Lang Lang
Pianist in Residence 2009/2010


Er ist zweifellos der Popstar unter den Pianisten unserer Zeit. Seine Homepage sieht auf den ers­ten Blick aus wie die eines Rocksängers, mit seinen CD-Einspielungen klassischer Werke stürmt er die Charts, die Internetplattform Second Life nutzt er dazu, das erste virtuelle Klavier-­Re­cital der Musikgeschichte zu geben. Doch damit nicht genug: Er jammt mit Jazz-Altmeistern wie Herbie Hancock, musiziert anlässlich der Eröffnung der Olympischen Spiele 2008 in Peking  und – der neueste Coup! – entwirft als Modetrendsetter für Adidas ein Turnschuhmodell.

Die Rede ist natürlich von Lang Lang, der, wie kaum ein anderer Pianist vor ihm, mit seinen gerade einmal 27 Jahren unzählige junge Menschen für die Welt der Klaviermusik von Mozart bis Rachmaninow begeistert hat. Aber auch ­altein­gesessene Klassikfreunde zählen zu seiner ­Fan­gemeinde. Und selbst Kritiker auf der ganzen Welt verleihen ihrer Bewunderung für den sympathischen Ausnahmekünstler Ausdruck – und zwar mit derselben Nonchalance, mit der Lang Lang seine Hörer zu verzaubern weiß.

Nur in Deutschland, wo er auf Einladung namhafter Diri­genten wie Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Mariss Jansons, Christoph Eschenbach oder ­Ric­cardo Chailly in den letzten Jahren ein vom Pub­likum stets gern gesehener Gast war, haben ihm seine nonchalante Musizierfreude und Medienpräsenz, erstaunlicherweise aber auch seine makel­lose ­pianistische Technik immer wieder die ­er­bitterte und oftmals nicht ganz faire Häme des Feuilletons eingebracht. Nicht zuletzt deshalb freuen sich die Berliner Philharmoniker mit ­besonderer Spannung darauf, Lang Lang in der Spielzeit 2009/2010 als Pianist in Residence willkommen zu heißen und ihm Gelegenheit zu ­bieten, die ganze Bandbreite seines pianistischen und interpretatorischen Könnens erneut zur ­Diskussion zu stellen.

Als mittlerweile siebter und bislang jüngster Künstler, dem diese Ehre zuteil wird, ist Lang Lang in der kommenden Saison an zahlreichen Abenden in den beiden Sälen der Philharmonie zu erleben: als Solist in den Konzerten des Orchesters, im Zusammenspiel mit Stipendiaten der Orchester-Akademie, als Klavierbegleiter bei einem Liederabend von Cecilia Bartoli, im Rahmen der Reihe Klavier sowie – und darauf freuen sich Lang Lang und die Berliner Philharmoniker besonders – als Kammermusikpartner von Mitgliedern des Orchesters.

Foto: Kasskara/DG

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