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Kammermusik

Gililov Quartett Berlin

Franz Schubert

Adagio e Rondo concertante F-Dur D 487

Richard Strauss

Klavierquartett c-Moll op. 13

Gabriel Fauré

Klavierquartett Nr. 1 c-Moll op. 15

Termine

Do, 24. Okt. 2013 20 Uhr

20:00 | Kammermusiksaal

Programm

Beim Gililov Quartett Berlin sollte man nicht an ein klassisches Streichquartett denken. Vielmehr widmen sich die vier Musiker – der Geiger Christoph Schickedanz, der philharmonische Bratscher Rainer Mehne, der Cellist Markus Nyikos und der Pianist Pavel Gililov – der im Konzertleben eher raren Gattung des Klavierquartetts. Dank des Zusammenwirkens von Tasteninstrument und Streicherklang kann das Klavierquartett den kammermusikalisch intimen Rahmen sprengen und in symphonische Dimensionen vorstoßen. Eine reizvolle Besetzung, von der sich seit der Wiener Klassik nahezu alle großen Komponisten inspirieren ließen.

Wie unterschiedlich dabei die ästhetischen Ansätze sein können, zeigt das aus dem Philharmonischen Klavierquartett hervorgegangene Gililov Quartett in diesem Programm. Das Adagio e Rondo concertante F-Dur, das Franz Schubert 1816 für den Bruder seiner Jugendliebe Therese Grob schrieb, ist ein Klavierkonzert en miniature. Das solistische Spiel des Pianisten dominiert, während die -Streicher fast ausschließlich als Begleitstimmen sekundieren.

Gabriel Fauré hingegen setzt in seinem Ersten Klavierquartett op. 15 auf eine ausgewogene Balance zwischen Streichinstrumenten und -Klavier. Abgesehen von dem melancholischen Adagio wirkt das Werk trotz der Grundtonart c-Moll heiter und beschwingt. Ebenfalls in c-Moll steht Opus 13 von Richard Strauss. Expressiv, emphatisch und innig zugleich lässt es deutlich das Vorbild erkennen, an dem sich der damals 20-jährige Komponist orientierte: an Johannes Brahms, der mit seinen drei Klavierquartetten Referenzwerke der Gattung geschaffen hat.

Über die Musik

Von der Sehnsucht nach Selbstständigkeit

Klavierquartette von Schubert, Strauss und Fauré

Gegen Ende des Jahres 1816 verließ Franz Schubert zum ersten Mal für längere Zeit sein Elternhaus im Wiener Vorort Himmelpfortgrund und zog zu dem befreundeten Dichter Franz von Schober. Trotz eines wahren Schaffensrausches in jener Zeit war an einen Schritt in die Selbstständigkeit als Komponist nicht zu denken; dem Wunsch des Vaters gemäß verfolgte der 19-Jährige zunächst weiter die Lehrerlaufbahn. Neben beruflichen waren es jedoch auch private Gründe, weshalb Schubert den Kontakt zum Himmelpfortgrund nicht abbrach: Er hatte sich unsterblich in die Sängerin Therese Grob verliebt, ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Fast täglich war Schubert im singenden und klingenden Haus der Grobs zu Gast.

Franz Schubert: Adagio e Rondo concertante

Das in jener Zeit komponierte Adagio e Rondo concertante wuchs auf dem fruchtbaren Boden dieser geselligen Zusammenkünfte. Der Klavierpart dieses Werks war Heinrich Grob, dem pianistisch begabten Bruder Thereses, auf den Leib geschrieben. Tatsächlich handelt es sich eher um ein imposantes Klavierkonzert mit Streicherbegleitung als um intime Kammermusik, wie Schuberts eigener Bruder Ferdinand später bemerkte. Wie sehr die Komposition auf einen möglichst eindrucksvollen Effekt ausgelegt ist, davon zeugt schon der geschickt ausgelotete Aufbau. Das Adagio mit seinem Ouvertüren-Charakter konzipiert Schubert ausgewogen dreiteilig; opernhafte Elemente präsentiert er ebenso wie lyrische Abschnitte. Dennoch wirkt dieser Teil insgesamt nur wie ein Doppelpunkt für das Nachfolgende. Das quirlige Rondo atmet im Hauptthema wie in der ganzen Gestaltung den Geist mozartscher Finalsätze. Scheinbar unablässig sprudeln die musikalischen Gedanken hervor. Überraschend ist daran vor allem die Sicherheit, welche Schubert die einzelnen Elemente wie ein Mosaik zusammensetzen lässt. Im Spiel mit unterschiedlichen Stilistiken, die nicht nur Mozart, sondern auch Weber oder Beethoven als Vorbilder erahnen lassen, beweist der junge Komponist großen Humor. Davon zeugt etwa das Eingangsthema, dessen Abschluss sich auf unkonventionelle Weise »vergaloppiert«, die betont in die Länge gezogenen Triller im Klavier oder die nicht enden wollende F-Dur-Kaskade kurz vor der schmissigen Coda, die Schubert im Geist Rossinis komponiert. Inwieweit Schubert indes Therese Grob mit diesen Künsten beeindrucken konnte, ist nicht überliefert: Sie heiratete 1820 einen Bäckermeister und verschwand damit aus dem Lebens- und Freundeskreis des jungen Komponisten.

Richard Strauss: Klavierquartett c-Moll op. 13

Verknüpft sich das einzig bekannte Klavierquartett Schuberts eng mit seinem Leben in der Wiener Vorstadt, so führt die Entstehungsgeschichte des Klavierquartetts c-Moll op. 13 von Richard Strauss nach Berlin. Eine Konzertreise vom Dezember 1883 bis Ende März 1884 sollte dem Zweck dienen, sich namhaften Künstlerpersönlichkeiten bekannt zu machen. Darüber hinaus zögerte der 19-jährige Strauss nicht, die Nächte in der Hauptstadt durchzufeiern. »Das Gesellschaftsleben ist hier großartig«, schrieb er an seine Eltern in München. »Davon hat man bei uns keine Idee. Wie aber die Leute alle eingerichtet sind!« Zudem geriet Strauss in den Bann der Musik von Johannes Brahms, dessen Dritte Symphonie er hier mehrmals im Konzert hörte und nach anfänglicher starker Skepsis schließlich »ganz wunderbar und schön« fand.

Kaum aus Berlin zurückgekehrt, trug sich Strauss mit dem Gedanken, ein Klavierquartett zu schreiben – und wählte damit eine Gattung, zu der Brahms 1863 selbst zwei viel beachtete Werke beigesteuert hatte. Dass der Jüngere insbesondere den Kopfsatz seines eigenen Quartetts unter dem stilistischen Einfluss seines älteren Kollegen komponierte, lässt sich schon am Anfang erahnen, wenn in den drei Streichern das gebundene Hauptthema ganz sacht, über die erste Taktgrenze hinweg und unisono in eine wärmende Tiefe hinabsinkt. Die brahmssche Vorliebe für Substanz und Bass, für die gesangliche Unterfütterung der Melodielinien durch Terzen, Sexten und Oktaven bestimmt das gesamte Allegro, das sich zudem an der tradierten Form des Sonatensatzes orientiert. Die Klavier- und Streicherpartien arbeitet Strauss bemerkenswert dicht aus, sodass leicht der Eindruck entsteht, zwei Orchester würden miteinander konzertieren. Die einzelnen Stimmen sind mit zahllosen rhythmischen Finessen gespickt, was vor allem in der Durchführung eine schwindelerregende Komplexität annimmt. Die Schlussgruppe gerät dagegen in spätromantisches Schwelgen.

Stark gegensätzlich zur dichten Flächigkeit des ersten Satzes führt das folgende Scherzo in eine tänzerische, aber auch höchst fundamentlose Welt. Flinke Pirouetten auf der Klaviatur sorgen gemeinsam mit unauffällig vorbeihuschenden Partikeln in den Streicherstimmen für ein nervöses Flackern hier und dort, das schließlich in Marsch-artig abwärtslaufenden Staccato-Vierteln des Klaviers und sausenden Achtellinien etwas an Kontur gewinnt. Beim kurzen Mittelteil (Molto meno mosso) handelt es sich um ein äußert walzerseliges, salonhaftes Ständchen mit zahlreichen stimmlichen Verflechtungen und Echowirkungen.

Das an dritter Stelle stehende Andante beginnt zart mit einer wagneresken, in schmerzerfüllten kleinen Intervallen voranschreitenden Melodielinie, weitet sich zunächst in ein verklärtes Klaviersolo und schließlich zu einer spätromantischen Ballade. Zwar dominiert weitgehend das Klavier, doch bekommen auch Violine, Bratsche und Cello Gelegenheit zu vereinzelten, emotional erfüllten Solo-Passagen. Im Kontrast zur großen Kantabilität des Andantes bestimmt das Finale eine sich fast selbst überholende Wendigkeit. Und auch verglichen mit dem Scherzo scheinen Kleingliedrigkeit und rastloser Gestus potenziert und darüber hinaus ins Markige gewendet. Strauss nutzt einen eindrucksvollen rhythmischen Effekt, indem er nahezu jeden musikalischen Gedanken auf unbetonter Zählzeit beginnen lässt. Der so entstehende mitziehende drive prägt vor allem jene Passagen, in denen das Klavier eine große, schwingende Fläche entstehen lässt, über die sich die schwelgerischen Melodielinien der Streicher erheben. Als Gegengewicht zu diesem fast Trance-artigen Schwingen wirkt – wie schon im Kopfsatz – die enge Verzahnung der Stimmen, wobei Strauss die klassischen Regeln des Kontrapunkts bis an ihre Grenzen auslotet.

Es war zum einen die beachtliche handwerkliche wie poetische Reife des jungen Komponisten, die seinem Klavierquartett den Ersten Platz bei einem im Oktober 1884 vom Berliner Tonkünstlerverein ausgeschriebenen »Preisausschreiben auf ein Klavierquartett« einbrachte. Zum anderen saß mit dem Dirigenten, Pianisten und Komponisten Franz Wüllner, dem damaligen Leiter der Berliner Philharmonischen Konzerte, ein enger Brahms-Vertrauter und starker Förderer des jungen Strauss in der Wettbewerbsjury. Nach der Uraufführung des Klavierquartetts in Weimar im Dezember 1885 folgte die Berliner Premiere am 22. Mai 1886 im Askanischen Gymnasium in Tempelhof, wobei mit dem Geiger Heinrich de Ahna und dem Cellisten Robert Hausmann immerhin zwei Mitglieder des renommierten Joachim-Quartetts mitwirkten. Mehr noch als die ausgelobten 300 Mark Preisgeld dürfte Strauss gefreut haben, dass er als Komponist nun auch in der Hauptstadt Berlin volle Anerkennung genoss.

Gabriel Fauré: Klavierquartett c-Moll op. 15

Weder einen Wettbewerb noch Begeisterung für einen bestimmten Komponisten benötigte Gabriel Fauré als Anregung für sein Klavierquartett c-Moll op. 15. Dem Fall Schuberts vergleichbar verdankt sich die Entstehung einem Kreis von Freunden: Die Familie Clerc lud Fauré in den 1870er-Jahren regelmäßig auf ihren Landsitz in die Normandie ein. Das in der Nähe von Le Havre direkt am Ärmelkanal gelegene Dorf Sainte-Adresse entwickelte sich in dieser Zeit zum gefragten Badeort und galt als Treffpunkt zahlreicher Künstler. Im Sommer 1875 lernte Fauré dort durch Vermittlung der Clercs den belgischen Meistergeiger Hubert Léonard kennen, mit dem er dann zahlreiche anregende Gespräche über das Komponieren von Kammermusik führte. Gerade mit der Gattung des Streichquartetts haderte Fauré; zu viele bedeutende Werke dieser Art waren seiner Auffassung nach bereits geschrieben worden. Ein Klavierquartett schien dem 31-Jährigen jedoch wesentlich unverfänglicher. Und so machte er sich, mit Léonards Anregungen im Kopf und motiviert von den Clercs, im August 1876 in Sainte-Adresse an die Arbeit.

Zu Beginn lässt Fauré, ähnlich wie Richard Strauss, die Streicher im Einklang auftreten. Doch ganz anders als in Strauss’ Komposition schwingt das Hauptthema von der ersten Note des Kopfsatzes an in einer gelösten und gleichzeitig vorwärtsstrebenden Kette aus punktierten Achteln und Sechzehnteln. Das Klavier unterstützt diesen Schwung durch akkordische Begleitung auf unbetonten Zählzeiten, bevor es sich dialogisch in das melodische Geschehen einbringt. Mit bemerkenswertem Gefühl balanciert Fauré dann die vier Stimmen aus, dazu rauschen im Klavier die Tongirlanden nur so vorüber. In seinem wärmenden Tonfall, sorgfältig gestalteten Basslinien und wuchtigen Akkordblöcken nähert sich das Stück der Klang- und Kompositionswelt eines Johannes Brahms, doch die äußerst modulationsfreudige Musik wandelt mitunter auch in den schillernden Sphären der französischen Impressionisten. Es folgt ein lebensfrohes, verspieltes Scherzo voller rhythmischer Akrobatik; sein von Violine, Viola und Violoncello gezupft begleitetes Hauptthema erinnert an einen munteren Volkstanz. Wenn die Streicher im Trio dann plötzlich mit Dämpfern spielen, bildet das nicht nur einen Kontrast zu den springenden Figuren im Klavier, sondern gibt der elegischen Melodie auch etwas Schelmisches, bevor der Pianist virtuos zur Wiederholung des Scherzos überleitet.

Das melancholische Adagio bildet bei aller äußerlichen Schlichtheit den emotionalen, leidenschaftlichen Kern des Quartetts. Nach dem Anfangsthema verdichtet sich der Rhythmus zu einer zwischen Zweier- und Dreiermetrum oszillierenden Struktur, die zusammen mit der elegischen Melodie der Streicher an einen verinnerlichten Tanz denken lässt. Wie Tautropfen glitzert am Ende die Melodie in der Klavierpartie zum sonoren tiefen »C« des Cellos. Als habe es sich beim Vorangehenden bloß um einen nebelverhangenen Traum gehandelt, erheben sich im Finale unter den emsig murmelnden Achtel-Kapriolen des Klaviers die Streicher schrittweise in die Höhe. Mit dem punktierten Hauptthema knüpft das Allegro molto eine gestische Verbindung zum Kopfsatz, doch scheint die Stimmung durch brandende Akkordzerlegungen und großflächige elegische Melodielinien schließlich immer weiter entrückt. Mit einer effektvollen gegenläufigen Tonleiter und einer letzten Klavier-Kaskade, von den Streichern unisono mit dem Grundton begleitet, schließt das Stück in strahlendem C-Dur.

Faurés Klavierquartett erklang zum ersten Mal im Rahmen von Konzerten der Société Nationale de Musique – und dies gleich in mehrfacher Uraufführung: Nach der ersten Präsentation am 14. Februar 1880 äußerten einige unter Faurés Freunden Bedenken gegenüber dem letzten Satz, sodass der skrupulöse Komponist das Werk besorgt zurückzog. Nach mehreren Jahren Überarbeitungszeit erlebte es schließlich am 5. April 1884 seine Premiere in der heute gültigen Fassung. Als der Komponist, welcher in beiden Fällen den Klavierpart selbst übernahm, die übrigen Musiker in der Probe auf Feinheiten des Tempos und der Dynamik aufmerksam machte, unterbrach ihn der Cellist Jules Loëb energisch: »Ah, mein Lieber! Wir sind in Eile und haben schon genug Mühe damit, die Noten zu spielen. Für die Dynamik ist keine Zeit!« Es waren nicht allein die Interpreten, die sich kaum für Faurés Kammermusik erwärmen konnten; allgemein bevorzugte der französische Geschmack jener Zeit in der Regel leichtere, virtuosere oder sentimentalere Stücke. Innerhalb der Société jedoch erlangte der 30-jährige Fauré mit seinem Klavierquartett op. 15 einen beachtlichen Erfolg, ähnlich wie er ihn bereits kurz zuvor mit der Uraufführung seiner Violinsonate errungen hatte. Und beides bestärkte ihn schließlich darin, als selbstständiger, anerkannter Künstler auf dem richtigen Weg zu sein.

Felix Werthschulte

Biographie

Das Gililov Quartett Berlin wurde 1985 als Philharmonisches Klavierquartett Berlin, einem der Kammermusikensembles der Berliner Philharmoniker, gegründet. Es ist eines der wenigen festen Ensembles in dieser Besetzung. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören neben der klassischen und romantischen Literatur auch selten zu hörende Werke sowie zeitgenössische Musik, u. a. auch das 1996 dem Quartett gewidmete Klavierquartett Lichte Spiele des Berliner Komponisten Siegfried Matthus. In den ersten Jahren hat das Quartett zahlreiche Benefiz-Konzerte zu Gunsten des sich derzeit noch im Bau befindlichen Kammermusiksaales der Berliner Philharmonie gespielt. Konzerttourneen führten das Ensemble durch viele Länder Europas, nach Japan, Korea, Cuba, Mexico, Kanada und in die USA. In den Kammerkonzerten der Berliner Philharmoniker war das Giliov Quartett zuletzt im September 2009 mit Werken von Frank Bridge, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms zu hören.

Christoph Schickedanz erhielt seine Ausbildung bei Wolfgang Marschner und Jörg Hofmann in Freiburg sowie an der Indiana University Bloomington (USA) bei Franco Gulli. Nach Abschluss des Konzertexamens begann der Geiger seine Unterrichtstätigkeit als Assistent seines vormaligen Lehrers Uwe-Martin Haiberg an der Universität der Künste in Berlin. Nach Gastprofessuren in Berlin und Mainz folgte 2004 der Ruf als Professor an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Christoph Schickedanz erhielt Auszeichnungen bei wichtigen Wettbewerben in Europa und in den USA. Als Solist und Kammermusiker bereist er Europa, Asien und die USA und gibt Meisterkurse im In- und Ausland. Neben der Pflege des Standardrepertoires engagiert er sich besonders für die Werke zu Unrecht vernachlässigter Komponisten.

Rainer Mehne studierte in Saarbrücken bei Ludwig Bus und in Hannover bei André Gertler. Nach Engagements bei der Radiophilharmonie Hannover des NDR und beim Radio-Symphonie-Orchester Berlin (heute DSO) wurde er 1975 Mitglied der Berliner Philharmoniker. Über die Arbeit im Orchester hinaus widmet sich Rainer Mehne auch solistischen Aufgaben und der Kammermusik. Er ist Gründer des Berliner Klavierquartetts, aus dem 1985 das Philharmonische Klavierquartett hervorging; zudem war er 18 Jahre lang Mitglied im Philharmonischen Oktett Berlin und bei den Philharmonischen Virtuosen. Als Dozent unterrichtet Rainer Mehne u. a. beim »Festival of Strings« in San Diego, beim Bundesjugendorchester und bei der Jungen Deutschen Philharmonie.

Markus Nyikos studierte Violoncello bei Paul Szabó in Basel und bei Stanislav Apolín in Prag und Belgrad. Weitere wichtige Impulse erhielt er u. a. bei Pierre Fournier, Zara Nelsova und Sandor Végh. 1976 war er Träger des Schweizer Solistenpreises und 1977 Preisträger des »Concorso Gasparo Cassadó«. Von 1974 bis 1979 gehörte der Musiker den Festival Strings Lucerne als Solo-Cellist an und unterrichtete am Luzerner Konservatorium, bevor er 1979 als Professor an die Universität der Künste Berlin berufen wurde; neben dieser Lehrtätigkeit gibt Markus Nyikos regelmäßig Meisterkurse in Deutschland, Japan und in der Schweiz. Im kammermusikalischen Bereich arbeitet der Künstler mit mehreren Ensembles der Berliner Philharmoniker zusammen, beispielsweise mit den 12 Cellisten. Mit dem Pianisten Jaroslav Smýkal konzertierte er über 40 Jahre lang mit einem Repertoire von gut 140 Werken, von denen das Duo viele auf CD eingespielt hat.

Pavel Gililov wurde in Russland geboren und studierte am Konservatorium in Leningrad (heute St. Petersburg). Er war Preisträger bei internationalen Wettbewerben in Moskau, Vercelli (»Concorso Viotti«) und Warschau (»Chopin-Wettbewerb«). Seit 1982 leitet Gililov eine Meisterklasse an der Kölner Musikhochschule, seit 2007 ist er zudem ordentlicher Professor an der Universität Mozarteum Salzburg. Mit Soloabenden, als Solist renommierter Orchester und gefragter Kammermusiker übt der Pianist eine weltweite Konzerttätigkeit aus, die durch zahlreiche Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen dokumentiert ist. Mehrere zeitgenössische Kompositionen, die ihm gewidmet sind, hat Pavel Gililov uraufgeführt. Der Pianist gehört regelmäßig den Jurys großer internationaler Wettbewerbe an (z. B. beim »Concours Reine Elisabeth« in Brüssel) und ist seit 2005 Präsident und Künstlerischer Leiter des neuen Klavierwettbewerbs »Beethoven Competition Bonn«.

Gililov Quartett
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Dialog zu viert

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