Song Art – Art Song: Gerald Finley, Julius Drake

Thu  12. November 2009  8 pm
Chamber Music Hall

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Gerald Finley (Foto: Sim Canetty-Clarke)

Gerald Finley  Bass-Baritone
Julius Drake  Piano

Robert Schumann
Song Cycle Dichterliebe 
Maurice Ravel
Histoires naturelles 
Charles Ives
The Housatonic at Stockbridge 
Charles Ives
The Cage 
Charles Ives
Ann Street 
Charles Ives
Tom Sails Away 
Charles Ives
1,2,3 
Samuel Barber
There’s Nae Lark 
Samuel Barber
In the Dark Pinewood 
Samuel Barber
Beggar’s Song 
Samuel Barber
Three Songs Op. 10: Rain has Fallen Sleep Now I Hear an Army 

Introductory presentation 7 p.m.

Vom Liebeskummer auf den Prüfstand gestellt waren sie alle beide, und beide lösten sich aus dieser Umklammerung mehr oder minder mit Verve: hier der (äußerst musikalische) Dichter Heinrich Heine, der seine Gefühle nur allzu häufig hinter seinen spöttischen Versen verbarg, dort der Komponist (und Musikschriftsteller) Robert Schumann, dessen Ringen um Clara Wieck eine ganze Generation beeindruckt hat und noch heute als Maßstab für die Wahrhaftigkeit einer Zuneigung gelten darf.

Es liegt daher nahe, dass Schumann sich Heines »bediente«, um seiner jungen Ehefrau eine Hommage darzubringen. Er tat dies in Gestalt vieler Lieder, von denen der Zyklus Dichterliebe vielleicht doch der schönste, an­mutigste, eindringlichste ist.  Von Schumann führt in diesem Konzert der Reihe Liedkunst – Kunstlied der Weg über den Rhein nach Westen, zu Maurice Ravel und seinen zauberhaften Histoires naturelles, und weiter über den Atlantik nach (Nord-)Amerika, zu den Liedern von Charles Ives und Samuel Barber. Dergleichen Vielfalt der Werke wie der Stile erlebt man in einem Liederabend selten.