Berliner Philharmoniker

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Education

Familienkonzert ALLES MÄRCHEN - Der Trommler

Mitglieder der Berliner Philharmoniker und Gäste:

Jelka Weber Flöte

Manfred Preis Klarinette

Anna Carewe Violoncello

Simon Rössler Schlagwerk

Teresa Zimmermann Harfe

Arno Waschk Klavier

Raphael Haeger Leitung

Andreas Hueck Erzähler

Bettina Geyer Regie

Janet Kirsten Bühnengestaltung

Musik von Birke Bertelsmeier Text nach Motiven der Brüder Grimm von Moritz Rinke

Karteneinheitspreis ab dem Alter von 2 Jahren: 5,- Euro. Unsere Familienkonzerte richten sich an Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Auch jüngere Geschwisterkinder haben Freude an diesen Konzerten, werden aber erfahrungsgemäß schneller unruhig. Deshalb bieten wir für die ganz kleinen Besucher eine qualifizierte musikpädagogische Betreuung an, die Sie vor und auch noch im Verlauf der Familienkonzerte wahrnehmen können. Fragen Sie einfach das Philharmonie-Personal nach dem Weg.

Termine

Sa, 15. Feb. 2014 15 Uhr

Kammermusiksaal

Programm

Beim zweiten Familienkonzert wird ein weiteres Märchen der Brüder Grimm vorgestellt, mit Musik der jungen Komponistin Birke Bertelsmeier. Der Trommler stellt sich die folgenden Fragen: Was passiert, wenn man eigentlich lieber trommelt anstatt Blockflöte zu üben? Und ist es normal, wenn man auf einmal eine rätselhafte Stimme vom Tellerboden aus hört und in der Suppe eine Königstochter erscheint? Am besten trommelt man so laut und anhaltend bis die Eltern voller Angst die Wände des Hauses sichern. Dann nämlich landet man nach einem Wirbelflug in hohem Bogen in einem großen, dunklen Wald. Wie es von hier aus mit den Hexen weitergeht, und ob es gelingt, die auf einem Glasberg gefangene Königstochter zu retten, bleibt abzuwarten.

Über die Musik

Mit ihrem Education-Programm möchten die Berliner Philharmoniker ihre Arbeit und ihre Musik einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen. Ermöglicht wird diese Initiative von der Deutschen Bank.

Der Mann, der sich ins Märchen trommelte

Von Moritz Rinke erzählt nach der fantastischen Geschichte der Brüder Grimm

Wie kann man nur einen Glasberg besteigen, unbeschadet einen Wald mit Riesen durchqueren, über Nacht einen Teich mit dem Fingerhut leeren und einen ganzen Wald zu Brennholz zerkleinern? Im Märchen geht alles! Der Trommler will die schöne Königstochter aus dem Bann der Hexe befreien, wobei er sich ganz auf sein geliebtes Instrument und seine cleveren Ideen verlässt. Zugegeben: Die Königstochter hilft ein wenig nach und erledigt einige Aufgaben, während er schläft. Nachdem der Bann gebrochen ist, tötet der Trommler die Hexe und kann mit der Königstochter und einem riesigen Schatz in seine Heimat zurückkehren. Man glaubt schon an ein Happy End, als er völlig unerwartet durch einen weiteren Zauber plötzlich seine Verlobte vergisst! Beinahe hätte er eine andere geheiratet, doch die Königstochter ist klug und kann durch die Zauberkräfte der Trommel den Geliebten an seine wahren Gefühle erinnern und ihn zurückerobern. Wie sich nun herausstellt, war die neue Braut sowieso nicht die Richtige, denn sie interessierte sich im Grunde einzig für die schönen Glitzerkleider.

Moritz Rinke ist Schriftsteller und lebt in Berlin. Er liebt es, die Menschen zu beobachten, und er beschreibt sie so, dass wir häufig lachen müssen oder Mitleid haben oder auch wütend werden. Jede Person mit ihren Träumen, Hoffnungen und Wünschen wird auf ihre ganz eigene Art komisch und liebenswert. Wenn man das Buch liest, das er über seine Heimatstadt Worpswede geschrieben hat (wo er 1967 geboren wurde), dann kommt es einem vor, als würde man mit ihm in einem alten Familienfotoalbum blättern, wobei die Personen und Geschichten so lebendig werden wie bei Harry Potter. Man erfährt Unglaubliches, Düsteres, Heiteres, Merkwürdiges und auch so manches Geheimnis. Oft gibt es Dinge zu lesen, die man von sich selbst kennt und eigentlich lieber nicht anschauen möchte. Diese an anderen zu sehen und vielleicht sogar darüber zu lachen, tut einfach gut! Ab und zu entdecken wir Moritz Rinke in seinen Geschichten auch selbst. Vielleicht war der einstige Waldorfschüler sogar das Vorbild für den Trommler, der gar nicht Blockflöte, sondern lieber Fußball spielen mochte und dessen Mutter nicht gemerkt hat, dass er schon viel zu groß war für die Märchen, die sie ihm als Belohnung vorlesen wollte? Man versteht sehr gut, dass ihm die Trommel, mit der man sich so richtig austoben kann, viel besser gefällt. Es ist eine riesengroße Freude, dass diese Trommel einfach unüberhörbar ist!

Birke Jasmin Bertelsmeier wurde 1981 in Düsseldorf geboren und ihr bisheriges Leben liest sich fast wie ein Märchen. Die Geige, die der Großvater gebaut hatte, faszinierte sie so, dass sie zu ihrem Lieblingsspielzeug wurde. Wenn Birke Bertelsmeier im Unterricht Stücke nachspielen sollte, fand sie das zu langweilig und erfand eigene musikalische Geschichten drumherum. Wäre nicht der Unfall gewesen, dann würde sie heute vielleicht als Geigerin auf dem Podium stehen, aber ein Radschlagen im Sport hatte böse Folgen: Sie konnte ihr Handgelenk nicht mehr richtig locker drehen. Also wechselte sie zum Klavier und begann ihre musikalischen Geschichten aufzuschreiben. Wenn andere Kinder mit Buntstiften oder Wasserfarben Bilder malten, dann erzählte Birke Bertelsmeier ihre Geschichten mit Musik. Den Mut dazu fand sie, weil der berühmte Komponist Hans Werner Henze einmal gesagt hat, dass jedes Kind komponieren könne. Und geholfen hat Birke dabei vor allem ihr Kompositionslehrer David Graham an der Clara-Schumann-Musikschule in ihrer Heimatstadt.

Birke Bertelsmeier machte ihre Sache so gut, dass sie einige Klavier- und Kompositionswettbewerbe gewann, und mit 16 Jahren wurde sie dazu eingeladen, ihr erstes eigenes Klavierkonzert in Düsseldorf auch selbst mit aufzuführen. Am liebsten hätte sie danach die Noten zerrissen, denn ihr fiel an vielen Stellen ein, was sie noch besser hätte schreiben können. Heute ist sie froh, dass sie es nicht zerstört hat! Sie sieht die vielen wunderbaren Ideen, die sie damals schon hatte.

Besonders gute Ideen braucht man für die Vertonung eines Märchens. Vom Glasberg, den der Trommler besteigen soll, sind Birke Bertelsmeier die unterschiedlichsten Bilder durch den Kopf gegangen: Wie mag der wohl ausgesehen haben, wie mag er auf den Trommler gewirkt haben? Wie die Prinzessin aussehen sollte und welche Instrumente ihren Charakter am besten darstellen könnten, davon hatte sie hingegen schnell eine ganz genaue Vorstellung. Völlig klar war ihr auch gleich, wie der Trommler trommeln würde. Weil die Geschichte von Moritz Rinke während der Aufführung vorgelesen wird, konnte sie sich in ihrer Komposition ganz darauf konzentrieren, all das Zauberhafte des Märchens zur Wirkung zu bringen, die Kulissen zu malen und in die Atmosphäre der Geschichte einzutauchen. So kann in der Musik jeder seine eigene Prinzessin und seine eigene Hexe entdecken und jeder sich den Trommler ein bisschen anders vorstellen.

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Gänsehaut oder auch das Gefühl von einem Zauber beim Zuhörer zu bewirken. Und warum sollte man, um ganz besondere Klänge zu erzeugen, nicht auch Dinge benutzen, die wir alle aus unserem Alltag kennen? Folgende Hinweise findet man in den Noten zum Trommler von Birke Jasim Bertelsmeier: Spieluhr im Flügel drehen, langsam, mit Tempoveränderungen; Knistern mit Frischhaltefolie, versteckt im Flügel; mit Plastikbecher kurz auf Metall (Geräusch wie Kreide an der Tafel) und mit Styropor auf Saiten wischen. Es ist sehr spannend, wie diese Geräusche zusammen mit den Instrumenten wirken. Und manchmal muss man sehr genau hinhören, um herauszubekommen, woher diese fantastischen Klänge kommen.

Kurz erklärt:

Poco a poco accellerando: nach und nach beschleunigen, als würde sich ein Rad drehen, das dann, ohne dass man merkt, wie und wo es passiert, immer schneller wird.

Poco a poco crescendo: ganz langsam immer lauter werden. Wenn die Musiker einen Lautstärkeregler hätten, müsste man ihn nach und nach immer weiter aufdrehen. Aber in Wirklichkeit machen die Musiker das natürlich, indem sie ihr Instrument immer kräftiger streichen, blasen oder schlagen.

Hoteldämpfer: Diese Bezeichnung steht tatsächlich so in den Noten und erklärt sich aus dem Wort heraus von selbst: Musiker sind sehr oft auf Reisen. Und so kann es ziemlich nerven, wenn im Hotel ein Gast seine Ruhe sucht, während ein anderer üben muss. Deshalb haben Instrumentenbauer Dämpfer entwickelt, mit denen die Musiker jederzeit üben können, so lange sie mögen, weil ihre Instrumente nur noch in Zimmerlautstärke erklingen.

Flöte:

Schon in der Steinzeit haben sich die Menschen Flöten aus Knochen und wahrscheinlich auch aus Holz gebaut, um sie für religiöse Kulthandlungen zu benutzen. Überall auf der Welt gibt es die verschiedensten Arten von Flöten. Wenn wir hier und heute von einer Flöte sprechen, meinen wir vor allem die Blockflöte oder die Querflöte. Der Ton einer Flöte entsteht, wenn die Luftsäule im Rohr durch Hineinblasen in Schwingung versetzt wird. Die Tonhöhe hängt von der Länge der Luftsäule im Rohr ab und kann mit den Tonlöchern oder Klappen verändert werden. Zusammen mit Klarinette, Oboe, Fagott und Saxofon gehört die Flöte zur Familie der Holzblasinstrumente. Deren Mitgliedern ist gemeinsam, dass sie alle vom Spieler direkt mit dem Mund angeblasen werden. So lässt sich auch die verwunderliche Tatsache erklären, dass diese Instrumente nicht zwingend aus Holz gemacht sind. Querflöten zum Beispiel bestehen meistens aus Silber oder anderen Edelmetallen und deren Mischungen.

Klarinette:

Klarinettisten müssen nicht nur eine musikalische, sondern auch eine handwerkliche Begabung besitzen – die Klarinette gehört innerhalb der Holzbläserfamilie nämlich zu den Rohrblattinstrumenten. Auf ihr Mundstück wird ein Blatt aus Schilfrohr gelegt und dort mit einer Schnur festgebunden. Der Spieler versetzt dieses durch Anblasen in Schwingungen, die sich dann auf die Luftsäule im Instrument übertragen. Damit auch ein wirklich schöner Klang entsteht, müssen die Klarinettisten sich das Blatt kunstfertig zurecht schnitzen. Leider nutzen sich diese Blätter auch sehr schnell ab, und ständig muss für Nachschub gesorgt werden. Das Instrument besteht meistens aus schwarzem Hartholz und ist zylindrisch geformt, es geht unten auseinander wie ein Trichter. Ziemlich kompliziert sieht das Klappensystem aus, das aus verschiedenen Metallen hergestellt ist. Klarinetten sind sehr vielseitig: Es gibt sie mehreren Größen und man kann sie in ganz unterschiedlichen Musikstilen wie Klassik, Jazz und Pop oder Volksmusik einsetzen.

Violoncello:

Das Violoncello gehört zur Familie der Streichinstrumente und ist nach dem Kontrabass das zweittiefste Familienmitglied. Es wird beim Spielen zwischen den Knien gehalten und steht dabei auf einem Stachel. Mit den Wirbeln (sie befinden sich am Wirbelkasten) werden die vier Saiten des Cellos gehalten und gestimmt. Diese laufen über einen Steg und können entweder mit einem Bogen gestrichen oder mit den Fingern gezupft werden. Das Cello besitzt eine ungemein reiche Klangfülle: Man kann auf ihm sehr tiefe, aber auch sehr hohe Töne spielen. Viele Menschen meinen, dass von allen Instrumenten das Violoncello der menschlichen Stimme am meisten ähnelt, und finden seinen Klang deswegen besonders schön.

Schlagzeug:

Musikinstrumente, die durch unmittelbares Schlagen in Schwingung versetzt werden, wodurch ein Geräusch, Ton oder Klang entsteht, nennt man Schlaginstrumente. Zum Schlagwerk oder auch Schlagzeug im Symphonieorchester gehört, was nicht einer der anderen großen Instrumentengruppen wie den Holzbläsern, Blechbläsern oder Streichern zugeordnet werden kann oder ein Single ist wie die Harfe Schlagzeuger müssen jede Menge Instrumente beherrschen: Neben den Pauken und den Stabspielen, zu denen Glockenspiel, Xylofon, Vibrafon und Marimbafon zählen, auch alle Arten von Trommeln (z. B. Snaredrum, Toms, Bongos oder Kongas), Becken, Gong, Tamtam oder auch Röhrenglocken, sowie die verschiedensten Effektinstrumente (Ratsche, Hupe, Donnerblech, Kolbenflöte, Regenholz, Windmaschine usw.). Heutzutage sehen manche Komponisten in ihren Stücken auch besonders ausgefallene Instrumente vor. Da kann es vorkommen, dass einfaches Papier, ein Staubsauger, eine Schreibmaschine oder 20 Kaffeetassen kurzerhand zum Instrument umfunktioniert werden. Und auch das übernehmen dann als wahre Allroundtalente die Schlagzeuger.

Harfe:

Sie ist nicht nur sehr, sehr alt, sondern auch ganz schön schwer: Die ersten Harfen gab es schon vor über 5.000 Jahren im alten Ägypten und das ist fast so rekordverdächtig wie ihr Gewicht: Eine moderne Konzertharfe, wie wir sie heute kennen, kann bis zu 40 kg wiegen und bis zu 180 cm groß sein. Damit ist sie das größte und schwerste Instrument im Orchester. Die Harfe besteht aus einer Säule, an deren Ende sich ein oft wunderschön verzierter Kopf befindet. Von dort aus erstreckt sich der Hals, an dem die Saiten eingespannt sind, bis zum sogenannten Knie und geht dann schräg abwärts in den Resonanzkörper über. Dieser endet dann im Fuß, auf dem die Säule steht. Auf der Decke des Resonanzkörpers ist die Aufhängeleiste für die Saiten. Im Fuß befinden sich mehrere Pedale, mit denen man die Töne der Saiten um ein bis zwei Halbtöne verändern kann. Die Harfe gehört zur Familie der Zupfinstrumente; ihr zauberhafter Klang wird mit den Fingern durch das Zupfen der Saiten erzeugt.

Klavier:

Jeder kennt es, aber ganz genau betrachtet ist das Klavier schon ein merkwürdiges Ding: Es ist ein Tasteninstrument, denn per Tastendruck wird eine Mechanik bewegt, die kleine Hämmerchen auf die Saiten schlagen lasst – also handelt es sich eigentlich auch gleichzeitig um ein Schlag- und um ein Saiteninstrument. Der unmittelbare Vorgänger des modernen Klaviers ist das Hammerklavier, erfunden um 1700. Es ermöglichte den Instrumentalisten, erstmals laut (forte) und leise (piano) zu spielen. Daher kennt man es auch unter dem Namen Fortepiano. Das Klavier gibt es in zwei Bauformen: Wer viel Platz zuhause hat, stellt sich einen großen Konzertflügel ins Wohnzimmer – Achtung: Der kann dann bis zu 600 kg wiegen. Aber auch auf dem kleineren Klavier, mit senkrecht verlaufenden Saiten, kann man genauso schön spielen. Die meisten Klaviere haben 88 Tasten; pro Oktave sieben weiße für die Stammtöne und fünf etwas kürzere schwarze für die dazwischenliegenden Halbtöne.

Biographie

Die gebürtige Engländerin Anna Carewe kommt aus einer musikalischen Familie: Ihr Vater ist Dirgent und ihre Schwester Sängerin. Anna hat schon früh das Violoncello für sich entdeckt und dazu auch gleich eine große Begeisterung für zeitgenössische Musik. Schon mit 15 Jahren gab sie ihr erstes Werk für Solo-Cello in Auftrag und bis heute hat sie zahlreiche weitere Uraufführungen bestritten. Als Mitglied diverser Ensembles und Kammermusikformationen spielt sie außerdem Werke aus allen Epochen vom Barock bis zum Jazz. Nach ihrem Studium, das sie in London absolvierte, war sie Stipendiatin der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Im Orchester spielt sie bis heute regelmäßig als Aushilfe.

Bettina Geyer machte schon als Kind sehr viel Musik und hat dabei die verschiedensten Instrumente ausprobiert: Klavier, Fagott, Blockflöte oder auch Topfschlagen. Deshalb wollte sie später Musiklehrerin werden. Während des Studiums entdeckte sie dann aber ihre Leidenschaft für das Theater und die Oper. Also arbeitete sie nach dem Studium an verschiedenen Theatern und Opernhäusern als Assistentin. Eines Tages beschloss sie dann, selbst Regie zu führen, d.h. die Geschichten und die Musik mit eigenen Ideen auf die Bühne zu bringen. Seitdem hat sie bekannte und große Opern in Szene gesetzt, aber auch kleine, weniger bekannte oder ganz moderne und neuartige Werke. Besonders gerne macht sie aber Stücke für und mit Kindern und Jugendlichen; zuletzt im 1. Familienkonzert der Berliner Philharmoniker Die Bremer Blechmusikanten im Oktober 2013.

Schon im Alter von vier Jahren wünschte sich Raphael Haeger ein Schlagzeug. Allerdings musizierte er auch gerne auf anderen Instrumenten, vor allem auf dem Klavier, das er als Jugendlicher in mehreren Jazzbands spielte, für die er auch Arrangements schrieb. Nach seinem Schulabschluss entschied er sich dann für das Schlagzeugstudium. Bevor Raphael Haeger im September 2004 Mitglied der Berliner Philharmoniker wurde, war er elf Jahre lang Schlagzeuger am Nationaltheater Mannheim, hatte zwei Jazzkonzertreihen als Künstlerischer Leiter betreut und 2002 als Pianist eine CD mit eigenen Jazzkompositionen veröffentlicht. Außerdem ist er Mitglied des philharmonischen Ensembles Bolero Berlin. Inzwischen hat er neben seinem Schlagzeuger-Beruf ein weiteres Studium als Orchesterdirigent abgeschlossen und leitet seit 2011 das Leipziger Universitätsorchester.

Andreas Hueck, studierte zuerst Regie und Schauspiel und absolvierte anschließend ein Aufbaustudium im Bereich Theater- und Musiktheatermanagement. Seine ersten Engagements führten ihn an Theater in Leipzig und Magdeburg. 1999 gründete Andreas Hueck das Potsdamer Theater »Poetenpack«, dessen Künstlerischer Leiter er ist und bei dem er auch als Regisseur in Erscheinung tritt. Weil ihm die Theaterarbeit sehr am Herzen liegt, gibt er sein Können und seine Erfahrung gern weiter: z. B. als Dozent an der »Theaterschule für Körper & Bildung« in Frankfurt/Oder oder mit seinem Engagement für die freie Theaterszene in Brandenburg. Mitwirkender bei einen Konzert der Berliner Philharmoniker ist Andreas Hueck heute zum ersten Mal.

Janet Kirstenist ein Allroundtalent: Schon als Schülerin beschäftige sie sich intensiv mit Kunst und Gestaltung. Nach dem Abitur studierte sie Kulturarbeit an der Fachhochschule in Potsdam, wo sie anschließend auch als Dozentin tätig war. Außerdem war sie viele Jahre Ausstatterin am Theater »Poetenpack« Potsdam. Seit 2006 ist sie freiberuflich als gefragte Kulturarbeiterin tätig. Sie entwirft Kostüme und Bühnenbilder und arbeitet im Management sowie als Autorin für Theater und Film.

Nie im Leben hatte Manfred Preis daran gedacht, hauptberuflich Bassklarinette zu spielen. Doch dann war bei den Berliner Philharmonikern eine Stelle als Bassklarinettist ausgeschrieben. Manfred Preis, Absolvent der Münchner Musikhochschule und der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie Klarinettist des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin, bewarb sich darauf – und wurde angenommen. Seither liebt er das tiefe Holzblasinstrument. Außerdem ist er seit Jahren ein gefragter Saxophonist und engagiert sich nicht nur im Orchester sondern auch kammermusikalisch, beispielsweise als Klarinettist im Trio Berlin, bei den Bläsern der Berliner Philharmoniker und in diversen Kammermusikgruppen. Als Pädagoge arbeitet er unter anderem an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg und mit internationalen Jugendorchestern

Von Kindheit an war Simon Rössler fasziniert vom Schlagzeug – wegen seiner Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten und dem vielseitigen Instrumentarium. 2008 wollte er sich eigentlich um ein Stipendium an der Orchester-Akademie bewerben. Doch dann überzeugte sein Schlagzeugspiel so sehr, dass er gleich für die Berliner Philharmoniker engagiert wurde. Obwohl es seine erste Festanstellung ist, verfügt Simon Rössler bereits über mehrjährige Orchestererfahrung, die er in verschiedenen internationalen Jugendorchestern und Berufsorchestern gesammelt hat. Er musiziert auch gern in Jazz- und Popformationen. In seiner Freizeit spielt Simon Rössler am liebsten Fußball oder Klavier. Außerdem liest und wandert er gerne.

Arno Waschkist Pianist, Liedbegleiter und Dirigent und ist bei zahlreichen Festivals in Europa, Israel und Japan aufgetreten. Als Dirigent widmet er sich hauptsächlich zeitgenössischen Werken. Außerdem tritt er als Komponist und Arrangeur in verschiedensten musikalischen Stilrichtungen in Erscheinung (Kammermusik, elektronische Musik, Musiktheater) und arbeitet regelmäßig mit sehr berühmten Regisseuren, darunter waren z. B. Christoph Schlingensief oder Klaus Maria Brandauer und Martin Wuttke.

Ihren ersten Flötenunterricht erhielt Jelka Weber mit acht Jahren und dann ging es auch gleich schon richtig los: Bereits als Gymnasiastin gewann sie mehrere Musikwettbewerbe. Das Flötenstudium, das sie in München begann und an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker beendete, war also fast schon vorprogrammiert. Während ihrer Ausbildungszeit sammelte sie erste Orchestererfahrung u. a. als Substitutin im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und im Anschluss führte ihre erste Arbeitsstelle im Orchester sie als Solo-Flötistin nach Magdeburg. 1997 kam sie dann zu den Berliner Philharmonikern. Außerdem ist Jelka Weber eine begeisterte Kammermusikerin.

Die Harfe ist einfach ein himmlisches Instrument, findetTeresa Zimmermann und trat als Sechsjährige nicht etwa in die Fußstapfen ihrer Eltern, die beide Pianisten sind, sondern wünschte sich Harfenunterricht. Schon bald gewann sie bedeutende Wettbewerbe und schloss einige Jahre später ihr Harfen-Studium an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin mit Auszeichnung ab. Inzwischen ist in zahlreichen Konzertsälen und auf wichtigen Festivals als Solistin zu hören. Weil sie aber auch leidenschaftliche Orchestermusikerin ist, spielt sie seit Jahren regelmäßig als Soloharfenistin und als feste Aushilfe in diversen großen deutschen Orchestern. Seit Dezember 2011 unterrichtet Teresa Zimmermann an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt Hannover.

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