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Philharmonie »Late Night«

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Laura Aikin Sopran

Solène Kermarrec Violoncello

Maurice Ravel

Chansons madécasses für Singstimme, Flöte, Violoncello und Klavier

Henri Dutilleux

Trois Strophes sur le nom de Sacher für Violoncello solo

Maurice Delage

Quatre Poèmes hindous für Sopran und Instrumentalensemble

Jacques Ibert

Divertissement

Termine

Sa, 11. Jan. 2014 22:30 Uhr

22:30 | Philharmonie

Live-Übertragung

Programm

Im zweiten Late Night-Konzert laden Sir Simon Rattle und Mitglieder der Berliner Philharmoniker zur »französischen Stunde«, wobei man dem Konzert durchaus den Titel »L’esprit français« geben könnte: Eingeleitet wird der Abend mit den Chansons madécasses von Maurice Ravel, der 1925/1926 drei Gedichte von Evariste-Désiré de Parnys vertonte und den Zyklus für eines seiner wichtigsten Werke hielt. Dazu schreibt er: »Ich glaube, die Chansons madécasses führen ein neues Element ein, ein dramatisches – ja, ein erotisches [...]. Die Lieder bilden eine Art Quartett, in dem der Singstimme die Rolle des führenden Instruments zufällt. Einfachheit ist vor allem wichtig.«

Es folgen die technisch höchst anspruchsvollen Trois Strophes sur le nom de Sacher für Violoncello solo von Henri Dutilleux, die auf Initiative von Mstislaw Rostropowitsch anlässlich des 70. Geburtstags des Schweizer Dirigenten und Mäzens Paul Sacher entstanden sind: »Die Verbindung zwischen jeder Strophe«, so der Komponist, »wird durch die sechs Buchstaben des Namens SACHER [eS, A, C, H, E, Re (=D)] hergestellt.« Als drittes Stück erklingen die Quatre Poèmes hindous, die Maurice Delage 1912 während einer Indienreise komponierte und in denen der Ravel-Schüler mit schillernder Koloristik jenes romantische Orientbild in Klang fasste, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter den französischen Dichtern und Komponisten weit verbreitet war.

Den Abschluss bildet das 1930 entstandene Divertissement von Jacques Ibert, dessen Musik von jener typisch französischen »geistigen Leichtigkeit« geprägt ist, »ohne die das Leben unerträglich wäre« (Francis Poulenc) – inklusive verfremdeter Zitate aus Mendelssohns Hochzeitsmarsch (Ein Sommernachtstraum), einer satirischen Valse im parodistischen Stil Schostakowitschs (durch die eine wie in einem Hohlspiegel verzerrte Walzerversion der Mackie-Messer-Ballade aus Weills Dreigroschenoper geistert), Can-Can-Anklängen, perkussiven Klavierakkord-Folgen und einer ausgelassenen Trickfilmmusik in der Art wilder Verfolgungsjagden mit den Klängen von Polizei-Trillerpfeifen.

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