Murray Perahia
Pianist in Residence 2011/2012


Im Februar 1977 gab Murray Perahia unter Leitung von Riccardo Muti mit Mozarts c-Moll-Klavierkonzert sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern. »Da lernte man einen Solisten von erstklassigem Format, phantastischer Musikalität und hochsensibler Anschlagskultur kennen«, hieß es hinterher in der Konzertkritik der Berliner Morgenpost. Seit diesem Ereignis zählt Murray Perahia zu den regelmäßig wiederkehrenden Gastsolisten des Orchesters. In der Spielzeit 2011/2012 wird der Pianist nun besonders häufig in Berlin zu hören sein: Denn nach Lars Vogt, Yefim Bronfman, Emanuel Ax, Pierre-Laurent Aimard, András Schiff, Mitsuko Uchida, Lang Lang und Leif Ove Andsnes ist Murray Perahia der neunte Pianist in Residence der Berliner Philharmoniker.

Murray Perahia, 1947 in New York geboren, spielt seit seinem vierten Lebensjahr Klavier. Er studierte am Mannes College in New York Dirigieren und Komposition und arbeitete mit Musikern wie Rudolf Serkin und Pablo Casals zusammen. Pianistisch inspirierend erwiesen sich für ihn der Unterricht bei Mieczysław Horszowski und die Freundschaft mit Vladimir Horowitz. 1972 gewann er den Klavierwettbewerb in Leeds. Das war der Startschuss für eine internationale Karriere, bei der der Künstler nicht nur als Pianist, sondern auch als Dirigent und Festivalleiter reüssierte. Von den zahlreichen Einspielungen, die Murray Perahia im Laufe der Jahre gemacht hat, sei vor allem die Aufnahme der Chopin-Etüden op. 10 und op. 25 erwähnt, für die er 2003 einen Grammy Award erhielt. Der Münchner Henle-Verlag beauftragte ihn mit der kritischen Neuausgabe der Beethoven-Sonaten. Außerdem ist Murray Perahia Erster Gastdirigent der Academy of St. Martin in the Fields.

Sein erstes Konzert als Pianist in Residence gibt Murray Perahia gemeinsam mit den Stipendiaten der Orchester-Akademie. Es folgen zwei Kammerkonzerte mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, in denen Klaviertrios, -quartette und -quintette von Mozart, Beethoven, Schumann und Brahms auf dem Programm stehen. Seine Kammermusikpartner sind u. a. die beiden Solo-Klarinettisten Andreas Ottensamer und Wenzel Fuchs sowie das Philharmonia Quartett. Mit dem gesamten Orchester ist er als Solist von Schumanns Klavierkonzert a-Moll zu erleben. Ein Soloabend im Mai 2012 bildet den Abschluss seiner Residency.

Foto: Felix Broede

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