Orchestergeschichte
Der Auftakt


Frühjahr 1882: Als Benjamin Bilse den Mitgliedern seiner Kapelle für eine Konzertreise nach Warschau neben einem ohnehin schon mageren Honorar nur eine Bahnfahrt vierter Klasse spendieren will, verweigern ihm 50 seiner Musiker die Gefolgschaft und beschließen, sich als »Frühere Bilsesche Kapelle« selbständig zu machen. Von Anfang an erhält das junge Ensemble administrative Unterstützung von dem Berliner Konzertagenten Hermann Wolff. Auf seinen Rat hin ändern die Musiker den Namen ihres Klangkörpers in »Berliner Philharmonisches Orchester«, er sucht auch nach geeigneten Räumlichkeiten und macht eine umgebaute Rollschuhbahn zur ersten »Philharmonie«. Außerdem besorgt er für die von ihm veranstalteten Abonnement-Konzerte den besten Dirigenten ihrer Zeit.

Erste erhaltene Aufnahme des Philharmonischen Orchesters (Archiv Berliner Philharmoniker)

Der Konzertagent Hermann Wolff

Wichtige Konzerte

  • 17. Oktober 1882
    Erstes Konzert unter dem Namen »Philharmonisches Orchester«
  • 4. Dezember 1882
    Pablo Sarasate ist der erste international gefeierte Gastsolist der Philharmoniker
  • 4. Januar 1884
    Deutsche Erstaufführung von Brahms Dritter Symphonie
  • 28. Januar 1884
    Brahms spielt sein Erstes Klavierkonzert
  • 21. November 1886
    Anton Dvořák dirigiert eigene Werke
  • 1. Februar 1886
    Deutsche Erstaufführung von Brahms Vierter Symphonie