Titelgeschichte, 29.12.2009

Ehemaliger Solobassist und Orchestervorstand Professor Rainer Zepperitz gestorben


Professor Rainer Zepperitz, Mitglied der Berliner Philharmoniker von 1951 bis 1995 (seit 1957 als Solobassist), starb am 23. Dezember 2009 in Berlin im Alter von 79 Jahren. Zepperitz, der 1930 in Bandung (Java) geboren wurde, studierte am Konservatorium Düsseldorf bei Arthur Däwel. Nach ersten Engagements in Düsseldorf und Bonn kam er 1951 als Kontrabassist zu den Berliner Philharmonikern. 1957 qualifizierte er sich zum Solobassisten. Von 1966 bis 1978 sowie von 1981 bis 1984 war er Orchestervorstand und vertrat die Interessen seiner Kollegen in nicht immer einfachen Zeiten. 1995 ging er nach fast 44 Dienstjahren in den Ruhestand.

Andreas Wittmann, Orchestervorstand der Berliner Philharmoniker und langjähriger Kollege des Verstorbenen sagt: »Rainer Zepperitz war einer der herausragenden Kontrabassisten seiner Zeit. Er prägte die Berliner Philharmoniker nicht nur durch sein Musizieren, sondern war als Orchestervorstand auch in schwierigen Zeiten stets für seine Kollegen da.«

Rainer Zepperitz gehörte seit 1954 der Kammermusikvereinigung der Berliner Philharmoniker an, die sich 1963 in Philharmonisches Oktett Berlin umbenannte, und gründete 1981 das Philharmonische Kammerensemble und die Philharmonischen Virtuosen. Viele Jahre lang war Zepperitz auch musikpädagogisch tätig. Von 1958 bis 2004 unterrichtete er als Professor an der Hochschule für Musik Berlin und von 1973 bis 1995 an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Von 1999 bis 2007 hatte er außerdem eine Professur an der Escuela Superiora de Musica Reina Sofia in Madrid inne.