Berliner Philharmoniker

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker

Iván Fischer Dirigent

Radu Lupu Klavier

Johann Christian Bach

Symphonie für Doppelorchester Es-Dur op. 18 Nr. 1

Ludwig van Beethoven

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58

Johannes Brahms

Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 (Orchestrierung von Arnold Schönberg)

Termine und Tickets

Mi, 26. Mär. 2014 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

Do, 27. Mär. 2014 20 Uhr

Philharmonie

Einführung: 19:00 Uhr

Programm

Radu Lupu genießt in der Klavierszene Kultstatus, obwohl (oder gerade weil?) er sich der Öffentlichkeit seit rund 20 Jahren weitgehend entzieht. Mitsuko Uchida zählt ihn zu den beeindruckendsten Musikern, denen sie je begegnet sei, Daniel Barenboim fasziniert Lupus Klangverständnis und Sir Colin Davis bezeichnet den rumänischen Pianisten als »einen Interpreten, dessen Pianissimi, rhythmische Intelligenz und, jawohl, Läufe unglaublich sind, dessen starke Musikerpersönlichkeit aber [...] durch Untertreibung und nahezu stoische Nachdenklichkeit zum Ausdruck kommt«.

Gemeinsam mit Iván Fischer, der am Pult der Berliner Philharmoniker zu Gast ist, widmet sich Radu Lupu Ludwig van Beethovens lyrischem Vierten Klavierkonzert, dessen einleitendes Solo zum Schönsten und Originellsten zählt, was die Klavierkonzertliteratur zu bieten hat. Eingerahmt wird das Werk an den Abenden von Johann Christian Bachs Sinfonia für Doppelorchester Es-Dur op. 18 Nr. 1 und Johannes Brahms’ dunkel timbriertem Erstem Klavierquartett op. 25 in der Orchesterversion von Arnold Schönberg, deren Uraufführung Otto Klemperer am 7. Mai 1938 in Los Angeles dirigierte.

In einem Brief vom 18. März 1939 schrieb Schönberg an Alfred Frankenstein, den Kritiker des San Francisco Chronicle, weshalb er Brahms’ Quartett instrumentiert habe: »1. Ich liebe das Stück. 2. Es wird selten gespielt. 3. Es wird immer sehr schlecht gespielt, weil der Pianist desto lauter spielt, je besser er ist, und man nichts von den Streichern hört. Ich wollte einmal alles hören, und das habe ich erreicht.«

Über die Musik

Musikalische Unabhängigkeitserklärungen

Werke von Johann Christian Bach, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms

Johann Christian Bach: Sinfonia für Doppelorchester Es-Dur op. 18. Nr. 1

Alles ist bei Johann Christian anders als bei seinen Geschwistern: Der jüngste Sohn Johann Sebastian Bachs reist ins »gelobte Land« der Musik, nach Italien, komponiert Opern, konvertiert 1757 zum römisch-katholischen Glauben und befindet sich als »englischer Bach« die letzten 20 Jahre seines Lebens in London. 1750, nach dem Tod des Vaters, studiert der 15-Jährige in Berlin bei seinem Bruder Carl Philipp Emanuel Komposition und Klavierspiel. Mit Erfolg – wovon schon seine vor 1755 entstandenen Werke zeugen. Mitte der 1750er-Jahre reist er nach Italien und setzt in Bologna beim berühmten Padre Martini, der 1770 dann auch Mozarts Lehrmeister werden sollte, sein Studium fort. Mutig baut Bach seine Karriere aus: Einerseits komponiert er kirchenmusikalische Werke, die außerordentlich erfolgreich aufgeführt werden, andererseits entstehen italienische Opern. 1760 wird er zweiter Organist am Mailänder Dom. Ein reicher Mäzen ebnet ihm außerdem die Wege zu den tonangebenden Opernhäusern. Seine Werke werden unter anderem in Turin und Mailand, in Neapel, Parma und 1768 sogar in Braunschweig aufgeführt; sein Ruf breitet sich bis nach London aus: Die Intendanz des dortigen Königlichen Theaters bestellt bei ihm für die Spielzeit 1762/1763 zwei Opern.

Noch vor deren Aufführung gibt »Mr. John Bach« am 17. November 1762 im King’s Theatre sein Debüt: Er dirigiert ein Pasticcio, zu dem er die Ouvertüre komponiert hat. Fortan besitzt er eine gewichtige Stimme im blühenden musikalischen Leben der englischen Metropole. In der musikbegeisterten englischen Königin Sophie Charlotte, einer geborenen Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, findet er eine nachhaltige Förderin. Ihr, deren Musikmeister er wird, widmet er sein Opus 1, sechs Konzerte für Cembalo. Am 29. Februar 1764 gibt Bach gemeinsam mit dem deutschen Komponisten und Gambisten Karl Friedrich Abel, der seit 1758 in London lebt, ein Konzert. Das ist die Geburtsstunde der weit über London hinaus berühmten Bach-Abel-Konzerte, die die beiden Komponisten fortan zwischen Januar und Mai jeden Jahres veranstalten. Neben zahlreichen Werken aus anderen Federn führen Bach und Abel hier auch ihre eigenen Symphonien, Konzerte für Tasteninstrumente, Kammermusik, Vokalwerke u. ä. auf. Auch wenn es nicht dokumentiert ist, wird der achtjährige Mozart bei seinem London-Aufenthalt 1764 mit seinen Eltern und der Schwester die Bach-Abel-Konzerte bestimmt besucht haben. Der Einfluss Bachs auf Mozart, der den Älteren außerordentlich schätzte, ist unüberhörbar.

Mit den 1781 in London veröffentlichten Symphonien op. 18 hat Bach sein Meisterwerk vorgelegt. Entstanden sind sie bereits um 1775, denn damals hatte er etliche Werke für Doppelorchester aufgeführt. Von den sechs Symphonien op. 18 sind nur die Nr. 1 Es-Dur und Nr. 5 E-Dur Neukompositionen; in allen anderen verarbeitet er Ouvertüren und Ballettmusiken aus seinen Opern. Spiritoso, mit gewichtigen Akkorden und punktierten Rhythmen, beginnt unisono das Eingangs-Allegro der Es-Dur-Sinfonia. Danach setzt ein lebhafter Dialog zwischen den beiden Orchestern ein: Klangvoll sind sie mitunter einer Meinung, dann wieder vertreten sie energisch gegensätzliche Positionen, übernehmen abwechselnd die Führung oder wechseln ihre Rollen, bis sie zum Schluss in einem zarten Pianissimo verstummen. Es folgt ein liebeswürdiges B-Dur-Andante, bei dem die Streicher versuchen, sich mit Sechzehnteltriolen gegen die Hauptmelodie durchzusetzen. Köstlich dann das Finale, ein fröhlicher Jig. Der schnelle irisch-schottische Tanz war damals sehr beliebt.

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58

Das Klavier war Beethovens ureigenstes Instrument. »Ohne das Clavier«, schreibt Adolf Bernhard Marx in seiner großen Beethoven-Biografie von 1859, »hätte er seinen Werdegang nicht machen können.« Bereits mit acht Jahren, am 26. März 1778, tritt der Knabe Ludwig in seiner Geburtsstadt Bonn zum ersten Mal »mit verschiedenen Konzerten und Trios« öffentlich als Pianist auf. Im selben Jahr ist er bereits als Hoforganist tätig und sitzt als Cembalist im kurfürstlichen Orchester. 1782 präsentiert er sich dann zum ersten Mal als Komponist der Öffentlichkeit: mit neun Klavier-Variationen über einen Marsch von Ernst Christoph Dreßler. Sein Lehrer Christian Gottlob Neefe hatte die Komposition »in Mannheim stechen lassen.«. So steht es in Cramers Magazin der Musik vom 2. März 1783. Klavierwerke durchziehen Beethovens ganzes Leben, darunter als gewichtigster Teil 32 Klaviersonaten und fünf, im ersten Drittel seiner Schaffenszeit komponierte Klavierkonzerte. Ende der 1780er-Jahre entsteht die erste Fassung des mehrfach umgearbeiteten B-Dur-Klavierkonzerts op. 19, das zwar Beethovens erster Gattungsbeitrag ist, jedoch in der heutigen Zählung an zweiter Stelle steht. Erste Skizzen für sein Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 entstehen in den Jahren 1803 und 1804, ausgearbeitet und fertiggestellt liegt es Ende 1806 vor. Und im Februar 1810 schließt Beethoven die Arbeit an seinem letzten Klavierkonzert ab, der Nr. 5 op. 73 Es-Dur. Wie schon das vorangegangene Schwesterwerk ist dieses dem Erzherzog Rudolph von Österreich gewidmet, seit 1803 Beethovens Klavier- und Kompositionsschüler, ihm freundschaftlich zugetan und außerdem sein einflussreichster Gönner. Zusammen mit den Fürsten Lobkowitz und Kinsky setzt er Beethoven 1809 eine Rente aus, damit ihn »die nothwendigsten Bedürfnisse […] in keine Verlegenheit bringen und sein kraftvolles Genie hemmen sollen«.

Ende November 1792 war der damals fast 22-jährige Beethoven von Bonn nach Wien gereist. Bis zu seinem Tod 1827 bleibt die Kaiserstadt sein Zuhause. Schon bald erobert er die adligen Salons und befördert mit eigenen Akademien seine Karriere als Pianist und Komponist. Durch die enge politische Verbindung zwischen Wien und Bonn – der Bonner Kurfürst Maximilian Franz war ein Neffe des von 1792 an regierenden Kaisers Franz II. – war ihm der Ruf als Ausnahmetalent bereits vorausgeeilt. Viele Jahre später beschreibt Beethovens Schüler Carl Czerny das Klavierspiel seines Lehrers so: »Beethoven […] entlockte dem Pianoforte ganz neue kühne Passagen durch den Gebrauch des Pedals, durch ein außerordentlich charakteristisches Spiel, welches sich besonders im strengen Legato der Akkorde auszeichnete und daher eine neue Art von Gesang bildete – viele bis dahin nicht geahnte Effekte. Sein Spiel besaß nicht jene reine und brillante Eleganz mancher anderer Klavieristen, war aber dagegen geistreich, großartig und besonders im Adagio höchst gefühlvoll und romantisch. Sein Vortrag war, so wie seine Kompositionen, ein Tongemälde höherer Art, nur für die Gesamtwirkung berechnet.«

Wie eine spontane Improvisation, zart – »p dolce« verlangt Beethoven – und sinnend beginnt das Klavier ganz alleine mit dem Hauptthema. Seine in gleichmäßigen Achteln pochenden Akkorde geben den Grundrhythmus für das gesamte Allegro moderato an, während der lyrisch-poetische Ausdruck wie ein »Motto« wirkt. Erst jetzt setzt das Orchester ein, greift das Thema auf und entwickelt es weiter, ehe sich das zweite Thema mit seinen auf- und absteigenden Dreiklängen beteiligt. Unwillkürlich muss man bei diesem Anfang an die »Überraschungen« in den Klavierkonzerten Carl Philipp Emanuel Bachs oder an Mozarts »Jenamy«-Konzert KV 271 denken. Dieser Hauch von Fantasie, von Improvisation durchweht den ganzen Satz. Neuland betritt Beethoven auch im langsamen, ausschließlich von den Streichern zu begleitenden Andante con moto in e-Moll-. Dem bedrohlich marschierenden Streicher-Unisono steht der Klagegesang des Solo-Instruments gegenüber; ein Klagegesang, der am Satzende durch das extrem kurze Klavier-Rezitativ im Pianissimo noch einmal vertieft wird. Attacca schließt sich – ebenfalls pianissimo – das Finale an. In einer fulminanten Durchführung verarbeitet Beethoven das mitreißende Rondo-Thema nach allen Regeln des Sonatensatzes – sogar mit einem Kanon zwischen der linken Hand des Pianisten und den Klarinetten und Fagotten. Endgültig geht der Komponist in diesem Konzert nun seine eigenen Wege, fernab der Konvention. Im März 1807 stellt er höchstselbst sein Viertes Klavierkonzert im Palais des Fürsten Lobkowitz im Rahmen eines Subskriptionskonzerts vor.

Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25 in Schönbergs Orchestrierung

»Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zu Mute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört!«, soll Johannes Brahms Anfang der 1870er-Jahre zu dem Dirigenten Hermann Levi gesagt haben. Mit dem Riesen ist Beethoven gemeint. Tatsächlich wird Brahms von seinen Zeitgenossen immer wieder mit Beethoven verglichen. Er sei ein »zweiter Beethoven« oder, wie der Geiger und Dirigent Joseph Hellmesberger meinte, ein »›Erbe‹ Beethovens«. Natürlich hat sich Brahms gründlich mit Beethovens Œuvre auseinandergesetzt. Als Pianist trägt er dessen Klaviersonaten vor, als Dirigent interpretiert er die symphonische u.a.. Und als Komponist beschäftigt er sich intensiv mit den Schaffensprinzipien seines großen Vorgängers, zum Beispiel mit der Sonatenform, jener für Beethovens konstruktives Denken so zentralen Kategorie. Am Anfang dieses künstlerischen Wegs steht das Klavierquartett g-Moll op. 25. Erste Skizzen reichen bis in das Jahr 1855 zurück; endgültig vollendet wird das Werk dann 1861. Im selben Jahr findet am 16. November in Hamburg unter Mitwirkung von Clara Schumann die Uraufführung statt. Dazwischen liegen Konzertreisen, bekommt Brahms in Detmold, der lippischen Residenzstadt, zum ersten Mal in seinem Leben eine feste Anstellung: als Chorleiter eines Singvereins, als Pianist und Klavierlehrer. Von 1859 bis 1862 leitet er in seiner Geburtsstadt Hamburg wiederum einen Chor.

Gleich zu Beginn seines bedeutenden Aufsatzes Brahms, der Fortschrittliche stellt Arnold Schönberg ebenfalls einen – wenngleich eher witzigen – Zusammenhang zwischen Brahms und Beethoven her. Jemand habe zu Brahms gesagt, »er habe beobachtet, dass Brahms’ erste Klaviersonate Beethovens Hammerklaviersonate sehr ähnlich sei. Kein Wunder, dass Brahms in seiner unverblümten Art herausplatzte: ›Das bemerkt ja schon jeder Esel.‹« Schönberg interessierte am brahmsschen Klavierquartett g-Moll op. 25 nicht das »Woher«, wohl aber einzig und alleine das »Wohin«. 1939 vom San Francisco Chronicle gefragt, warum er sich zwei Jahre zuvor der Arbeit des Orchestrierens unterzogen habe, schreibt er: »1. Ich liebe das dieses Stück. 2. Es wird sehr selten gespielt. 3. Es wird immer sehr schlecht gespielt, weil der Pianist desto lauter spielt, je besser er ist, und man nichts von den Streichern hört. Ich wollte einmal alles hören, und das habe ich erreicht. Meine Absichten: 1. Streng im Stil von Brahms zu bleiben und nicht weiter zu gehen, als er selbst gegangen wäre, wenn er heute Noch lebte. 2. Alle die Gesetze sorgfältig zu beachten, die Brahms befolgte, ...«

Natürlich argumentiert Schönberg hier mit einem Augenzwinkern. Sein »Ich wollte einmal alles hören« provoziert die Frage, auf welche Weise er denn »alles« hören wollte. Seine Orchestrierung gibt die Antwort: Ganz bewusst überschreitet er die Grenzlinie zwischen Kammermusik und Orchestermusik. Verborgene Linien werden hell beleuchtet, Figurationen verdoppelt, Vorder- und Hintergrund neu definiert. Auf diese Weise wird alles farbiger, praller, klangintensiver, kurz: sehr konkret. Schönberg, schreibt der Musikwissenschaftler und Dirigent Peter Gülke, »zwingt uns auf einen neuen, schwierigeren Weg zu Brahms, und er zeigt, dass das Terrain nicht so bekannt ist, wie es uns zuvor dünkte.«

Ingeborg Allihn

Biographie

Iván Fischer ist seit Beginn der Saison 2012/2013 Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin. Der gebürtige Ungar studierte Klavier, Violine und Violoncello in Budapest, ehe er in Wien die Dirigierklasse des berühmten Hans Swarowsky besuchte. Danach war er zwei Jahre lang Assistent von Nikolaus Harnoncourt. Iván Fischers internationale Karriere begann 1976 mit dem Sieg beim Dirigentenwettbewerb der Rupert Foundation in London. 1983 kehrte er in seine ungarische Heimat zurück und gründete zusammen mit Zoltán Kocsis das Budapester Festivalorchester, dem er bis heute als Musikdirektor vorsteht. Eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet ihn außerdem mit der Wiener Staatsoper; hinzu kommen zahlreiche Produktionen an Opernhäusern wie denen in Zürich, London, Paris und Brüssel. Als Gast dirigiert Iván Fischer z. B. das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, das Cleveland Orchestra, das New York Philharmonic, das Orchestre de Paris, die Münchner Philharmoniker und das Israel Philharmonic Orchestra. Auch am Pult der Berliner Philharmoniker war er seit 1989 wiederholt zu erleben, zuletzt Anfang November 2012 mit Werken von Strawinsky, Prokofjew und Dvořák. Der überdies als Komponist erfolgreiche Musiker ist Gründer der Ungarischen Mahler-Gesellschaft und Schirmherr der British Kodály Academy. Zu seinen Auszeichnungen zählen die Goldene Medaille des Präsidenten der Republik Ungarn und der Kossuth-Preis, die Ehrenbürgerschaft der Stad Budapest sowie die Ernennung zum »Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres« der Republik Frankreich.

Radu Lupu, 1945 in Rumänien geboren, gab im Alter von 12 Jahren mit eigenen Kompositionen sein erstes Konzert. Nach Studienjahren in seiner Heimat ermöglichte ihm von 1961 an ein Stipendium die Fortsetzung seiner Ausbildung am Moskauer Konservatorium bei Galina Eghyazarova, Heinrich Neuhaus und später bei dessen Sohn Stanislav Neuhaus. Drei bedeutende Wettbewerbe gewann Radu Lupu als Erster Preisträger: Van Cliburn 1966, Enescu International 1967 und Leeds 1969. Der Pianist gastiert weltweit in den Musikzentren und im Rahmen renommierter Festivals; mit vielen internationalen Spitzenorchestern und den bedeutendsten Dirigenten arbeitet er regelmäßig zusammen. Auch in den USA ist er seit seinen ersten Konzerten im Jahre 1972 ein viel beschäftigter Solist. 1989 und 2006 zeichnete die angesehene italienische Kritikervereinigung Radu Lupu mit dem »Premio Franco Abbiati« aus; ebenfalls 2006 erhielt er für sein weltweites künstlerisches Schaffen den »Premio Internazionale Arturo Benedetti Michelangeli«. Bei den Berliner Philharmonikern war Radu Lupu seit 1972 wiederholt zu Gast, zuletzt im Januar 2010 unter der Leitung von Bernard Haitink mit Johannes Brahms’ Erstem Klavierkonzert d-Moll.

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