Berliner Philharmoniker

Dialog zu viert

Kammermusik mit dem Gililov Quartett Berlin, dem Simón Bolívar String Quartet, Quatuor Ebène, Arcanto und Philharmonia Quartett

Die Kammermusikserie Quartett bietet weit mehr als ausschließlich »klassisches« Streichquartett. Davon zeugen die beiden ersten Veranstaltungen der Reihe: Denn das Gililov Quartett Berlin zählt zu den ganz wenigen Ensembles, die sich der im Konzertleben seltenen  Gattung des Klavierquartetts verschrieben haben. Die Besetzung von Klavier, Violine, Viola und Cello eröffnet den Interpreten ungeahnte klangliche Möglichkeiten: Sie können intim wie ein Streichquartett, virtuos wie ein Klaviertrio und symphonisch wie ein kleines Orchester musizieren. Mit Schuberts Adagio e Rondo concertante sowie Klavierquartetten von Richard Strauss und Gabriel Fauré führt das Gililov Quartett, das aus dem 1985 gegründeten Philharmonischen Klavierquartett Berlin hervorgegangen ist, die große Bandbreite der Gattung vor.

Von Klassisch bis Lateinamerikanisch

Auch das Simón Bolívar String Quartet, dessen Mitglieder gleichzeitig Stimmführer des venezolanischen Simón Bolívar Youth Orchestra sind, sprengt bei seinem philharmonischen Debüt-Konzert die Grenzen des Genres Streichquartett. Als fünfter Mann gesellt sich dem Ensemble Edicson Ruiz hinzu, Kontrabassist der Berliner Philharmoniker, um Kammermusik in unterschiedlichen Quartett- und Quintettbesetzungen zu präsentieren. Ungewöhnlich der Stilmix des Programms: Neben klassischen und romantischen Werken von Franz Anton Hoffmeister und Johannes Brahms gibt es lateinamerikanische Rhythmen von Alberto Ginastera, Juan Bautista Plaza und Aldemaro Romero. Das französische Quatuor Ebène, Preisträger des renommierten Internationalen ARD-Musikwettbewerbs, gibt ebenfalls sein Debüt im Rahmen der Konzerte der Stiftung Berliner Philharmoniker. Wegen ihrer stilistischen Wandelfähigkeit, ihrem lustvollen Wechsel zwischen Klassik, Jazz und Pop bezeichnen sich die vier Musiker gerne als »Boygroup« der Streichquartettszene. In Berlin geben sie sich mit Werken von Mozart, Bartók und Schubert allerdings ziemlich klassisch.

Leidenschaftliche Kammermusiker

Kein »Newcomer« sondern eine der Säulen der philharmonischen Kammermusik ist das Philharmonia Quartett Berlin. Seit bald 30 Jahren widmen sich seine Mitglieder, ausnahmslos Musiker der Berliner Philharmoniker, der hohen Kunst des Streichquartetts. Ein homogener und gleichzeitig nuancenreicher Klang ist das Markenzeichen der Formation, die mit Vorliebe bei ihren Programmen Standardwerke des Repertoires mit selten aufgeführten Kompositionen mischt. Diesmal stellt sie Haydns Lerchenquartett Streichquartetten von Verdi und Ravel gegenüber. Im Arcanto Quartett vereinen sich vier Streicher, die alle auch als Solisten höchst erfolgreich sind: Antje Weithaas, Daniel Sepec, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras frönen gemeinsam seit 2002 ihrer Lust am kammermusikalischen Spiel. Auch sie haben Schwergewichte des Genres auf das Programm gesetzt: Beethovens erstes Rasumowsky-Quartett und Schumanns Streichquartett Nr. 1 sowie Sätze aus Bachs Kunst der Fuge.

 

Philharmonia
Philharmonia Quartett (Foto: Stadelmann)
Arcanto
Arcanto Quartett (Foto: Marco Borggreve)
Ebene
Quatuor Ebène (Foto: Julien Mignot)
Gililov
Gililov Quartett (Foto: Stefan Lincke)
Ruiz
Edicson Ruiz (Foto: Peter Adamik)
Simon Bolivar
Simón Bolívar String Quartet (Foto: Harald Hoffmann/DG)

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