 45

Termine und Tickets

Do, 22. Jan. 2015 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

43 bis 132 €

Fr, 23. Jan. 2015 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

43 bis 132 €

Sa, 24. Jan. 2015 19 Uhr

Philharmonie

Einführung: 18:00 Uhr

43 bis 132 €

im Internet

Programm

Johannes Brahms, der große Symphoniker des 19. Jahrhunderts, begründete seinen Ruhm nicht mit einem Orchester- sondern einem Chorwerk: Sein Deutsches Requiem bescherte ihm nach der Uraufführung der vollständigen Fassung 1869 einen triumphalen Erfolg und machte ihn quasi über Nacht zum führenden Komponisten seiner Zeit. Brahms’ langjährige Erfahrung als Chorleiter und sein gründliches Studium der A-cappella-Sätze Alter Meister kamen ihm bei der Komposition zu Gute. Kongenial fügt er verschiedene Vokalgattungen wie Fuge, Motette, Choral und Lied zu einem schlüssigen Ganzen. Brahms, der Protestant, greift mit dem Requiem den katholischen Ritus der Totenmesse auf. Gleichwohl vertont er nicht die lateinischen Worte der Liturgie, sondern stellt deutsche Texte aus dem Alten und Neuen Testament zusammen. Nicht jenseitige Erlösung ist das Thema, sondern diesseitiger Trost für die Hinterbliebenen. Für ihre Trauer, ihren Schmerz findet er eine Klangsprache voll dramatischer Wucht und anrührender Innigkeit.

Bemerkenswert ist die Liste der Dirigenten, die bei den Berliner Philharmonikern seit dem Tod Herbert von Karajans Brahms’ Meisterwerk dirigiert haben: Carlo Maria Giulini, Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Bernard Haitink, Simon Rattle und zuletzt Donald Runnicles. Jetzt nimmt sich Christian Thielemann des Deutschen Requiems an. Dass er eine glückliche (Dirigier-)Hand für die chorsymphonischen Werke des Komponisten besitzt, hat er in den philharmonischen Konzerten bereits 2009 bewiesen. Damals leitete er die Aufführungen von Nänie, Gesang der Parzen und Schicksalslied und erhielt dafür einhelliges Presselob: Seine Interpretation der Stücke hätte »narkotisches Potential« und einen »Gänsehautfaktor«.

Christian Thielemann
Sibylla Rubens

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