Saison 2014/2015

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Robert Schumann

Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120 (Urfassung von 1841)

Johannes Brahms

Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Eine Veranstaltung der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele/Musikfest Berlin

Termine und Tickets Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn

So, 21. Sep. 2014 20 Uhr

Philharmonie

43 bis 132 €

Fr, 26. Sep. 2014 20 Uhr

Philharmonie

Sonderkonzert

43 bis 132 €

Im Kino

Dieses Konzert wird live im Kino übertragen.

Programm

Bereits in der zweiten Hälfte der 1850er-Jahre hatte Johannes Brahms an der Publikation der nachgelassenen Werke Robert Schumanns mitgewirkt. Dabei setzte er sich im Fall der d-Moll-Symphonie für die Urfassung ein – die 1841 komponierte und uraufgeführte Symphonie hatte Schumann zehn Jahre später einer grundlegenden Revision unterzogen und als »Nr. 4« drucken lassen. Brahms bevorzugte die erste Version, vor allem wegen ihres transparenteren Klangbildes, und veranlasste – sehr zum Unmut von Schumanns Witwe Clara – eine separate Ausgabe jener Komposition, die sich u. a. in der Instrumentation, durch schnellere Tempi und die knappere Final-Introduktion von der späteren Fassung unterscheidet. Auch Sir Simon Rattle hat sich zum Abschluss des philharmonischen Schumann- Brahms-Zyklus für die selten zu hörende Erstfassung der d- Moll-Symphonie entschieden. Sein V otum für die frühe Fassung des Werks begründet Sir Simon u. a. damit, dass Schumann 1851 zwar »grundsätzlich exakt dasselbe Material verwendet, dieselben Noten«, dabei aber »eine Symphonie voller Leichtigkeit, Anmut und Schönheit in eine Symphonie aus Finsternis, Wahn und Zwang verwandelt«.

Anschließend steht mit Brahms’ 1884/1885 entstandener Vierter ein Werk auf dem Programm, über das Hans von Bülow noch vor der Premiere an seinen Berliner Konzertagenten Hermann Wolff begeistert berichtete: »Nr. 4 riesig, ganz eigenartig, ganz neu, eherne Individualität. Atmet beispiellose Energie von a bis z.« Joseph Joachim notierte anlässlich der Berliner Erstaufführung am 1. Februar 1886: »Der geradezu packende Zug des Ganzen, die Dichtigkeit der Erfindung, das wunderbar verschlungene Wachstum der Motive noch mehr als der Reichtum und die Schönheit einzelner Stellen, haben mir’s geradezu angetan, so daß ich fast glaube, die e-moll ist mein Liebling unter den vier Symphonien.«

Sir Simon Rattle

Berliner Philharmoniker Recordings

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