Berliner Philharmoniker

Christian Thielemann


Eine Jugendliebe

Christian Thielemanns Beziehung zu den Berliner Philharmonikern begann lange bevor der Dirigent im Juni 1996 erstmals am Pult des Orchesters stand: Der dunkel-samtige Klang der Philharmoniker hat den gebürtigen Berliner von frühester Jugend an beeindruckt – ebenso wie die beiden Chefdirigenten, Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan, deren Klangverständnis Thielemann nachhaltig prägte. Bei seinem philharmonischen Debüt fühlte sich der junge Dirigent, damals designierter Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin, ganz in deren Tradition stehend. Christian Thielemann dirigierte die drei Orchestervorspiele aus Hans Pfitzners Oper Palestrina, ein Werk für das er sich entschieden einsetzt, Robert Schumanns Zweite Symphonie und Frédéric Chopins Zweites Klavierkonzert mit Stanislav Bunin als Solist.

 

Christian Thielemann (© Columbia Artist Management)


(© Matthias Creuztiger)

Mit den Berliner und Wiener Philharmonikern

Die Presse feierte den philharmonischen Debütanten als »hochemotional, jung, temperamentvoll«. Kein Wunder, dass sich zwischen den Berliner Philharmonikern und den jungen Dirigenten in den folgenden Jahren eine intensive Zusammenarbeit entwickelte. Doch nicht nur das. Auf Einladung der Stiftung Berliner Philharmoniker gastierte Christian Thielemann mehrmals mit den Wiener Philharmonikern in dem scharounschen Klassiktempel, zuletzt 2007 mit der Aufführung von Bruckners Achter Symphonie. »Vitaler, viriler besser geerdet dürfte man diese Symphonie derzeit kaum gehört haben«, urteilte der Kritiker des Tagesspiegel.



(© Berliner Philharmoniker)


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