Orchestergeschichte
Sir Simon Rattle - Zukunft@BPhil


Mit der Ernennung von Sir Simon Rattle gelingt es dem Orchester nicht nur, einen der erfolgreichsten Dirigenten der jüngeren Generation zu gewinnen, sondern auch wichtige Neuerungen einzuführen. Die Umwandlung des Orchesters in die öffentlich-rechtliche Stiftung Berliner Philharmoniker zum 1. Januar 2002 schafft zeitgemäße Rahmenbedingungen für neue Gestaltungsfreiräume und für die wirtschaftliche Kontinuität des Klangkörpers, der zur Zeit über 128 Planstellen verfügt. Gefördert wird die Stiftung durch das großzügige Engagement der Deutschen Bank als Hauptsponsor.

Einen Schwerpunkt dieser Förderung bildet das mit dem Amtsantritt von Sir Simon Rattle ins Leben gerufene Education-Programm Zukunft@BPhil, mit dem sich das Orchester breiteren und vor allem jüngeren Publikumsschichten zuwendet. Sir Simon Rattle hat seine Intentionen so zusammengefasst: »Zukunft@BPhil soll uns daran erinnern, dass Musik kein Luxus ist, sondern ein Grundbedürfnis. Musik soll ein vitaler und essenzieller Bestandteil im Leben aller Menschen sein.« In der mehr als 125-jährigen Geschichte der Berliner Philharmoniker bedeutet dies eine Erweiterung ihres kulturellen Auftrags, der sie sich mit dem für sie charakteristischen Engagement widmen.

Für dieses Engagement wurden die Berliner Philharmoniker und ihr Künstlerischer Leiter Sir Simon Rattle zu Internationalen UNICEF-Botschaftern ernannt, eine Auszeichnung, die erstmals einem künstlerischen Ensemble zuteil wird. Die feierliche Ernennung erfolgte im November 2007 in New York vor der Vorstellung des Tanzprojektes The Rite of Spring. Das Tanzprojekt fand während einer zehntägigen residency der Berliner Philharmoniker im Rahmen des Berlin in Lights Festivals der Carnegie Hall statt und wurde im United Palace Theater in Harlem aufgeführt.

Sir Simon Rattle

Pamela Rosenberg, Sir Simon Rattle und der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit bei der Ernennung zum UNICEF-Botschafter 2007 (Foto: Monika Rittershaus)