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Philipp Bohnen
Geboren in Kiel
2. Violine
Mitglied seit 01.09.2007
»Meine erste Probe mit den Berliner Philharmonikern erlebte ich noch als Akademist. Ich war die ersten zehn Minuten unheimlich nervös, doch das hat sich schnell gelegt, weil ich spürte: In diesem Streicherklang kannst du baden. Und seither genieße ich dieses Gefühl. Wir zweiten Geigen tragen oftmals die ersten Geigen, indem wir deren Stimme eine Oktave tiefer spielen. In dieser unteren Lage muss man in der Artikulation noch prägnanter und rhythmisch noch präziser sein als in der höheren. Dann wieder vereinen wir uns mit den ersten Geigen, um zusammen zu ›singen‹.«
Die Geige hat ihn schon immer fasziniert. Doch nachdem Philipp Bohnen als Fünfjähriger bei einer Aufführung des Weihnachtsoratoriums einen Konzertmeister erlebte, der seine Geige rechts statt links hielt, war er so beeindruckt, dass er dieses Instrument unbedingt selbst spielen wollte. Mit neun Jahren wurde er Schüler von Vesselin Paraschkevov, der ihn drei Jahre später als Jungstudent an der Folkwang Hochschule Essen annahm.
1999 wechselte er an die Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin, wo er zunächst bei Stephan Picard, später bei Antje Weithaas studierte und 2006 sein Diplom mit der Gesamtnote »Sehr gut« ablegte. Anschließend begann er ein Aufbaustudium zum Konzertexamen und wurde Stipendiat der Orchester-Akademie. Zusätzliche musikalische Anregungen holte er sich auf verschiedenen Meisterkursen, beispielsweise beim Internationalen Pablo Casals Festival und an der Musikakademie Tibor Varga in Sion, und bei Lehrern wie Viktor Libermann, Igor Ozim, Gidon Kremer und Tabea Zimmermann.
Seit 1995 tritt Philipp Bohnen, ehemaliges Mitglied des Bundesjugendorchesters, regelmäßig als Kammermusiker und Solist auf. So spielte er beim Beethoven Festival in Venezuela und im Sommer 2005 bei den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern. Er konzertierte mit Orchestern wie dem Niederrheinischen Kammerorchester, der Hamburger Camerata und dem Haydn Orchester Hamburg. Seine freie Zeit verbringt er am liebsten mit Freunden und mit sportlichen Aktivitäten wie Fußball, Squash und Snowboard.
Als Preisträger des Deutschen Musikinstrumenten- fonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Philipp Bohnen eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini, Mailand 1756.
1. Preis beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« (2001), 2. Preis beim Violinwettbewerb Ibolyka, Gyarfas (2004)
