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Sofia Gubaidulina hat ihr Violinkonzert Offertorium Gidon Kremer gewidmet. Wie kam es zur Entstehung des Werkes?
Gab es eine Zusammenarbeit zwischen Komponistin und Interpret während der Entstehung des Werkes?
Offertorium wurde nach seiner Uraufführung im Mai 1981 mehrfach überarbeitet. Wie kam es zu den verschiedenen Fassungen des Werkes und entstanden diese in gemeinsamer Arbeit?
Sofia Gubaidulina, haben Sie in der Regel bereits zu Beginn des Kompositionsprozesses eine klare Idee des Formverlaufs oder entsteht die Form des Werkes erst im Laufe eines langwierigen Arbeitsprozesses?
Welche Beziehungen bestehen zwischen der russischen und der westeuropäischen Musik?
Sofia Gubaidulina ist heute eine weltweit gefeierte Komponistin. Ihr Schaffen geriet jedoch erst verhältnismäßig spät ins Blickfeld einer breiteren musikalischen Öffentlichkeit – weil die in der damaligen Sowjetunion lebende Künstlerin erheblichen ideologischen Anfeindungen ausgesetzt war. Viele Jahre mußte sie ihre individuelle musikalische Sprache gleichsam im Verborgenen entwickeln.
Erst in den späten 1970er Jahren änderte sich diese Situation. In dieser Zeit begannen sich einige bekannte Interpreten, die der Sowjetunion den Rücken gekehrt hatten, im Westen für Gubaidulinas Werke einzusetzen. Eine Schlüsselrolle bei diesem Prozess spielte der Geiger Gidon Kremer. Anläßlich der Aufführung von Gubaidulinas Violinkonzert Offertorium im Oktober 2006 ist er hier mit der Komponistin im Gespräch zu erleben.

