Berliner Philharmoniker

Saison 2014/2015

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Berliner Philharmoniker

Simon Rattle dirigiert Beethovens Neunte

Musik und Raum, Musik im Raum, Raummusik – unter diesem Gesichtspunkt beleuchten die Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie Unterstrichen wird der räumliche Aspekt der Komposition durch die Aufführungen von György Kurtágs verhangener Raum- und Echo-Musik »Grabstein für Stephan« und Helmut Lachenmanns groß dimensioniertem Orchesterstück »Tableau«.

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Sally Matthews Sopran

Bernarda Fink Alt

Christian Elsner Tenor

Hanno Müller-Brachmann Bariton

Rundfunkchor Berlin

Simon Halsey Einstudierung

György Kurtág

Grabstein für Stephan op. 15c

Helmut Lachenmann

Tableau für Orchester

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Sally Matthews Sopran, Bernarda Fink Alt, Christian Elsner Tenor, Hanno Müller-Brachmann Bariton, Rundfunkchor Berlin

Termine und Tickets Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn

Fr, 07. Nov. 2014 20 Uhr

20:00 | Philharmonie

33 bis 94 €

Programm

Seitdem Claudio Abbado im Dezember 1993 Grabstein für Stephan in der Fassung für großes Orchester dirigierte, fühlen sich die Berliner Philharmoniker György Kurtág, der mit Bartók und Ligeti die Trias der modernen ungarischen Musik ausmacht, eng verbunden. Das Stück ist eine verhangene Raum- und Echo-Musik, die Kurtág seinem verstorbenen Freund Stephan Stein widmete, ein um die Vergänglichkeit kreisender Tombeau für Gitarre und im Raum verteilte Instrumentengruppen. Am Ende steht ein lange nachhallender Bläserton, »der schönste und tiefste Bläserklang des Ensembles, vielleicht eine Singstimme/kann auch vom Publikum kommen«, wie Kurtág in der Partitur bemerkte.

In diesem Konzert hat Sir Simon Rattle Kurtágs Grabstein für Stephan der Neunten Symphonie Ludwig van Beethovens vorangestellt, die wie kein anderes Werk der Musikgeschichte dem Humanitätsgedanken des Idealismus klingenden Ausdruck verleiht. (Solisten sind Sally Matthews, Bernarda Fink, Christian Elsner und Hanno Müller-Brachmann, weiterhin singt der Rundfunkchor Berlin.) Die von Beethoven im Finale auskomponierte klangräumliche Illusion eines sich langsam annähernden Marsches – die Musik symbolisiert den zielgerichteten Entwicklungsgang zur Humanisierung im Sinne der Aufklärung – bewegte Gustav Mahler sogar dazu, jene Passage von einem Fernorchester spielen zu lassen. Zwischen beiden Werken steht mit Helmut Lachenmanns groß dimensioniertem Orchesterstück Tableau eine weitere »Raummusik« auf dem Programm, ein Stück, das eine konkrete »Körperlichkeit der Klangobjekte« ausbildet (Lachenmann), sodass die Musik einen quasi haptischen Charakter annimmt.

Sir Simon Rattle
Sally Matthews

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